Handball

ASV-Trainer Michael Lerscht vor der Premiere - vor leeren Rängen

Endlich vor der Testspiel-Premiere: Michael Lerscht, Trainer des ASV Hamm-Westfalen.
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Endlich vor der Testspiel-Premiere: Michael Lerscht, Trainer des ASV Hamm-Westfalen.

An diesem Freitag trifft Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen auf den Bergischen HC. Für Trainer Michael Lerscht ist es die Testspiel-Premiere.

Hamm - Die Testspiel-Premiere von Michael Lerscht hätte an diesem Samstag ursprünglich ausgerechnet bei seinem Ex-Klub TuS Ferndorf stattfinden sollen. Kurzfristig wird der neue Trainer des ASV Hamm-Westfalen aber schon an diesem Freitag sein Debüt geben. Der Handball-Zweitligist empfängt den erstklassigen Bergischen HC in der Westpress-Arena (17 Uhr) – Corona bedingt allerdings vor leeren Rängen.

„Das kam auch für uns überraschend“, sagt Lerscht. „BHC-Trainer Sebastian Hinz hat mich kontaktiert. Mir passt der zusätzliche Test gut. Für Erst- und Zweitligisten ist es gerade nicht so einfach Gegner zu finden, deren Spieler regelmäßig auf das Coronavirus getestet werden.“ Mit dem Doppel-Test erwartet die ASV-Akteure auf dem Papier ein intensives Programm. Das wäre laut Lerscht aber auch ohne die zusätzliche Begegnung auf sie zugekommen. „Die Alternative wäre eine harte Trainingseinheit gewesen. Wir werden am Freitag zudem vormittags noch im Aktivita tätig sein, kommen also aus dem vollen Training.“ Die Vorfreude seiner Spieler schmälert das aber nicht: „Die Jungs sind heiß auf den Wettkampf. Es ist einfach schön, wieder spielen zu können.“

Vor neun Monaten den Vertrag unterschrieben

Diese Vorfreude spürt auch der Trainer selbst. Im November vergangenen Jahres, vor mittlerweile neun Monaten, hat er beim ASV den Vertrag unterschrieben und ist als Nachfolger von Kay Rothenpieler vorgestellt worden. „Für mich war das ein ungewöhnlich langer Weg bis zum ersten Spiel“, weiß der Trainer. „So ein Debüt ist ja nicht alltäglich. Umso besser, dass es jetzt so weit ist.“

Und doch wird etwas anders sein, als es Lerscht aus seinen bisherigen Auftritten als Zweitliga-Coach gewohnt war. Denn der ASV wird den Vergleich mit Erstligist Bergischer HC – genau wie die noch anstehenden Partien in den kommenden Wochen – vor leeren Rängen bestreiten müssen. „Wir hätten unsere Fans unfassbar gerne in der Halle“, sagt Lerscht, der darauf hofft, tatsächlich mit dem Heimspiel am 2. Oktober gegen den TV Emsdetten in die neue Spielzeit starten zu dürfen: „Solange nichts Gegenteiliges beschlossen wird, gehe ich als Trainer davon aus und bereite die Mannschaft entsprechend vor. Alles andere können wir nicht beeinflussen.“

Fehlen ausgerechnet gegen Emsdetten die Zuschauer?

 Gerade im Duell mit Emsdetten sei es für Team und Anhänger wichtig, das Spiel gemeinsam bestreiten zu dürfen. „Wir werden das aber nun so annehmen müssen. Jetzt ist es unsere Aufgabe, uns in den Vorbereitungsspielen ohne Zuschauer schon so emotionalisieren zu können, dass das auch für Punktspiele funktioniert.“ Wohlwissend, dass „Geisterspiele“ auch im Handball einen anderen Charakter haben werden: „Die Kommunikation unter den Spielern und auch zwischen Trainer und Mannschaft wird man gänzlich anders wahrnehmen. Es ist nicht damit zu vergleichen, wenn über 2000 Fans in der Halle sind.“

Auch wenn die Unterstützung von den Rängen fehlen sollte – körperlich sieht Lerscht seine Mannschaft auf einem guten Weg für den geplanten Saisonstart in fünf Wochen. „Die Jungs haben in der Zeit, in der wir nicht gemeinsam trainieren durften, gut gearbeitet. So haben wir im Anschluss auf einer vernünftigen Basis aufbauen können.“ Seit vier Wochen ist der Handballtrainer nun auch im persönlichen Kontakt für seine Mannen verantwortlich.

Zuletzt stand die 6:0-Abwehr im Fokus

„Natürlich sind wir da auch noch im Kennenlernprozess, finden heraus, wie der andere tickt. Aber dieser Prozess wird ja auch nie abgeschlossen“, sagt Lerscht, der zuletzt vor allem an der Defensive feilte. „Wir haben unsere 6:0-Abwehr in den Fokus genommen. Der BHC und Ferndorf werden Gradmesser sein, wie die Arbeit gefruchtet hat.“ Umso besser, dass der ASV-Coach für diesen Test auf das nahezu komplette Personal zurückgreifen kann. Einzig Sören Südmeier wird aufgrund von Schulterproblemen aussetzen.

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