Basketball-Oberliga

HammStars vor Spitzenspiel gegen Iserlohn Kangaroos II

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Hoffen auf die Vorentscheidung: Michael Assor (rechts) und die HammStars wollen Iserlohn distanzieren.

Hamm - Eine Entscheidung fällt am Samstag nicht. Das weiß auch Ivan Rosic, Trainer der TuS 59 HammStars, die ab 19.30 Uhr die Iserlohn Kangaroos II zum Spitzenspiel der Basketball-Oberliga empfangen. Und doch sind die 40 Minuten des Tabellenführers gegen den Verfolger von außerordentlicher Bedeutung.

Niemand kann, niemand will das verschweigen, auch Rosic nicht. „Für beide Mannschaften gibt es hinterher eine Tendenz“, weiß der Werner. Die HammStars blieben selbst im Falle einer Niederlage mit weniger als neun Punkten Unterschied Tabellenführer. Doch die Aussicht auf eine Vorentscheidung mit dann vier Zählern Vorsprung und dem gewonnenen direkten Vergleich gegen die Sauerländer (89:81 im Hinspiel) ist mehr als verlockend. 

„Die Anspannung ist da, das ist normal“, gibt Rosic zu. Um eben diese ein wenig abzubauen, haben die Hammer in dieser Woche sogar Übungen mit einem Sportpsychologen absolviert. Eine Maßnahme, die der Mannschaft helfen soll, mit der für einige Akteure ungewohnten Drucksituation umzugehen. Denn auch die Atmosphäre in der Halle soll stimmen. „Wir wollen die Bude bis zum Anschlag voll kriegen“, unterstreicht Teammanager Frank Fabek.

Da ist es aus Sicht der HammStars ein etwas ärgerlicher Zufall, dass der Spitzenreiter ausgerechnet zum Top-Spiel in die Friedensschule umziehen muss, weil die Halle des Märkischen Gymnasiums durch eine andere Veranstaltung belegt ist. „Glücklich sind wir mit dieser Situation nicht, gerade in so einem 50:50-Spiel“, räumt Rosic ein, der vor dem Gipfeltreffen gegen die Kangaroos keine personellen Sorgen hat. 

Statt der gewohnten Plexiglaskörbe wird in der Stadtmitte auf Holzkörbe geworfen. Immerhin: Fabek wie auch der Coach dankten der Stadt dafür, dass sie kurzfristig Trainingszeiten in dem Ausweichdomizil zur Verfügung stellen konnte. „Das mildert ein wenig den Verlust der Märkischen als Heimhalle“, meint Rosic.

Gegen die TSG Dortmund-Schüren (91:53) und die VfL AstroStars Bochum III (90:51) hatten die Hammer bereits in der Friedensschule gespielt, allerdings ohne vorher dort trainiert zu haben. „Da hat man gesehen, dass wir lange gebraucht haben, bis wir unseren Rhythmus gefunden hatten“, erinnert sich der Trainer. Für Kapitän Dennis Wirtelarz darf das Hallenthema aber nicht als Ausrede herhalten: „Am Ende muss auch Iserlohn darin spielen“, sagt der 24-Jährige.

Sollte es mit dem Aufstieg klappen, wäre die 2. Regionalliga auch für ihn eine Premiere. „Wenn man sieht, wie die Saison bisher gelaufen ist, dann wäre es bei einem Sieg schon sehr realistisch, dass wir aufsteigen“, hofft Wirtelarz am Samstag auf eine Fortsetzung der imposanten Siegesserie – es wäre der 13. Erfolg in der 13. Ligapartie, hinzu kommen die Siege im WBV-Pokal. Den Gedanken an ein Scheitern lässt der Anführer der HammStars nicht zu. „Das versucht man auszublenden“, sagt er. Diese Strategie hat bisher ja ein Dutzend Mal gut funktioniert.

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