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Bärenstarke Leistung: ASV Hamm-Westfalen dominiert die SG BBM Bietigheim

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Von: Günter Thomas

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Nicht zu halten: Sören Südmeier und der ASV gewannen gegen die SG BBM Bietigheim nach einer Klasseleistung.
Nicht zu halten: Sören Südmeier und der ASV gewannen gegen die SG BBM Bietigheim nach einer Klasseleistung. © Reiner Mroß/Digitalbild

Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen schwimmt weiter auf der Erfolgswelle. Nach einer bärenstarken Vorstellung bezwang das Team von Trainer Michael Lerscht vor 1202 Zuschauern die SG BBM Bietigheim mit 30:24 und schraubte ihr Punktekonto damit auf 7:3.

Tabellenachter gegen -neunter auf dem Papier - das Duell zweier hoch gehandelter Mannschaften im Kampf um die vorderen Plätze i der Einschätzung der Experten. Die Paarung ASV gegen SG hatte sportlich ihren Reiz. Zumal vor allem der ASV nach überstandener Krankheitswelle wieder mit voller Besetzung antrat.

Die Genesene, Spielmacher Sören Südmeier und Rechtsaußen Tim Wieling, die beide in den vergangenen zwei Partien ausgefallen waren, saßen aber zunächst auf der Bank - auch, weil Dani Baijens und Jan Pretzewofski zuletzt auf der ganzen Linie überzeugt hatten.

Der ASV startete, wie er zuletzt aufgehört hatte, stellte eine immens bewegliche und aufmerksame Deckung und agierte im Angriff kreativ. Die Folge: Nach acht Minuten lagen die Hausherren mit 4:1 vorn.

Bietigheims Wurf-Wunder Sven Wesseling - derzeit Zweiter der Torschützenliste - war bis zu diesem Zeitpunkt gut aus dem Spiel genommen. Für seinen ersten Treffer benötigte er einen Siebenmeter. Danach lief es allerdings für ihn. Sechs Mal traf er bis zur Pause und hatte damit entscheidenden Anteil daran, dass die Gäste den Anschluss hielten.

Mit den Treffern Nummer zwei, drei und vier war er es auch, der Bietigheim wieder auf 5:4 heranbrachte (11.). Danach verlief die Partie völlig offen. Zweimal gelang dem Liga-Neunten in der Folge auch der Ausgleich (8:8/18. und 12:12/28.). Sören Südmeier sorgte kurz vor der Pause aber noch dafür, dass der ASV mit einer knappen 13:12-Führung in die Kabine ging.

Während des Halbzeitgetränks schwebte die Frage im Raum, ob Fabian Huesmann im zweiten Durchgang zurückkehren würde. Der ASV-Kapitän war kurz zuvor umgeknickt und humpelte nach kurzer Behandlung vom Feld. Kurz darauf gab es die Gewissheit: Verletzung am Innenband im Knöchel, das Team musste ohne ihn weitermachen - was gleichzeitig die Chance für Alexander Reimann bedeutete, sich auszuzeichnen.

Doch auch ohne den Kapitän erwischten die Hammer nach der Pause wieder einen guten Start - und nach genau 36 Minuten durfte auch Reimann das erste Mal jubeln, als er einen Tempogegenstoß zum 17:14 verwandelte. Knapp zwei Minuten hatten die Gastgeber erneut einen Angriff abgefangen und Reimann auf die Reise geschickt, der erneut traf. Es stand 18:14, der Vorsprung war so hoch, wie bisher in der gesamten Partie noch nicht, und Bietigheims Coach Iker Romero nahm prompt seine zweite Auszeit.

Nutzte aber nichts. Denn Marian Orlowski legte gleich noch zwei Treffer nach - der Vorsprung war auf komfortable sechs Tore angewachsen (20:14/40.). Und auch bei der nächsten Auszeit der Gäste, die Romero acht Minuten später nahm, hatte dieser Vorsprung wieder Bestand (23:17).

Der Vorsprung wuchs noch auf sieben Treffer an - und auch in der Schlussphase, als die Gäste auf offene Manndeckung umstellten, geriet der Sieg nicht mehr in Gefahr.

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