Handball

Puzzlen gegen den Frust: ASV-Rückkehrer Orlowski im Wartestand

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Die ASV-Fans freuen sich auf die Rückkehr von Marian Orlowski, der schon von 2012 bis 2016 zu Torwürfen für die Hammer ansetzte.

Marian Orlowski hat es sich zuhause gemütlich gemacht. Der Sommer-Neuzugang des Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen hat eine alte Liebe wieder entdeckt: das Puzzlen.

Hamm – „Das habe ich als Kind schon gerne gemacht und jetzt wieder aufleben lassen“, sagt der 26-Jährige. „Und dabei geht die Zeit schnell rum.“ Zeit hat der Rückraumline derzeit genug. Denn das Trainingsverbot haben die Handball-Profis des ASV nicht exklusiv.

Auch die Konkurrenz muss mit Hallen- und Versammlungsverboten leben, wie der TuS N-Lübbecke, bei dem Orlowski bis zum Saisonende noch unter Vertrag steht. „Wir versuchen uns fit zu halten, laufen täglich in Kleinstgruppen am Kanal“, sagt er. „Krafttraining ist dagegen leider schwierig, weil wie überall auch alle Studios geschlossen sind. Da muss jeder für sich versuchen, fit zu bleiben.“

Sportler müssen aktiv bleiben

Denn auch wenn die Wahrscheinlichkeit, dass die Saison zuende gespielt wird, täglich sinkt, müssen die Sportler aktiv bleiben. Schließlich haben die Ostwestfalen wie der ASV Aufstiegschancen, die, sollte die Saison Ende April fortgesetzt werden, Grundfitness erfordern. „Ich laufe jeden Tag eine Stunde, mache anschließend Stabilisations- und Stretchingübungen“, sagt Orlowski. „Insgesamt zwei bis drei Stunden am Tag.“

Die Hoffnung, dass die Saison fortgeführt wird, hat der Rechtshänder jedenfalls nicht aufgegeben. „Mit dem Gedanken kann ich mich noch nicht anfreunden, dass unser 29:27-Sie gegen den VfL Gummersbach mein letztes Spiel für den TuS gewesen sein soll“, sagt der in Gummersbach ausgebildete Lüdenscheider. Mit acht Treffern gegen den Ex-Klub war er der erfolgreichste Werfer: „Das hat Spaß gemacht und war für uns als Mannschaft ein geiles Spiel.“

Bis auf einen Punkt ist der TuS in der Tabelle an den Ligafünften ASV herangerückt, und entsprechend groß ist „die Hoffnung, dass die Saison zuende gespielt wird“, sagt Orlowski der den Blick dabei nur auf den eigenen Aufstiegshoffnungen hat: „Hauptsächlich spielen wir für uns – wir sind ja auch oben dran. Aber erst einmal sollten wir alles dafür tun, um das Virus einzudämmen. Ob das bis Ende April gelingt, weiß ich nicht. Aber es wird schwierig für die Liga.“

Orlowski befürchtet Kaltstart für Profis

Problematisch sieht er es, dass die Mannschaften aufgrund des aktuellen Trainingsverbotes im Falle einer Fortführung des Spielbetriebs „einen Kaltstart machen“ müssten. „Das geht nach sechs Wochen Pause nicht“, glaubt er und weist darauf hin, dass in Lübbecke trotz der fehlenden Mannschaftseinheiten alle Spieler auf Abruf vor Ort geblieben sind. Für den Fall der Fälle. „Ein vorzeitiges Saisonende wäre für die kleineren Vereine eine Katastrophe.“

Egal, was noch passiert. Orlowski hält nichts davon, „jetzt Panik zu schieben. Wir sollten vorsichtig sein, keine Frage, aber was da in den Supermärkten passiert, ist ja krank.“ Da auch sein Lehramts-Studium derzeit brach liegt, sind Brettspiele bei dem 26-Jährigen als Zeitvertreib wieder hoch im Kurs.

„Rummy-Cup“, „Trivial Pursuit“ oder die „Siedler von Catan“ sind beliebt. Aber auch Playstation, aufräumen – oder eben Puzzlen. „Ne, Naturbilder“, verneint er lachend die Frage, ob er als Motiv ein Mannschaftsoto seiner neuen Teamkollegen gewählt habe. „Da weiß ich gar nicht, ob es das überhaupt gibt.“ Wäre auf jeden Fall zur kommenden Saison eine Idee.

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