Eishockey

Auch die Eisbären votieren für einen späteren Saisonstart in der Oberliga

Eishockey
+
Eisbären-Coach Ralf Hoja wird seine Spieler später als ursprünglich geplant um sich versammeln können.

Auch die Hammer Eisbären haben für einen späteren Start in der Eishockey-Oberliga votiert

Hamm - Für die Verantwortlichen des Eishockey-Oberligisten Hammer Eisbären war es eine klare Sache. „Wir haben auch dafür gestimmt“, sagt Geschäftsführer Jan Koch und bestätigte, dass er und seine Mitstreiter für eine Verlegung des Oberliga-Starts vom 16./17. Oktober auf den 6. November votiert hatten. In der Online-Umfrage des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) hatten sich am Donnerstag 75 Prozent der Vereine für die Verschiebung ausgesprochen.

Der DEB trägt laut einer Pressemitteilung damit den Auswirkungen der Corona-Pandemie Rechnung und will dafür sorgen, dass die Vereine „nur unter den veränderten Gegebenheiten mit diesem neuen Termin eine angemessene Vorbereitung auf die bevorstehende Spielzeit gewährleistet sehen“. Denn nach der politischen Entscheidung vom vergangenen Dienstag, dass die Saison nun mit einer gewissen Zuschauermenge absolviert werden kann, erfordert dies mehr Zeit für die Vereine, um ihre Hygienekonzepte entsprechend anzupassen. „Wir haben da organisatorisch eine Menge zu erledigen“, betont Koch. „Denn wenn es dienstags eine politische Entscheidung gibt, können die Vereine das nicht innerhalb von zwei Tagen umsetzen.“

Die Eisbären werden einen entsprechenden Plan entwickeln und diesen mit der Stadt in den nächsten Tagen abstimmen. „Wir haben immer gesagt, dass wir Zuschauer brauchen. Wir wollen eine Saison spielen, bei der wir auch am Ende noch dastehen und nicht vorher die Biege machen müssen“, stellt der Eisbären-Manager klar. Mindestens 500 Zuschauer benötigen die Hammer, um die Spielzeit finanziell stemmen zu können. Sollten es nach der Absprache mehr Fans sein, die die Eisbären-Spiele verfolgen, wäre es für Koch und Co. umso besser: „Mehr ist immer gut.“

Allerdings soll dies alles „realistisch und vernünftig sein, denn die Gesundheit der Zuschauer steht an erster Stelle. Wir halten uns an die Verordnung, werden jetzt schauen, wie wir das für den Steh- und den Sitzplatzbereich umsetzen können“, so Koch. Wie hoch dabei die anvisierte Wunschzahl an Zuschauern ist, will er aktuell nicht sagen. „Letztlich geht es in dieser Saison nur um das Überleben.“

Neben einem an die aktuellen Vorgaben angepassten Hygienekonzept müssen sich die Eisbären-Verantwortlichen auch um die Beschaffung des Materials kümmern. „Hätte es einen zweiten Lockdown und damit keine Saison gegeben, hätten wir hier eine Menge Material herumliegen, das wir gar nicht benötigen. So werden wir das jetzt ordern – und das dauert eben ein bisschen, zumal viele Sachen auch individuell hergestellt werden müssen. Wir sind nun mal ein Wirtschaftsunternehmen. Und bei einer unklaren Situation hält man da die Kosten zusammen“, erklärt Koch, für den die Verlegung des Saisonstarts alternativlos war.

Aufgrund der Tatsache, dass die neue Spielzeit erst im November beginnen wird, werden die Verträge mit den Spielern der Hammer Eisbären später anlaufen. Dies bedeutet aber auch gleichzeitig, dass die beiden für das letzte Wochenende im September geplanten Testspiele gegen die Moskitos Essen nicht stattfinden werden.

Der Verband bastelt derweil an einem neuen Spielplan. Der ursprünglich avisierte Rahmenterminkalender für die höchsten DEB-Spielklassen erfordert durch die Verschiebung des Saisonstarts eine entsprechende Anpassung. Der neue Spielplan soll in den kommenden Tagen abgestimmt und konzipiert werden, so dass er dann aller Voraussicht nach in der ersten Oktoberwoche veröffentlicht werden kann. Allerdings weist der DEB in seinem Schreiben darauf hin, dass „behördliche Entscheidungen auf lokaler Ebene hinsichtlich der Zulassung von Zuschauern gleichwohl weiterhin eine maßgebliche Rolle spielen“.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare