WBV-Pokal

LippeBaskets nach Sieg bei den HammStars im Pokal-Achtelfinale

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Kein Durchkommen für die Basketballer der HammStars mit Nika Assor.

Die HammStars hatten im Pokalderby gegen den Nachbarn und Ligakonkurrenten LippeBaskets Werne das Nachsehen: Nach einem 75:84 (28:41) verpassten die Basketballer des TuS 59 das Achtelfinale des WBV-Pokals.

Hamm - Während die Werner Spieler nach dem Einzug ins Achtelfinale des WBV-Pokals gemeinsam mit ihren rund 100 mitgereisten Anhängern noch ausgelassen die Humba tanzten, hatte HammStars Trainer Ivan Rosic seine Spieler bereits zu einer Aussprache in die Kabine geholt. Es bestand Redebedarf zwischen dem Coach und seinem Team nach der 75:84-Niederlage (13:24, 15:17, 17:17, 24:11, 6:15) nach Verlängerung gegen die LippeBaskets aus Werne vor 450 Zuschauern in der Sporthalle des Märkischen Gymnasiums. „Wir haben uns nicht an die Sachen gehalten, die wir vorher abgesprochen hatten”, kritisierte Rosic. Gleichzeitig nahm er aber auch sich selbst in die Pflicht. „Vielleicht hatte ich vor dem Spiel zu viele Emotionen rausgenommen. Uns fehlte drei Viertel die Leidenschaft, die Werne über das ganze Spiel gezeigt hatte. Deshalb ist der Derbysieg für Werne auch absolut verdient”, so der 47-Jährige.

Sein Gegenüber Christoph Henke sah ebenfalls einen verdienten Erfolg seiner Jungs, wenngleich er mit Hochachtung insbesondere von der ausgeprägten Fähigkeit der Hammer, Spiele kurz vor Schluss noch zu drehen, sprach: „Sie sind halt die Profis im Comeback und haben in dieser Saison bereits ganz viele Spiele nach hinten raus gewonnen.”

Ausgleich kurz vor dem Ende 

Diese ausgeprägte Tugend half den Gastgebern dieses Mal aber nicht, um die erste Pflichtspielniederlage in der laufenden Saison abzuwenden. Zwar erzwang Hamms Spielmacher und Topscorer Aaron Bowser sieben Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit mit einem Korbleger den 69:69-Ausgleich, doch in der anschließenden fünfminütigen Extrazeit bewahrten die LippeBaskets kühlen Kopf und zwangen die Hammer durch sichere Distanzwürfe und gut herausgespielte einfache Punkte unter dem Korb in die Knie. Bei Hamm hatten in dieser Phase lediglich der US-Amerikaner Bowser (insgesamt 23 Punkte) und Matija Jokic (22 Punkte) dem noch etwas entgegenzusetzen. Dies reichte aber nicht aus, da die Gäste mit großer Leidenschaft und einer geschlossenen Mannschaftsleistung über die komplette Spielzeit zu Werke gingen und den Gastgebern damit frühzeitig den Schneid abkauften.

Henke stolz auf seine junge Mannschaft

„Wir haben eine ganz junge Mannschaft, die das heute im Kollektiv gelöst hat, und darauf bin ich total stolz”, freute sich Henke zu Recht über den guten Auftritt seiner Mannschaft, bei denen Jan König mit 22 Punkten am besten traf. Rosic hingegen ärgerte sich zwar über die vergebenen Chancen in der Verlängerung, gewann dem Spiel aber dennoch Positives ab: „Für uns war es ein SuperTestspiel. Wir hätten das ohne Frage auch gerne gewonnen, aber wir richten den Blick ab sofort auf unser nächstes Meisterschaftsspiel in der Liga”, stellte Rosic seine Prioritäten klar. In der 2. Regionalliga führen die Hammer die Tabelle souverän mit sieben Siegen an und treffen dort nach dem Match in Iserlohn in zwei Wochen erneut auf Werne, um dann die entsprechenden Lehren aus der Pokalniederlage zu ziehen.

Werne übernimmt das Kommando

Die HammStars durften sich durch den ersten Korb von Bowser zum 2:0 lediglich über eine Führung im gesamten Spielverlauf freuen, anschließend übernahm Werne durch gute Verteidigungsarbeit und sichere Würfe sowohl von außen als auch in der Zone zusehends das Kommando. Die Gäste spielten ein überragendes erstes Viertel und bauten ihren Vorsprung auf elf Punkte aus, was Rosic anschließend nachdenklich machte. „Wir haben grundsätzliche diese Problematik, ins Spiel reinzukommen. Warum das so ist, weiß ich nicht”, stellte er fest und weiß, dass er und die Mannschaft an dieser Schwäche arbeiten müssen, soll es mit der Meisterschaft und dem Aufstieg in die 1. Regionalliga in dieser Saison klappen. Nachdem das zweite und dritte Viertel jeweils ausgeglichen verliefen, kam es dann vor einem mittlerweile tobenden und lautstarken Publikum zur großen Aufholjagd, die schließlich mit dem Ausgleich gekrönt wurde. Doch am Ende durften dann die LippeBaskets gmeinsam mit ihrem Anhang tanzen. „Wir freuen uns jetzt auf einen richtig lukrativen Gegner in der nächsten Runde”, zog Wernes Trainer Henke am Ende ein überaus zufriedenes Fazit.

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