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ASV zweiter Sieger gegen Heinevetter und den TVB Stuttgart

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Von: Günter Thomas

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Warm up in der Porsche Arena: Die ASV-Spieler.
Warm up in der Porsche Arena: Die ASV-Spieler. © Lars Neumann

Keine Punkte im Kellerduell der Handball-Bundesliga beim TVB Stuttgart für den ASV Hamm-Westfalen: Der Aufsteiger unterlag beim Tabellennachbarn mit 20:29 (9:15) in einem Spiel, dem ein Mann seinen Stempel aufdrückte: TVG-Torhüter Silvio Heinevetter, der vor über 4100 Zuschauern in der Stuttgarter Porsche-Arena auf einen Fabelwert von über 50 Prozent gehaltener Bälle kam..

Stuttgart – Vier Punkte hatten die Stuttgarter bisher in der laufenden Saison eingefahren, zwei die Gäste – entsprechend wurde die Partie gegen den ASV zum Muss-Spiel ausgerufen. Ein Sieg gegen den Aufsteiger sollte das Polster zu den Abstiegsrängen ein wenig komfortabler gestalten.

Genau einmal führten die Gäste im Kellerduell – beim 0:1, das Marian Orlowski in der ersten Minute erzielte. Danach war es vor allem ein Mann, der dieser Partie seinen Stempel aufdrückte: Silvio Heinevetter. Schon beim ersten Orlowski-Wurf hatte er zunächst pariert, ehe der Hammer den Abpraller im Tor unterbrachte – danach sorgte er mit seinen Paraden dafür, dass die Gäste innerlich verzweifelten. Allein im ersten Durchgang hielt er 13 Bälle – darunter zwei Siebenmeter – und sorgte damit fast im Alleingang dafür, dass sein Team am Ende als Sieger aus der Halle ging.

Seine Vorderleute hatten dagegen deutlich mehr Mühe mit dem Aufsteiger, der sich einige Schachzüge ausgedacht hatte, um die Gastgeber zu überraschen. So begann Linksaußen Alexander Schulze in der Deckung neben seinem Positionskollegen Fabian Huesmann auf der Halbposition, um dort die Kreise von TVB-Akteur Jerome Müller einzugrenzen. Was meist gut gelang. Defensivspezialist Markus Fuchs zog sich verletzungsbedingt erst gar nicht um, Innenblocker Stefan Bauer blieb dagegen zunächst auf der Bank, nachdem er am Mittwoch noch aus Krankheitsgründen das Pokalspiel beim Drittligisten TuS Vinnhorst verpasst hatte. Im Innenblock begannen so Benjamin Meschke und Mait Patrail, die aber auch nicht verhindern konnten, dass sich Stuttgart bis zur 13. Minute einen 9:5-Vorsprung erarbeitete.

Beste Phase Mitte des ersten Durchgangs

Lerscht reagierte, brachte nun Bauer. Und danach begann die beste Phase der Gäste im ersten Durchgang. Zwar vergab Fabian Huesmann zunächst noch einen Tempogegenstoß im Duell gegen Heinevetter. Anschließend startete der ASV aber einen 4:1-Lauf zum 9:10-Anschluss (22.). Savvas Savvas hatte sogar den Ausgleich auf der Hand, scheiterte aber an – na klar – Heinevetter.

Eine entscheidende Szene, denn in der Folge bekamen die Gastgeber wieder Oberwasser. Hamm erarbeitete sich zwar weiterhin seine Möglichkeiten, Endstation war aber immer wieder der 38-jährige Ex-Nationaltorhüter zwischen den Pfosten der Stuttgarter. Die nutzten auf der anderen Seite ihre Chancen eiskalt, erzielten Treffer um Treffer und erspielten sich in den verbleibenden acht Minuten bis zur Pause eine komfortablen 15:9-Führung – und verkrafteten dabei selbst den verletzungsbedingten Ausfall ihres schwedischen Kreisläufers Oscar Bergendahl – immerhin bei der letzten EM zum besten Abwehrspieler des Turniers gewählt. Das Spiel schien entschieden.

Mit einer offensiveren 5:1-Deckung, in der Schulze den vorderen Part übernahm, kamen die Hammer aus der Kabine – der Rückstand blieb allerdings auch in den nächsten Minuten stabil. Als Schulze und Marian Orlowski dann per Doppelschlag zum 14:18 verkürzten, flammte noch einmal ein Funke Hoffnung auf (38.).

Und der ASV blieb im Rennen, spielte konzentriert weiter und schaffte es, den Rückstand noch einmal auf drei Tore zu verkürzen (17:20/43.). Drei Treffer durch die Gastgeber und zwei Heinevetter-Paraden später, war der Pausen-Abstand wieder hergestellt (23:17/50.). Und das Spiel entschieden.

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