Bechtolds Freistoß-Kopie im Hammer Derby

Rhynerns Michael Wiese genoss vor der Pause viele Freiheiten im Spiel nach vorn.

HAMM - Es lief bereits die Nachspielzeit der ersten Halbzeit im Hammer Oberliga-Derby, als Felix Bechtold beim Freistoß Maß nahm und den Ball sehenswert zum 2:0 für Westfalia Rhynern in den linken Torwinkel beförderte. Es war fast eine Kopie des Treffers, den er beim vergangenen Meisterschaftsderby im März (1:1) gegen die HSV erzielt hatte.

Zur Besserung seiner Stimmung taugte der Treffer allerdings nach der Partie nicht mehr. Zu groß war die Enttäuschung darüber, dass sein Team den knappen 2:1-Vorsprung nicht über die Zeit gerettet hatte.

Zur Besserung seiner Stimmung taugte der Treffer allerdings nach der Partie nicht mehr. Zu groß war Bechtolds Enttäuschung darüber, dass sein Team den knappen 2:1-Vorsprung nicht über die Zeit gerettet hatte. „Leider war auch der Spielverlauf fast identisch, dass wir wieder kurz vor Schluss noch einen reinkriegen“, sagte der 23-Jährige, der aber anerkannte, dass die HSV nach der starken ersten Halbzeit der Gastgeber enorm zugelegt hatte. „Im Grunde genommen ist das Unentschieden verdient.“

Weil die HSV in Durchgang zwei die Initiative übernahm und Rhynern nun vor allem auf der rechten Abwehrseite Probleme hatte. „Wir haben es nicht geschafft, die linke Seite der HSV zu kontrollieren. Das war der Knackpunkt“, meinte Mehnert nach der Partie. „Darauf, dass die Hammer kommen würden, waren wir eigentlich eingestellt“, so Bechtold. „Und die entstehenden Räume wollten wir für Konter nutzen.“ Was sie taten, allerdings nicht in letzter Konsequenz.

Zudem sorgte der schnelle Anschlusstreffer von Sven Preissing (54.) dafür, dass das Mehnert-Team unsicherer wurde und nicht mehr so abgeklärt agierte wie noch vor der Pause. „Das frühe Gegentor hat die HSV noch einmal hochgezogen“, ärgerte sich Bechtold. „Und entsprechend wurde der Druck immer größer. Wir hätten einfach nach vorne verteidigen müssen. Dann hätten wir die Hammer auch nicht so ins Spiel kommen lassen.“

Auf ihn und sein Team wartet am Sonntag (15 Uhr) die nächste schwierige Aufgabe. Rhynern ist zu Gast beim TuS Ennepetal, der seine bisherigen drei Heimspiele gewonnen hat. „Das Derby hat viel Kraft gekostet. Es wird sicher die eine oder andere Veränderung geben“, kündigte Mehnert an.

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