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ASV: Start beim Meister, erstes Heimspiel gegen Rhein-Neckar Löwen

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Von: Rainer Gudra

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Schon einmal traf der ASV (hier mit Baijens) auf Meister Magdeburg, verlor im Dezember im Pokal-Achtelfinale mit 26:31.
Schon einmal traf der ASV (hier mit Baijens) auf Meister Magdeburg, verlor im Dezember im Pokal-Achtelfinale mit 26:31. © Reiner Mroß / Digitalfoto

Die Handball-Bundesliga GmbH hat die ersten sieben Spieltage der Saison 2022/23 in der Liqui Moly HBL terminiert und am Freitag veröffentlicht – mit einem „Kracher-Auftakt“ für Aufsteiger ASV Hamm-Westfalen.

Hamm - Das Team von Michael Lerscht gastiert am Sonntag, 4. September, beim Deutschen Meister SC Magdeburg. Das erste Heimspiel folgt bereits am Donnerstag, 8. September, ab 19.05 Uhr in der Westpress Arena gegen die Rhein-Neckar Löwen.

„Natürlich sehr attraktive Gegner“

„Sportlich gesehen sind das natürlich sehr attraktive Gegner. Du fängst als Aufsteiger beim Deutschen Meister an, was auf der einen Seite natürlich sehr schön ist, auf der anderen Seite aber schwieriger nicht werden kann. Und die Rhein-Neckar Löwen als erster Heimgegner machen die Ausgangslage nicht besser“, sagt Geschäftsführer Thomas Lammers, der aber in der klaren Außenseiterrolle auch Vorteile sieht: „Man geht mit weniger Druck in die Saison, was die Ausgangslagen angeht. Es sind nicht direkt Spiele, in denen man sofort punkten muss.“

Wohin das führe, habe er vor zwölf Jahren beim ersten Aufstieg in die Eliteklasse als Spieler zu spüren bekommen: „Da haben wir zuhause gegen Großwallstadt begonnen. Das war irgendwie schon ein Muss-Spiel, das wir dann mit einem Tor verloren haben.“ Bekanntermaßen stand am Ende der Abstieg. „Insofern hat man lieber einen Start, bei dem die Hürden nicht höher sein können“, sagt Lammers.

Signal an Fans und Sponsoren

Zudem sei das Auftaktprogramm gegen einige der namhaftesten unter den namhaften Teams ein Signal an Fans und Sponsoren: „Jetzt sieht man die ganzen Namen mal schwarz auf weiß. Vorher waren sie nur im Kopf. Und da bekommt man richtig Bock, sich mit den Besten der Welt zu messen“, sagt Lammers. Erst am dritten Spieltag erhöhe sich der Druck mit dem Auswärtsspiel beim Mitaufsteiger VfL Gummersbach: „Das ist das erste Spiel, wo wir auf jeden Fall punkten wollen und vielleicht auch müssen. Aber da steht Gummersbach als Heimteam sicherlich eher unter Zugzwang.“

Bundesliga-Premiere auch für Lerscht

Auch für Trainer Michael Lerscht hat die Auftaktpartie in Magdeburg eine besondere Bedeutung: „Kann ich nicht leugnen“, sagt er, „ich durfte noch nicht in dieser Liga arbeiten – weder als Spieler noch als Trainer.“ Aber das sei noch so weit weg. Acht Wochen genau. Ab Montag herrscht beim ASV wieder Hochbetrieb; Lerscht begrüßt dann auch seinen Kader.

„Die ersten zwei, drei Wochen nach dem Aufstieg waren richtig kräftezehrend“, sagt Thomas Lammers. „Danach mussten wir einfach mal alle richtig durchschnaufen und wir haben die Phase Ende Juni, Anfang Juli alle erst einmal dazu genutzt, Urlaub zu machen und die Akkus wieder aufzuladen.“

Vorerst nicht in die Westfalenhalle

Ob der ASV in dieser Spielzeit gegen die ganz Großen in die Westfalenhalle ausweichen wird, ist offen. „Im Frühjahr eventuell, vielleicht gegen Flensburg, aber vorerst werden wir das nicht machen“, sagt der ASV-Geschäftsführer – auch wenn mit dem THW Kiel im November ein echtes Zugpferd zu Gast sein wird. „Wir haben es mal überlegt, aber das ist in diesem Jahr zu kurzfristig. Und das Programm in Richtung Weihnachten ist auch nicht ideal. Wir sind am zweiten Feiertag bei den Rhein-Neckar Löwen. Wenn wir da ein Heimspiel gehabt hätten, hätten wir das sicherlich überlegt.“ Und es gibt eine große Unbekannte, die ein finanzielles Risiko birgt: „Wir müssen auch erst einmal abwarten, wie sie die Situation mit Corona entwickelt. Wenn es schlimmer werden sollte, möchte ich nicht die Westfalenhalle an den Hacken haben.“

Eröffnet wird die 56. Bundesliga-Saison übrigens am Mittwoch, 31. August in Düsseldorf mit dem Supercup-Duell zwischen Magdeburg und Pokalsieger THW Kiel. In der Liga begegnen sich die beiden Top-Teams am Samstag, 19. November.

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