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ASV-Steigerung nach der Pause gegen den THW Kiel

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Von: Günter Thomas

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Bot eine entschlossene Leistung: Jan von Boenigk.
Bot eine entschlossene Leistung: Jan von Boenigk. © Szkudlarek

Sportlich war die Partie des ASV Hamm-Westfalen in der Handball-Bundesliga gegen den THW Kiel schnell entschieden – doch zumindest nach dem Wechsel bot der Aufsteiger dem Rekordmeister beim 24:37 (9:17) die erhoffte Gegenwehr – die 2650 Zuschauer in der Westpress Arena feierten auch ohne Spannung eine Handball-Party. 

Die Gastgeber freuten sich zumindest darüber, wieder auf Fabian Huesmann zurückgreifen zu dürfen – der langzeitverletzte Björn Zintel fehlte dagegen ebenso weiterhin, wie Kreisläufer Benjamin Meschke. Der THW musste so wichtige Leistungsträger wie Sander Sagosen und Hendrik Pekeler ersetzen.

Darüber, dass die Gäste nach der überraschenden 32:33-Heimniederlage gegen den TBV Lemgo am Samstag bis in die Haarspitzen motiviert sein und die Hammer einen schweren Stand haben würden, gab es im Vorfeld der Partie dennoch keine zwei Meinungen. Und genau so kam es – allerdings auch mit tatkräftiger Hilfe der Gastgeber. Die agierten von Beginn an hypernervös, leisteten sich etliche technische Fehler. Der Rekordmeister kam erst gar nicht in die Not, nachdenken zu müssen, setzte schnelle Wirkungstreffer – und nach genau zwei Minuten war beim Aufsteiger die Luft raus – es stand 0:3.

Kiel sorgte beim ASV-Angriff auch in der Folge mit seiner 3:2:1-Deckung für viel Verwirrung – Fehlpässe oder unvorbereitete Abschlüsse des ASV waren die Folge. Und so gelangte die Halle nach knapp neun Minuten zum ersten emotionalen Höhepunkt – als Hamms Bester, Jan von Boenigk, den ersten ASV- Treffer zum 1:5-Zwischenstand erzielte.

Zu nervös im Spielaufbau

Besser wurde es auch danach nicht, weil es der ASV nicht schaffte, sein Spiel zu beruhigen, die Nervosität herauszubekommen und seine Angriffe besser einzuleiten. Das 2:9 nach 14 Minuten durch den Österreicher Nikola Bilyk war die logische Folge.

Lerscht versuchte es danach ebenfalls mit einer offensiveren Deckung, ließ Alexander Schulze vorgezogen agieren. Ein wenig Verwirrung in den Kieler Angriffsbemühungen war erkennbar – auch die Gäste machten nun einige leichte Fehler.

Am weiteren Spielverlauf änderte sich aber kaum etwas. Der ASV verkürzte zwar auf 5:10, Kiel bestimmte aber Tempo und Spiel und legte nach Belieben nach. Bis zur Pause hatte der Champions-League-Teilnehmer schon einen beruhigenden 9:17-Zwischenstand erarbeitet. Für den Aufsteiger ging es nur noch darum, das Ergebnis im Zaum zu halten – und die nötige Spielfreude zu entwickeln.

Was gelang: Mit mehr Mut und Entschlossenheit in den eigenen Aktionen kamen die Gastgeber aus der Kabine und schafften es nun, den Rückstand ä in Grenzen zu halten. Ein 4:4 in den ersten zehn Minuten des zweiten Durchgangs war der verdiente Lohn (13:21). Es entwickelte sich nun eine offene Partie, an der auch die Zuschauer zunehmend Spaß gewannen. Die Abschlussschwäche blieb den Hammern aber treu.

So gelang es den Gästen, ihren Vorsprung vor allem in den letzten zehn Minuten noch weiter auszubauen – am Ende waren es 13 Tore gegen einen Gegner, der mindestens eine Nummer zu groß war. 

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