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ASV bestreitet Kellerduell in Minden - GWD hat „Erfahrungsvorsprung“

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Von: Rainer Gudra

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Fabian Huesmann, Handballer des ASV Hamm-Westfalen, bei einem Wurf.
Auf den Einsatz von Fabian Huesmann am Donnerstag in Minden hofft ASV-Trainer Michael Lerscht. © Reiner Mroß/Digitalbild

Wenn sich am 24. November GWD Minden und der ASV Hamm-Westfalen in der Handball-Bundesliga gegenüberstehen, empfängt der Vorletzte das Schlusslicht.

Hamm - Noch ist die Lage für Aufsteiger ASV in der Bundesliga nicht aussichtslos – trotz der zwölf zum Teil sehr deutlichen Niederlagen, die das Schlusslicht in 13 Spielen kassierte. Auch vor dem Gastspiel am Donnerstag in Minden (19.05 Uhr/live bei Sky Sport und Radio Lippewelle) herrscht Zuversicht – befeuert durch den phasenweise begeisternden Handball im jüngsten Heimspiel gegen den Bergischen HC.

Mal wieder auf Augenhöhe

Gegen den BHC gab es zwar die 27:31-Niederlage, aber nach den deutlichen Niederlagen mit jeweils mehr als zehn Toren Differenz gegen Flensburg, Kiel und Leipzig immerhin mal wieder das Gefühl, auf Augenhöhe zu spielen. „Wir wollten uns nach den letzten Ergebnissen sehr präsent zeigen und die Halle mitnehmen. Und das ist gelungen. Ich bin stolz darauf, wie wir uns präsentiert haben“, sagt Trainer Michael Lerscht. Nun hofft er darauf, „dass wir diese innere Power, die wir auf dem Feld brauchen, auch in Minden hinkriegen. Wenn wir das schaffen, dann können wir uns auch über handballtaktische Themen unterhalten, wo wir Entwicklungen vorantreiben müssen. Die Jungs haben gesehen, was nötig ist – und was möglich.“

Bewiesen: Minden kann Klassenerhalt

Vorteil Minden: man kann Klassenerhalt. In den vergangenen beiden Spielzeiten retteten sich die Grün-Weißen jeweils erst am vorletzten Spieltag, und auch in dieser Saison läuft es auf ein Zitterfinale hinaus. „Wir kennen uns mit diesen Drucksituationen aus und haben unsere Erfahrung damit“, sagt GWD-Trainer Frank Carstens, ehemaliger „Co“ der deutschen Nationalmannschaft.

Das sieht natürlich auch Lerscht so: „Solche Erfahrungswerte sind in diesen Situationen nicht gerade verkehrt. Sowohl mein Kollege Carstens als auch die Spieler wissen, was nötig ist, um zu bestehen. Das ist schon ein Erfahrungsvorsprung, aber das Spiel muss erst einmal für sich betrachtet werden.“

Verstärkungen zeigen Wirkung

Der November ist schon jetzt ein guter Monat für die Gastgeber: zuletzt siegten sie mit 29:26 bei FA Göppingen und drei Spiele zuvor sensationell mit 32:27 gegen die Füchse Berlin. Bei den Mindenern macht sich die Rückkehr von Rückraumspieler Doruk Pehlivan nach langer Knieverletzung positiv bemerkbar, zudem wurden für den Rückraum Luka Sebetic (Motor Zaporizhzhia) und Philipp Ahouansou (von den Rhein-Neckar Löwen ausgeliehen) verpflichtet.

Lerscht: „Man sieht ja, dass sie nach den Neuverpflichtungen bessere Ergebnisse erzielt haben. Es waren zwei Siege, die nicht zwingend eingeplant waren. Sie haben ihren Kader in der Spitze verstärkt, was auch in der Breite hilft – man kann besser rotieren, mehr Druck aufbauen.“

Lerscht hofft, in Minden zumindest einen von drei Schlüsselspielern wieder einsetzen zu können. „Ich bin ganz positiv gestimmt, dass Fabi (Fabian Huesmann, d. Re.) uns wieder helfen kann.“ Der Linksaußen hatte gegen den Bergischen HC zuschauen müssen, nachdem er im Training umgeknickt war.

Meschke und Zintel fehlen weiter

Fehlen wird nach seiner Hand-OP weiterhin Benjamin Meschke, der darauf hofft, in den Spielen rund um Weihnachten gegen Lemgo, Gummersbach (DHB-Pokal) und bei den Rhein-Neckar Löwen wieder auf der Platte stehen zu können. Bei Spielmacher Björn Zintel rückt der Termin für seine Bundesliga-Premiere im ASV-Dress zwar näher, für das so wichtige Spiel in Minden aber nicht nahe genug.

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