Beeindruckender Höhenflug der SG Bockum-Hövel

Beeindruckender Höhenflug der SG Bockum-Hövel

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Geballte Faust: SG-Trainer Markus Matzelle. J Foto: Wiemer

Hamm - Als Schiedsrichter Alex Ferreira am Sonntag die Partie im Adolf-Brühl-Stadion abpfiff, klingelte es zum sechsten Mal in Folge auf dem Punktekonto der gastgebenden SG Bockum-Hövel: Der 2:0-Erfolg über die SV Lippstadt II machte das halbe Dutzend Meisterschafts-Siege nacheinander für die Mannschaft von Trainer Markus Matzelle voll.

Damit hat sich das Team mittlerweile an der Tabellenspitze der Bezirksliga 7 festgesetzt. Mit 19 Zählern ist die SG Bockum-Hövel derzeit der einzige ernsthafte Verfolger von Spitzenreiter SpVg Beckum, der bislang 22 Punkte gesammelt hat. Und in zwei Wochen kommt es zum Top-Spiel im Adolf-Brühl-Stadion, wenn diese beiden Teams aufeinandertreffen.

Die Gründe für den aktuellen Höhenflug der Bockum-Höveler sind laut Matzelle mannigfaltig. „Erst einmal haben wir eine gute Vorbereitung auf die Saison gehabt“, sagt der 47-Jährige, der die Mannschaft gemeinsam mit Stefan Küritz, einem der beiden SG-Keeper, coacht. Zudem sei der Kader für diese Saison sehr gut zusammengestellt worden. Bei nur zwei Abgängen kamen insgesamt zehn neue Spieler, davon sechs „Externe“. „Von denen hat der ein oder andere eine Bockum-Höveler Vergangenheit“, ergänzt Matzelle – wie Michael Mryka oder Steven Farchmin zum Beispiel, die sich problemlos in die Mannschaft eingefügt haben und gemeinsam mit Thomas Wilczek, der vom SVF Herringen kam, einen großen Anteil an den mittlerweile 29 erzielten Toren haben. Auch die drei A-Jugendspieler, die in den Kader der „Ersten“ hochgezogen wurde (Mike Taeger, Pirmin Langenkämper und Andre Nillies), haben sich bestens eingelebt. „Wir hatten ja schon vorher eine gute Bezirksliga-Mannschaft, die jetzt eben noch einmal stärker geworden ist“, sagt der SG-Trainer.

Die Defensive habe sich mittlerweile ebenfalls stabilisiert, mit erst neun Gegentreffern ist die SG eines der abwehrstärksten Teams der Liga. „Unserer Viererkette mit Mirko Müller, Tobias Ringk, Kerim Isiktekim und Mike Kaczor ist sehr gut eingespielt“, sagt der Coach.

Da Matzelle im Fußball sowohl als Spieler als auch als Trainer schon viele Erfahrungen gesammelt hat, weiß der 47-Jährige, was derzeit von ihm gefragt ist: sein psychologisches Geschick im Umgang mit seinen Spielern. Denn in den vergangenen drei Partien hat er jedes Mal die selbe Startformation aufgeboten. „Im Moment gibt es für mich aber auch keinen Grund zu wechseln“, sagt er mit Blick auf die laufende Erfolgs-Serie. Dass dies auf Sicht zu Unzufriedenheit im 24er-Kader führen kann, ist Matzelle bewusst. „Deshalb liegt es gerade in meiner Verantwortung die Jungs bei Laune zu halten“, sagt der 47-Jährige und ergänzt: „Ich habe früher selber Fußball gespielt und weiß, wie man sich fühlt, wenn man auf der Bank sitzt.“ So führt der SG-Coach während des Trainings derzeit viele Gespräche und versucht, jeden einzelnen Spieler im Kader mitzunehmen: „Ich mache ihnen deutlich, dass sie dran bleiben müssen.“ Denn die Chancen werden in naher Zukunft kommen, da ist sich Matzelle sicher. „Momentan haben wir das Glück, dass wir von Verletzungen verschont geblieben sind. Aber schon am kommenden Wochenende im Auswärtsspiel beim TuS Wiescherhöfen werde ich die Mannschaft ändern müssen, da Dominik Orlowski im Urlaub ist – ebenso wie Fabian Düser.“

Wohin der Weg die SG in dieser Saison noch führen wird, mag Matzelle nicht vorhersehen. Der SG-Trainer macht keinen Hehl daraus, dass die Bezirksliga 7 aus Sicht eines Hammer Vereins angesichts der vielen Lokalderbys weitaus attraktiver ist als die Landesliga. „Aber natürlich will man als Fußballer auch stets den größtmöglichen Erfolg“, so Matzelle. Vor allem will die SG Bockum-Hövel erst einmal weiter auf ihrer Erfolgswelle reiten, sowohl im nächsten Auswärtsspiel in Wiescherhöfen als auch im Bezirksliga-Knaller in zwei Wochen im Adolf-Brühl-Stadion, wenn es gegen den Tabellenführer aus Beckum geht. „Beckum hat vielleicht noch etwas mehr Qualität bei den Einzelspielern, aber vielleicht haben wir den besseren Teamgeist“, sagt Matzelle

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