2. Basketball-Regionalliga

HammStars-Neuzugang liebäugelt mit erneutem Aufstieg

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HammStars-Neuzugang Jonas Kleinert.

Mit Jonas Kleinert ist Ivan Rosic ein „alter Bekannter“ ins Netz gegangen. Der 20-Jährige ist einer von bisher drei Neuzugängen beim Basketball-Zweitregionalligisten TuS 59 HammStars. Headcoach Rosic hatte den Blondschopf schon in seiner Zeit bei der BG Dorsten unter seinen Fittichen, als dieser erst 16 war.

Hamm - „Kontakte“, sagt Rosic, „schaden eben nur dem, der sie nicht hat.“ Der Trainer erfuhr früh davon, dass Kleinert, der in den vergangenen zwei Jahren beim BSV Wulfen unter Trainerin Marsha Owusu Gyamfi gespielt hatte, auf der Suche nach einem Studienplatz und einer Bleibe in Münster war. „Jonas war bei mir sofort auf dem Zettel“, betont Rosic. Inzwischen ist die Suche beendet – Kleinert nimmt in Kürze ein Studium der Fächer Deutsch und Sport auf.

Zum Basketball pendelt er stets an die Lippe. „Ich habe die HammStars schon in der vergangenen Saison verfolgt. Die Trainingsvoraussetzungen sind perfekt für mich, weil ich hier flexibel trainieren kann“, versichert Kleinert, der sich auf den Positionen zwei (Shooting Guard) und drei (Small Forward) wohl fühlt. Damit taugt er auch als Ersatz für die abgewanderten Leistungsträger der Vorsaison, Semir Albinovic und Jason Fabek. 

Weiterentwicklung unter Trainerin Marsha Owusu Gyamfi in Wulfen

„Jonas passt gut in unser Konzept. Er wird defensiv und offensiv eine weitere Option sein“, ist Rosic zuversichtlich. Auf welcher der beiden Positionen er Kleinert bevorzugt einsetzt, hält der Coach aus Werne für unerheblich. „Bei mir gibt es zwischen der Zwei und der Drei keinen großen Unterschied, weil beide gleiche Abläufe haben“, bekräftigt er.

Nach den ersten Schritten im Herrenbereich in Dorsten unter Rosic’ Regie wechselte Kleinert nach Wulfen, wo er sich in den vergangenen zwei Jahren unter der Leitung von Gyamfi, die in ihrer Laufbahn unter anderem auch als Stützpunkttrainerin beim Westdeutschen Basketballverband (WBV) für den Jahrgang 2003 tätig war, weiterentwickelt hat. „Er hat sich deutlich verbessert, Marsha hat mit ihm sehr gute Arbeit gemacht“, gibt der HammStars-Coach seine ersten Eindrücke von Kleinert wieder.

Dem Linkshänder selbst fällt eine ganze Reihe von Stärken ein: „Ich habe einen guten Drive, kann gut zum Korb ziehen. Mein Wurf wird immer besser. Ich habe in der vergangenen Spielzeit schon gezeigt, dass ich auch in wichtigen Partien solide scoren kann. Ich sehe offene Räume, verteile den Ball und kann ihn gut rauskicken.“ 

Rechte Hand sieht Kleinert als "Schwachstelle"

Für verbesserungswürdig hält er hingegen seine rechte Hand. „Die ist ganz klar eine Schwachstelle“, sagt Kleinert, und wünscht sich, dass er professioneller trainieren und spielen kann: „Ich bin noch hungrig, will noch weiter hinaus.“ Zwar kenne er das genaue Pensum im Studium noch nicht, aber: „Ich bin zuversichtlich, dass es noch ein paar Ligen höher geht.“

Vorerst wird er mit den Hammern in der gleichen Spielklasse antreten wie im Vorjahr mit Wulfen. Dass er gleich zum Saisonauftakt am 22. September auf seinen Ex-Klub trifft, birgt zusätzliche Brisanz. An diesem Tag wird Kleinert in der Märkischen Sporthalle auch gleich das Hammer Publikum kennenlernen. „Ich habe schon gehört, dass die Crowd ziemlich viel Stimmung macht. Da bin ich ja aus Wulfen einiges gewöhnt. Dort hat es zwar ein bisschen abgenommen, es ist aber immer noch eine super Atmosphäre. Ich bin echt gespannt, wie die Fans in Hamm sind“, blickt Kleinert voraus.

Und vielleicht klappt es mit dem Aufstieg ja schon ein Jahr früher, als das „Projekt 2020“ der Hammer vorgibt. „Ivan hat sich echt ins Zeug gelegt, ein starkes Team aufzustellen. Ich bin zuversichtlich“, sagt er.

Sieg und vorzeitige Aufstiegsfeier der TuS 59 HammStars

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