Vladimir Docenko bleibt Trainer beim SSV Hamm

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Vladimir Docenko (rechts) coacht weiter die Oberliga-Basketballer des SSV Hamm.

Hamm - Die wichtigste Personalie ist geklärt – und Vladimir Docenko war entsprechend zufrieden. „Ich bin einfach froh, dass die Trainerfrage beantwortet ist“, sagt der Geschäftsführer der Basketball-Abteilung des SSV Hamm. Auf der Bank beim Oberligisten sitzt in der kommenden Saison: er selbst. Und geht damit in seine fünfte „volle“ Saison bei den Südenern.

Selbstverständlich war das weitere Engagement des Lehrers bei den Baskets nicht. Bei Docenko hatte sich eine gewisse Amtsmüdigkeit breit gemacht nach einer schwierigen, keineswegs wunschgemäß verlaufenen Saison mit großen personellen, aber auch hausgemachten Problemen wie unklaren Verantwortlichkeiten. Das Durcheinander beim Coaching, das mal Vladimir Docenko und dann wieder sein Bruder Andrej übernahm, war „nicht optimal“, das weiß der bisherige und künftige Trainer selbst. „Das hat uns alle nicht glücklich gemacht. Durch die ständigen Wechsel war die Frage nie richtig geklärt. Das machen wir jetzt besser“, sagt Vladimir Docenko, der im November 2010 als Nachfolger von Andreas Matuschek das Amt beim damals noch in der Landesliga beheimateten SSV übernahm.

Die wichtigste Lehre aus der vergangenen Saison: Ganz gleich, wie groß die personellen Probleme auch sein sollten – Docenko wird definitiv nicht mehr als Spieler für die erste Mannschaft auf das Parkett gehen, er wird sich ausschließlich auf das Coachen konzentrieren. „Ich greife da nicht mehr ein“, versichert er – und macht auch deutlich, dass er seinen persönlichen „Durchhänger“ nach einer ernüchternden Spielzeit, in der sich der SSV überraschend bis zuletzt mit dem Kampf um den Klassenerhalt beschäftigen musste, überwunden hat. „Es gab auch die Überlegung, nur noch in der Ersten zu spielen und die Zweite zu coachen“, erzählt Docenko. Doch nach Gesprächen im Abteilungsvorstand und einem positiven Votum vieler Spieler war klar, dass es genau umgekehrt sein würde. Docenko spielt in der von Konstantin Spis trainierten Reserve und sitzt beim Oberliga-Team auf der Bank, das für ihn stets Priorität genießen wird. Abnutzungserscheinungen seien nach fünf Jahren durchaus normal, sagt der 33-Jährige rückblickend. „Aber jetzt bin selbst wieder motiviert“, fügt er hinzu.

Zumal sich Docenko sicher ist, dass die großen, auch durch unerwartete Abmeldungen entstandenen Personalsorgen der Vergangenheit angehören. „Es sieht nicht so aus, dass wir wieder mit Mühe zehn Leute zusammenkratzen müssen“, so der Coach, der aus einem personellen Reservoir von 13 bis 14 Akteuren schöpfen möchte. Mit Konrad Adamczyk, der in Hamm ein Studium aufnimmt und vom Landesligisten Schalke 04 II kommt, steht ein Neuzugang fest.

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