Aufstiegsverzicht: TuS Uentrop will erst 2017 in die 1. Liga

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Nadine Sillus wird mit dem TuS Uentrop auch nächste Saison in der 2. Liga spielen.

Hamm - Am Samstag Verfolger MTV Tostedt, am Sonntag Schlusslicht TSV Langstadt – für die Tischtennis-Spielerinnen des TuS Uentrop soll der Heimspiel-Doppelschlag am kommenden Wochenende ein weiterer Schritt zur Meisterschaft in der 2. Bundesliga sein. Nur noch Meisterschaft. Um die 1. Liga geht es für den Spitzenreiter nicht mehr: Der Verein wird auf das Aufstiegsrecht verzichten.

„Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht. Aber wir waren mit der Planung zu spät dran“, räumte TuS-Urgestein Willi Lehmköster ein. „Spielerinnen, die wir gern verpflichtet hätten, waren bereits vertraglich gebunden. Und wir wollen nicht einfach irgendeine Akteurin aus dem Ausland einfliegen, bei der wir nicht sicher sein können, dass sie menschlich passt. Dann hätten wir vielleicht eine Mannschaft, die keine ist. Das wollen wir nicht, das ist uns zu riskant. Wir haben jetzt ein Superteam. Mit den Spielerinnen möchten wir gerne nächste Saison weitermachen“, so Lehmköster.

Ein Verzicht ist nicht unüblich. In den vergangenen Jahren war das Nein zur 1. Liga eher Regel denn Ausnahme. Uentrops Entscheidung soll keine grundsätzliche sein. Im Gegenteil: In die nächste Saison 2016/17 wird der Verein erstmals mit der offiziellen Zielsetzung „Aufstieg“ gehen. Nur soll es dann ein sorgsam geplanter sein und kein Abenteuer mit ungewissem Ausgang. „Wir wollen Planungssicherheit für mehr als eine Saison“, sagte Lehmköster. Am Geld soll das Vorhaben nicht scheitern. Der Club befindet sich in aussichtsreichen Gesprächen mit Sponsoren.

„Als wir das jetzige Team zusammengestellt haben, ging es uns primär darum, nicht durch personelle Engpässe wieder in den Abstiegskampf zu rutschen“, blickte Lehmköster zurück. „Als wir später die Aufstellungen der Konkurrenz gesehen haben, dachten wir schon, dass wir oben mitspielen können. Wir hätten uns nach dem hervorragenden Saisonstart aber schon früher um das Finanzielle kümmern müssen“, meinte er. Das tut der Club nun für die nächste Spielzeit.

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