Auch der VfL Mark nimmt das Training wieder auf

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Marco Strier ▪

HAMM ▪ Die endgültige Entscheidung, ob das Aufstiegsspiel zwischen dem TSC Hamm und dem VfL Mark am 4. Juli tatsächlich stattfindet, wird erst einen Tag vor dem Duell fallen. Dennoch laufen die Vorbereitungen auf diese Partie, die auf dem Kunstrasenplatz des TuS Wiescherhöfen stattfinden soll, bei beiden Teams auf Hochtouren.

„Zuerst waren wir alle total baff. Aber jetzt sind wir bis in die Haarspitzen motiviert“, sagt TSC-Trainer Erdal Akyüz. Und Jörg Wedekind, der 1. Vorsitzende des VfL, meint: „Wir werden bestens vorbereitet sein, dem TSC ein angenehmes Spiel ermöglichen und in die Bezirksliga aufsteigen.“

Der Grund für die Begegnung zwischen den beiden punktgleichen Zweiten und Dritten der Kreisliga A ist die mögliche Manipulation im Meisterschaftsrennen am letzten Spieltag, als sich Tabellenführer IG Bönen den 4:0-Erfolg bei Gurbert Spor Bergkamen und damit die Meiterschaft erkauft haben soll (der WA berichtete). Ob die Partie tatsächlich angepfiffen wird, wird sich am 3. Juli entscheiden, wenn der Fall vor der Kreisspruchkammer verhandelt wird. „Der Termin des Spiels ist okay. Aber die Wahl des Spielorts finde ich äußerst unglücklich“, meint Wedekind, der davon ausgeht, dass zahlreiche Hammer Fußballfans die Partie an der Wielandstraße verfolgen werden, und daher befürchtet, dass die Sportanlage des TuS Wiescherhöfen zu klein sein wird.

Die Verantwortlichen des Bezirksligisten geben sich jedoch entspannt. „Ich rechne mit 300 bis 400 Zuschauern“, sagt der TuS-Vorsitzende Manfred Roland. „Und sollten es mehr werden, würde ich mich freuen. Von den Parkplätzen würde es vielleicht etwas schwierig werden, aber auf der Anlage nicht. Da passen genug Leute hin. Wir werden das entsprechend organisieren. Wir werden das schon hinbekommen.“

Unabhängig von den äußeren Umständen der Partie bereiten sich beide Teams bereits auf dieses Entscheidungsspiel vor. Erdal Akyüz hatte am Freitagnachmittag per SMS alle Akteure informiert und am Abend das erste Training angesetzt. „Eigentlich hatten wir die Saison ja schon abgehakt und uns in die Sommerpause verabschiedet. Daher haben einige meiner Spieler diese Info zuerst auch nicht ernst genommen und gedacht, ich würde sie veräppeln. Aber ich habe dann schnell gemerkt, dass der Akku bei den Jungs sofort wieder bei 100 Prozent war“, sagt der TSC-Trainer. „Denn wir wollen unbedingt diese Chance auf den Aufstieg in die Bezirksliga wahrnehmen. Zwar ist das eine traurige Geschichte, die da passiert ist. Da weiß man eigentlich gar nicht, ob man sich freuen soll. Aber rein fußballerisch ist das für uns wie ein Sechser im Lotto mit Zusatzzahl. “

Auch der VfL Mark hat das Training wieder aufgenommen. Montagabend hatte Wedekind die Mannschaft um 19 Uhr zusammengerufen, um die Akteure über den aktuellen Stand der Ereignisse zu informieren. Anschließend fand dann die erste Übungseinheit statt – allerdings nicht unter der Leitung von Marco Strier, der noch bis zum 30. Juni in der Mark unter Vertrag steht, sondern unter der Regie von seinem Nachfolger Djalil Janzen. „Marco ist zurzeit noch im Urlaub. Wenn er wieder da ist, sollen er und Djalil das unter sich regeln. Aber wir wollen es Marco auf keinen Fall verwehren, dass er seine Lorbeeren erntet“, erklärt Wedekind angesichts der Tatsache, dass Strier in der kommenden Saison den TuS Uentrop betreuen wird und dass bereits ein neuer Coach die Planungen beim VfL vorantreibt. Glücklich ist Wedekind vor allem darüber, dass am 4. Juli die Akteure, die am morgigen Mittwoch zusammen zur Mannschaftsfahrt nach Mallorca fliegen, wieder da sind. Und dass auch die Spieler zum Einsatz kommen können, die den VfL nach dieser Saison verlassen werden. „Wir gehen die Sache voll an“, sagt Wedekind.

Ob die Partie aber tatsächlich stattfindet, wird sich noch zeigen. Auch ob der Sieger des Entscheidungsspiels wirklich in die Bezirksliga aufsteigen wird, steht noch in den Sternen. Denn sollte die IG Bönen am kommenden Dienstag als Verlierer aus der Verhandlung gehen, hat der Verein ja noch die Möglichkeit, weitere Instanzen anzurufen.

Das für Montag geplante Treffen zwischen Gurbet-Spor-Chef Adnan Göleli und Eberhard Petri, dem Vorsitzenden der Kreisspruchkammer, fand übrigens nicht statt. ▪ –pad–

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