Handball

ASV Hamm-Westfalen stellt Weichen für die Zukunft und bezwingt den TSV Bayer Dormagen

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Sah Rot - und bleibt zwei weitere Jahre beim ASV: Jan Brosch.

Update - Puh, das war eng: Die letzten Minuten hielten die 1810 Zuschauer in der Westpress Arena nur noch im Stehen aus. Am Ende war der Jubel ohrenbetäubend. Mit 32:29 (17:15) setzte sich Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen im Spiel gegen den Tabellensechsten TSV Bayer Dormagen durch und zog damit in der Tabelle mit Spitzenreiter Tusem Essen und dem Ligazweiten HSC Coburg nach Punkten gleich.

Hamm - Das schönste Adventsgeschenk hatte sich Franz Dressel schon vor der Partie gemacht. "Wir haben die Verträge mit vier Spielern verlängert", sagte der ASV-Geschäftsführer und bestätigte damit, dass Torhüter Felix Storbeck, Kreisläufer Jan Brosch, Markus Fuchs (Rückraum links) und Sören Südmeier (Rückraum Mitte) jeweils einen Vertrag für weitere zwei Jahre bis zum Sommer 2022 beim Hammer Handball-Zweitligisten unterzeichnet haben. "Es war mir wichtig, mit diesen Leistungsträgern unserer Mannschaft frühzeitig Klarheit zu haben", so Dressel. "Damit steht die Achse Torhüter, Innenblock, Rückraum Mitte schon einmal." 

Das Spiel war gerade zehn Minuten alt, als die Schiedsrichter mit einer umstrittenen Entscheidung dafür sorgten, dass die taktischen Planspiele von ASV-Trainer Kay Rothenpieler früh überdacht werden mussten. Nach einer Abwehraktion von Jan Brosch gegen Dormagens Ante Grbavac ging der Rückraumakteur der Gäste zu Boden, und der Unparteiische Niels Wienrich zückte die Rote Karte gegen den Hammer Innenblocker. Brosch musste fortan von der Tribüne aus verfolgen, wie seine Kollegen eine Trotzreaktion zeigten. Binnen fünf Minuten machten sie aus dem 5:5 (10.) einen 10:6-Vorsprung. Eine Vorentscheidung war das aber nicht. Denn der TSV hielt dagegen und war vier Minuten später wieder auf 10:9 herangekommen. 

Dormagen lässt sich nicht abschütteln

Und selbst, als sich die Hammer danach erneut bis auf 16:11 absetzten, ließ sich Dormagen nicht abschütteln. Vier Tore in Folge - vor allem, weil Keeper Sven Bartmann einen sehr starken Tag erwischt hatte -, und es hieß kurz vor der Halbzeit nur noch 16:15. Gut für die Gastgeber, dass Sören Südmeier gedankenschnell per Schlagwurf mit der Pausensirene zumindest einen 17:15-Vorsprung in die Kabine rettete.    

Auch im zweiten Durchgang bekamen die Zuschauer eine umkämpfte Partie zu sehen, in der sich die Hammer zwar wieder auf vier Tore absetzten, sich ihrer Führung aber nie sicher sein durften, weil Dormagen nicht nachließ und jede ASV-Schwäche sofort nutzte. Nach 43 Minuten hatte der TSV ausgeglichen (23:23) - auch, weil Hamm ständig in Unterzahl agierte. 

Wieder setzte sich Hamm auf drei Treffer ab (27:24/48.). Doch es blieb spannend bis zum Schluss. 90 Sekunden vor dem Ende nahm Rothenpieler seine letzte Auszeit - Spielstand 31:29 - und als kurz danach Marten Franke zum 32:29 einnetzte, war die Partie entschieden. 

 

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