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ASV-Negativserie beim ThSV Eisenach hält an

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Von: Günter Thomas

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Traf einmal für den ASV: Markus Fuchs.
Traf einmal für den ASV: Markus Fuchs. © Arnold

Es bleibt dabei: Für den ASV Hamm-Westfalen gibt es in den Spielen beim ThSV Eisenach in der 2. Handball-Bundesliga nichts zu holen. Mit 25:27 (10:16) unterlag der Tabellenvierte beim -16. und blieb dabei in der Werner-Assmann-Halle bei nun 1:15 Punkten ohne Erfolgserlebnis.

Im Vorfeld der Partie hatten ASV-Trainer Michael Lerscht ohne Torhüter Vladimir Bozic planen müssen. Der Kroate fällt aufgrund einer Muskelverletzung im Oberschenkel bis zum Jahresende aus. Für ihn rückte Jan Weseman aus dem Drittliga-Kader auf. Die Befürchtung des Trainers, dass sich auch der eine oder andere weitere Wackelkandidat für die Partie in Eisenach abmelden würde, bewahrheitete sich dagegen zwar nicht. Marian Orlowski war jedoch zunächst nur beim Aufwärmen zu sehen und kam angeschlagen im ersten Durchgang überhaupt nicht zum Einsatz.

Entsprechend kreativ hatte Lerscht seine Startformation umgebaut. Mit Gerrit Genz und Jan von Boenigk spielten beide Rückraum-Linkshänder. Während Genz auf seiner angestammten Position anfing, versuchte der Trainer den Ausfall Orlowskis mit Baijens auf Halblinks und von Boenigk über die Mitte zu kompensieren.

Es lieb bei dem Versuch. Denn Eisenach übernahm von Beginn an das Kommando in der Werner-Assmann-Halle und unterstrich, warum es zuletzt eine Serie von 9:3 Punkten in der Liga eingespielt hatte. Der Gastgeber setzte den ASV von Beginn an unter Druck - angefangen mit einer sehr gut funktionierenden 5:1-Deckung, in der Fynn Hangstein das Hammer Aufbauspiel schnell unterbrach. Und fortgeführt mit einem kreativen Offensivspiel, dem die Hammer zu viele Freiräume ließen.

Die Folge; Nach 13 Minuten führte der ThSV mit 6:2. Und auch ein Team-Timeout der Gäste brachte keine großartige Besserung. Spielmacher Jannis Schneibel legte danach gleich noch einen Treffer zum 7:2 nach. Eisenach hatte es bis hierhin sogar verpasst, noch weitere Treffer vorzulegen.

Der ASV stabilisierte sich im Anschluss zwar ein wenig, traf vor allem selbst nun sicherer. Die Lüken im eigenen Deckungsverbund zu schließen, gelang allerdings weiterhin nicht. Was Lerscht auch taktisch versuchte, der Versuch lief ins Leere. Und so ging es mit einem deutlichen 10:16-Rückstand in die Pause - zudem drohte Kreisläufer und Innenblocker Jan Brosch nach zwei Zeitstrafen bereits das frühe Aus im zweiten Durchgang.

Nach der Pause durfte nun auch Linksaußen Alexander Reimann für Fabian Huesmann ran - bis auf Orlowski hatten damit alle Spieler auf der Platte gestanden. Was Eisenach nicht daran hinderte, durch Jannis Schneibel den Vorsprung gleich mal auf sieben Treffer zu schrauben.

Ein Vorsprung, den die Gastgeber in der Folge mit Geschick verwalteten. Nach 42 Minuten lag Eisenach war der Rückstand des ASV unverändert (14:21). Erst jetzt flackerte ein kleiner Hoffnungsfunke bei den Hammern auf, nachdem Jan Brosch mit zwei Toren in Folge zum 21:16 verkürzte (46.) und Einsenachs Ante Tokic nach rüder Aktion gegen Reimann die Rote Karte sah (48.). Eine Doppelparade von Felix Storbeck folgte - doch auf der anderen Seite blieb das Spiel fehlerhaft.

Eine Mini-Serie von drei Treffer in Folge zum 24:21 (54.) - nach einigen sehenswerten Storbeck-Paraden - brachte dann doch noch einmal Spannung in eine Partie, die längst entschieden schien. Zumal Gerrit Genz nach einer Hammer Auszeit noch zwei weitere Tore folgen ließ. Plötzlich hieß es 25:23 (57.) - ein Punkt wurde kurzzeitig wieder zur Option. Doch Alexander Saul beendete die Hammer Hoffnungen.

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