ASV-Torhüter in Dänemark

Tomas Mrkva ist mit Tschechien bei der EM

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Tomas Mrkva im Einsatz: Gegen Österreich verlor der ASV-Torhüter mit Tschechien.

HAMM - Nein, als Tourist ist Tomas Mrkva nicht nach Dänemark gekommen. Allzu einladend ist die 47000-Einwohner-Stadt Herning in Midtjylland, in der der Torhüter des Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen sein Quartier bezogen hat, momentan auch nicht. Temperaturen um den Nullpunkt und leichter Schneefall begleiten Mrkva.

„Aber das ist nicht so wichtig“, sagt der 24-Jährige. „Wir sind ja hier, um Handball zu spielen.“

Mit der tschechischen Nationalmannschaft, die im Sommer das deutsche Team im Rahmen der Qualifikation aus dem Wettbewerb kegelte, ehe es überhaupt begonnen hatte, nimmt Mrkva bei den am Sonntag gestarteten Europameisterschaften teil. Und muss nach dem Auftaktmatch um den Verbleib im Hauptturnier nach der Vorrunde bangen. Mit 20:30 ging Tschechien überraschend gegen Österreich unter, heute (18.15 Uhr) geht es im zweiten Match gegen Mazedonien um alles. „Gegen Österreich hat das gar nicht geklappt“, sagt Mrkva. „Das war ein Spiel, wo beim Gegner alles lief und bei uns außer in den ersten fünf Minuten überhaupt nichts.“

Neun Paraden in 40 Minuten

Immerhin lieferte zumindest der Hammer Keeper eine starke Vorstellung ab. Nachdem sich Petr Stochl, der in der Bundesliga für die Füchse Berlin aufläuft, verletzt hatte, begann das Turnier auch für Mrkva. 40 Minuten spielte er gegen die Österreicher, zeigte dabei mit neun Paraden und einem gehaltenen Siebenmeter eine Leistung, mit der er zufrieden sein könnte. „Aber das kann viel besser sein“, interessierte Mrkva das vor dem Hintergrund der Niederlage des Teams nicht sonderlich. „Die ganze Mannschaft war nicht gut – und ich war jetzt auch nicht die große Ausnahme. Natürlich waren ein paar ganz gute Sachen dabei, aber auch ein paar, die ich unbedingt gegen Mazedonien besser machen muss.“

Denn dann geht es für die Tschechen bereits um das Weiterkommen, angesichts der Tatsache, dass im letzten Gruppenspiel Gastgeber und Mitfavorit Dänemark auf das Team von Trainer Vladimir Haber wartet – sportlich gesehen sicherlich ein Höhepunkt, vor 15 000 Zuschauern aufzulaufen. „Aber für uns ist das ganze Turnier ein Highlight“, betont Mrkva, dass seine Mannschaft mit großen sportlichen Ansprüchen nach Dänemark gereist ist. „Wir sind ja nicht nur hier, um gegen Dänemark zu spielen. Unsere Gegner sind zwar stark, aber eigentlich ist das keine Todesgruppe. Wir wollen auch in die nächste Runde.“ - güna

Den ausführlichen Bericht lesen Sie am Dienstag in der Printausgabe des WA.

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