Fußball

Heessener nehmen das kleine Geschenk gerne an

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Dürfen sich über den Aufstieg freuen: Heessens Georgios Gkikas (links) und Spielertrainer Rouven Meschede.

Als aktueller Spitzenreiter der Kreisliga A sehen sich Trainer und Verantwortliche des SVE Heessen als verdienter Aufsteiger zur Bezirksliga an.

Hamm - Knallende Sektkorken, volle Weizenbiergläser, die nach dem entscheidenden Saisonsieg über Trainern ausgeschüttet werden, bierselige Gesänge und La-Ola-Welle mit den Fans: All das wird es beim SVE Heessen nicht geben. Aufstieg fühlt sich irgendwie anders an. Die Freude darüber, dass der SVE als Meister der Kreisliga A (1) in die Bezirksliga zurückkehren wird, ist bei den Verantwortlichen dennoch groß. Zumal sich die Heessener nicht wirklich sicher waren, wie die Entscheidung des Verbands ausfallen würde. 

„Bei allem, was man im Internet liest, hätte ich nicht gesagt, dass es ein sicheres Ding ist. Letztlich musst du es so hinnehmen, wie es entschieden wird“, sagt Spielertrainer Rouven Meschede. Und SVE-Fußball-Abteilungsleiter Jens Heusener ergänzt, dass „wir es gehofft haben und es für uns die logische Konsequenz ist, so zu entscheiden. Allen Recht machen wirst du es ja nicht können. Aber die Saison zu annullieren, wäre echt nicht fair gewesen.“

 Dass es durch den vorzeitigen Saisonabbruch nun nicht mehr zu einer Aufstiegs-Entscheidung auf dem Platz kommen wird, kann Meschede verkraften. „Klar hätten wir gerne weiter gespielt und es auf sportlichem Weg geschafft“, sagt er. „Aber das kleine Geschenk nehme ich gerne an – zumal wir in der vergangenen Saison in der Relegation viel Pech gehabt haben und in dieser ziemlich souverän aufgetreten sind. Daher finde ich es verdient, dass wir jetzt aufsteigen werden.“ In 18 Partien haben die Heessener bei zwei Unentschieden nur einmal als Verlierer den Platz verlassen. 

Einziger aussichtsreicher Konkurrent war der VfL Mark, der mit fünf Zählern Rückstand in der Tabelle ebenfalls noch auf den Aufstieg geschielt hat. „Es tut mir leid für den VfL und Trainer Kevin Schulzki, mit dem ich früher schon einmal zusammen gespielt habe“, sagt Meschede. „Aber selbst, wenn eine Quotientenregel oder die Hinrunde für die Bewertung zugrunde gelegt werden, sind wir ja auch Erster.“ 

Da die Kaderplanung bereits so gut wie abgeschlossen ist, können die Heessener den Aufstieg nun erst einmal in Ruhe genießen. „Man glaubt gar nicht, was da abging, als ich die Nachricht in unsere Spieler-WhatsApp-Gruppe gepostet habe“, ist sich Heusener sicher, dass der eine oder andere zuhause einen Sekt köpfen wird. Und auch über eine gemeinsame Feier denkt der Abteilungsleiter bereits nach: „Wir hoffen, dass wir uns in den nächsten Tagen – von mir aus mit Abstand – einmal im Stadion treffen und uns wenigstens zuprosten dürfen.“

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