Aufstieg abgehakt: Rhynern verliert 0:3 in Aplerbeck

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Lennard Kleine – hier im Laufduell mit Dino Dzaferoski – vergab vor der Pause zwei große Chancen.

DORTMUND - Acht Partien sind in dieser Spielzeit für den SV Westfalia Rhynern noch zu absolvieren. Doch am Sonntagnachmittag hat Björn Mehnert, Trainer des Fußball-Oberligisten vom Papenloh, die Aufstiegsmöglichkeiten seines Team bereits für beendet erklärt, will von einem möglichen Sprung in die Regionalliga nichts mehr wissen.

Von Patrick Droste

„Das Thema ist abgehakt“, stellte der Coach nach der klaren und verdienten 0:3 (0:2)-Niederlage beim ASC 09 Dortmund ernüchtert fest, nachdem er vor etwas mehr als zwei Wochen nach dem 2:1-Erfolg über den damaligen Spitzenreiter RW Ahlen noch betont hatte: „Wir wollen das Ding.“

Im Waldstadion in Aplerbeck kassierte die Westfalia – das 1:2 im Pokalhalbfinale gegen die Hammer SpVg eingerechnet – bereits die vierte Niederlage in Folge und rutschte in der Tabelle auf den fünften Platz ab. Entsprechend groß war der Frust im Tross der Rhyneraner. „Das war ein katastrophaler Auftritt von uns“, wetterte Mannschaftskapitän Dustin Wurst. Und Mehnert fügte zerknirscht hinzu: „Ich bin maßlos enttäuscht. Wenn man so spielt wie wir ab der 30. oder 35. Minute, dann gewinnt man in dieser Liga kein einziges Spiel. Die Jungs sollen aufhören zu erzählen und zu träumen, sondern sich wieder aufs Fußballspielen konzentrieren.“

Von Beginn an wirkten die Gäste gehemmt, zurückhalten und viel zu passiv. Die logische Folge war bereits nach 14 Minuten der 0:1-Rückstand. Seelenruhig hatte Timo Schwarz mit Simon Rudnik Doppelpass gespielt und aus 17 Metern ungehindert ins Rhyneraner Tor getroffen. Als sich die Westfalia dann ein wenig aufraffte, kam sie auch innerhalb einer Minute zu zwei Chancen. Bei der ersten Möglichkeit hatte Lennard Kleine sogar schon ASC-Keeper Jan Held ausgespielt, traf aber nur den Außenpfosten (35.). Bei der zweiten eilte er alleine auf den Dortmunder Torsteher zu, scheiterte aber an Held (26.). „Das waren 100-prozentige Chancen. Da muss man einfach ein Tor machen“, meckerte Mehnert später. „Aber wenn man die nicht reinmacht, darf man sich nicht beklagen, wenn beim Gegner der zweite Ball reingeht.“ Als die Rhyneraner anschließend wieder das Fußballspielen einstellten, fast alle Zweikämpfe verweigerten und meist teilnahmslos zuschauten, schnappte sich Schwarz erneut das Leder, zog wieder von der Strafraumgrenze ab und markierte das 0:2 (40.).

Nach dem Wechsel änderte Mehnert zwar das System, ließ Philipp Hanke als zweite Spitze neben Kleine agieren, doch an der Leistung der Gäste änderte sich nichts. Nachdem Kleine per Kopf auch seine dritte Großmöglichkeit ungenutzt gelassen hatte (49.), machte Schwarz per Konter mit dem 0:3 alles klar (70.) – und sorgte endgültig dafür, dass die Rhyneraner wenig später aufgrund des strömenden Regens wie begossene Pudel vom Feld schlichen und von ihrem Trainer noch eine Breitseite verpasst bekamen. „Jeder Einzelne soll sich jetzt mal hinterfragen, ob er konstant in der Oberliga spielen kann“, sagte Mehnert – und macht sich auf den Weg nach Hause.

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