Basketball

HammStars müssen bis Ende Mai für die 1. Regionalliga melden

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Ivan Rosic

Noch ist nicht restlos geklärt, ob die Basketballer der TuS 59 HammStars ihr Aufstiegsrecht in die 1. Regionalliga West wahrnehmen werden. Trainer Ivan Risoc gibt sich aber zuversichtlich.

Hamm – Wann der Spielbetrieb in den verschiedenen Sportarten nach der Coronavirus-Krise wieder aufgenommen werden kann, steht noch in den Sternen. Ein Ende der Pandemie ist nicht in Sicht, die Sportler und Vereine schweben im Ungewissen. Als einer der ersten Verbände hatte der Westdeutsche Basketball-Verband (WBV) Fakten geschaffen, indem er die Saison vorzeitig für beendet erklärte und im Zuge dessen auch die Aufstiegsregelung klar formulierte (WA berichtete). Ein paar Unbekannte bleiben allerdings in Bezug auf die Zukunft – von denen auch die Basketballer der TuS 59 HammStars betroffen sind. „Ich finde die Entscheidung, die der Verband getroffen hat, klasse“, lobt der Hammer Trainer Ivan Rosic das schnelle Krisenmanagement der Verantwortlichen – auch wenn er noch nicht zu 100 Prozent sicher ist, ob sein Verein überhaupt das erworbene Aufstiegsrecht in die 1. Regionalliga wahrnehmen wird. „Wir haben es uns vor drei Jahren ja zum Ziel gesetzt, den Sprung zu schaffen“, sagt er, weist aber darauf hin, dass aufgrund der neuen Situation weitere Gespräche notwendig geworden sind. Die hätten bereits stattfinden sollen, mussten aber aus privaten Gründen noch einmal verschoben werden. „Wir wollen dann noch einmal alles durchleuchten und gucken, was wir uns zutrauen können.“

Finanzielle Belastung und stärkere Manpower

Denn neben der größeren finanziellen Belastung, die mit dem Wahrnehmen des Aufstiegsrechts einhergehen, bedarf es auch deutlich stärkerer Manpower. „Die Daten eines jeden Spiels müssen auf eine Plattform hochgeladen und online abrufbar gemacht werden“, sagt Rosic. „Zudem müssen Videos von allen Spielen auf ‘Sportlounge‘ hochgeladen werden, damit jeder sie im Internet verfolgen kann. Daher wird ein Schwerpunkt unserer Gespräche sein, wie wir die Logistik bewältigen.“

Positive Vorgespräche, die darauf hinweisen, dass der sportliche Aufstieg wahrgenommen wird, bleibt Rosic zuversichtlich, habe es schon gegeben. So gebe es bereits jemanden, der die Produktion der Videos übernehme. „Daher glaube ich nicht, dass uns diese Dinge am Ende im Weg stehen werden“, sagt der Coach, der sich sicher ist, dass sein Team dafür gesorgt hat, dass „eine gewisse Begeisterung für den Basketballsport“ in Hamm entfacht worden ist. „Und mich braucht man ja sowieso nicht zu fragen, ob ich den Aufstieg wahrnehmen will. Denn ich bin ja vor drei Jahren mit dem klaren Ziel nach Hamm gekommen, es bis 2020 in die 1. Regionalliga zu schaffen.“

1. Regionalliga mit 16 Teams denkbar

Interessant bleibt die Frage, wie sich die neue Liga in der kommenden Saison – wann auch immer diese beginnen soll – zusammensetzen wird. In der gerade abgebrochenen Serie nahmen 14 Vereine am Spielbetrieb teil, in der kommenden könnten es bis zu 16 werden. Während Meister Rhein Stars Köln die 1. Regionalliga verlässt und in der ProB-Bundesliga Nord antreten wird, haben insgesamt fünf Vereine die Berechtigung erworben, aufzusteigen. Denn neben den beiden Tabellenführern der 2. Regionalligen, Hamm (Gruppe 2) und DJK Adler Union Essen-Frintrop (Gruppe 1), wurden der TV Salzkotten (Gruppe 2), Telekom Baskets Bonn II und die DJK ErftBaskets Bad Münstereifel (alle Gruppe 1), die jeweils noch Aufstiegschancen gehabt hätten, mit Wildcards für die höhere Liga ausgestattet. Da mit dem SV Haspe 70 und den ETB Wohnbau Miners aus Essen zwei Mannschaften aus der 1. Regionalliga absteigen und wegen des Nicht-Abstiegs aus der ProB kein Team dazu kommt, könnte sich die Zahl der Klubs in der höchsten WBV-Klasse für die kommende Spielzeit auf 16 erhöhen. „Ende Mai endet die Meldefrist“, sagt Rosic. „Dann haben wir Anfang Juni Klarheit, wie die Ligen aussehen.“

Zahl der Absteiger noch offen

Fest steht dagegen wohl, dass die bereits für diese Saison geplanten Play-offs um die Meisterschaft in der 1. Regionalliga an die normale Meisterschaftsrunde angehängt werden. „Dafür werden dann die ersten acht Teams qualifiziert sein“, sagt Rosic, für dessen Mannschaft es vermutlich spannender werden dürfte, ob es „zwei, drei oder vier Absteiger geben wird“.

Während sich der Hammer Trainer darüber freut, dass Salzkotten als langjähriger Erst-Regionalligist den Weg in die höhere Liga mitgehen kann („Die gehören für mich dahin und werden eine Bereicherung für die Liga sein.“), ist er sich bei der Reserve des Bonner Bundesligisten noch nicht sicher. „Die Telekom Baskets haben eine Kooperation mit den Dragons Rhöndorf, die auch in der 1. Regionalliga spielen. Daher ist es noch fraglich, ob sie ihr Aufstiegsrecht wahrnehmen werden.“

Unabhängig davon, wie die Liga in der kommenden Spielzeit aussehen wird, geht Rosic davon aus, dass eine anspruchsvolle Aufgabe auf die HammStars wartet. „Wir wissen, dass es ein schwieriges Jahr für alle werden wird“, ist er sich allerdings sicher, dass auch die anderen Vereine Probleme bekommen werden. „Denn die gesundheitliche Krise wird eine wirtschaftliche zur Folge haben, die sich auf den Spielbetrieb auswirken wird.“

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