Handball

Aue ist für den ASV Hamm-Westfalen eine „knifflige Aufgabe“

Michael Lerscht als Trainer des ASV Hamm-Westfalen.
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ASV-Trainer Michael Lerscht hofft auf den zweiten Heimsieg.

Die Zweitliga-Handballer des ASV Hamm-Westfalen empfangen am Sonntag den EHV Aue zum zweiten Heimspiel der Saison (17 Uhr, Westpress Arena).

Hamm - Beide Teams starteten mit Niederlagen gegen den Bundesliga-Absteiger und Top-Favoriten Tusem Essen, gewannen aber das jeweils andere Spiel umkämpft – der EHV mit 26:24 beim VfL Lübeck-Schwartau, der ASV mit 24:22 daheim gegen Bayer Dormagen. Auch in der vergangenen Saison bewegten sich beide Teams auf Augenhöhe und spielten jeweils remis (26:26, 27:27).

„Aber bitte, welches Spiel in dieser Liga ist nicht auf Augenhöhe?“, fragt ASV-Trainer Michael Lerscht rhetorisch – wobei das Hinspiel der vergangenen Saison in Sachsen enorm an den Auftritt vom vergangenen Wochenende in Essen erinnert, wo Lerschts Team mit 1:11 in Rückstand geraten war, die folgende Aufholjagd aber nicht belohnt wurde. Auch in Aue lag Hamm nach 15 Minuten mit 1:10 zurück, holte durch ein Tor von Jan Brosch vier Sekunden vor dem Ende aber noch den Punkt. Im Rückspiel fiel der Ausgleich ebenfalls vier Sekunden vor dem Ende durch Adrian Kammlodt – weil Brosch kurz zuvor eine Zeitstrafe kassiert hatte.

Der Hammer Kreisläufer könnte auch am Sonntag zu einem – möglichst aus Sicht der Gastgeber – entscheidenden Faktor werden, da seine Rückkehr nach der Knieverletzung aus dem Dormagen-Spiel in Aussicht steht. „Er hat ein bisschen trainiert, aber ich weiß es selber noch nicht. Wir werden das kurzfristig entscheiden“, dämpfte Lerscht am Freitag zu hohe Erwartungen. Ansonsten ist das Hammer Aufgebot für Sonntag komplett.

Lerscht sieht einen gut aufgestellten Auer Kader

Dass der Erzgebirgische Handballverein in der vergangenen Saison Platz fünf belegte, komme nicht von ungefähr, sagt Lerscht: „Großer Kampfgeist gepaart mit handballerischer Qualität – der EHV macht immer weiter, kämpft immer bis zum Letzten.“ Und weil die Sachsen ihren Kader aus der vergangenen Saison beisammen gehalten haben, wird sich daran auch in der neuen Spielzeit unter Trainer Stephan Swat nichts ändern.

„Eine knifflige Aufgabe“, sagt Lerscht. Beachtung verdienen die Rückraumkräfte Adrian Kammlodt (links) und Arnar Birkir Halfdansson (rechts) sowie der routinierte Kreisläufer Bengt Bornhorn. Zudem war Torhüter Erik Töpfer der entscheidende Mann beim Sieg in Lübeck. „Man sollte Aue aber nicht auf diese Spieler reduzieren. Der gesamte Kader ist sehr gut aufgestellt“, sagt Lerscht – und verweist auch auf die Auer Deckung: „Sie spielen unterschiedliche Systeme, sind im 5-1 oder im 6-0 gleichermaßen stabil.“

Leidenschaft aus zweiter Hälfte in Essen als Maßstab

Ansonsten, sagt der ASV-Trainer, „freuen wir uns auf unser zweites Heimspiel und unsere Fans – wir werden Leidenschaft an den Tag legen“. Eine Leidenschaft, wie sie in Essen fast noch zu einer Wende geführt hätte. An diese zweite Halbzeit will Lerscht mit seinem Team anknüpfen. „Eine gute Deckung, gute Torhüter und schnelles Tempospiel“, heißt das Erfolgsrezept – sofern es umgesetzt werden kann.

Einlass

Die Arena ist am Sonntag ab 15.30 Uhr geöffnet. Karten gibt es auch an der Tageskasse. Der Zutritt erfolgt nach der 3G-Richtlinie. Bis zum Platz muss zudem eine entsprechende Maske getragen werden.

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