1. wa.de
  2. Sport
  3. Hamm

ASV in Großwallstadt: Endspurt im Aufstiegsrennen beginnt

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Günter Thomas

Kommentare

Die treibende Kraft im ASV-Spiel – nicht nur zuletzt im Heimspiel gegen Lübeck: Dani Baijens.
Die treibende Kraft im ASV-Spiel – nicht nur zuletzt im Heimspiel gegen Lübeck: Dani Baijens. © Reiner Mroß/Digitalbild

Der Kampf um den zweiten Aufstiegsplatz zur Handball-Bundesliga ist hart. Für den ASV Hamm-Westfalen geht es am Dienstag beim TV Großwallstadt weiter.

Hamm - Die Bandage am Handgelenk, mit der Dani Baijens, Mittelmann des ASV Hamm-Westfalen, am Freitag nach dem Ende des Heimspiels gegen den VfL Lübeck-Schwartau aus der Kabine kam, zeigte die Folgen des Abnutzungskampfes deutlich: Nicht nur der Punktverlust hatte beim 32:32-Unentschieden weh getan.

Erneutes Duell am vorletzten Spieltag

Sechs weitere Spiele stehen für den ASV Hamm-Westfalen einschließlich des Saisonfinales beim TV Hüttenberg am 11. Juni noch aus – und es ist kaum anzunehmen, dass Intensität und Aufwand, die die Spieler jeweils betreiben müssen, um als Sieger aus der Halle zu gehen, geringer werden. Schon am Dienstag (19.30 Uhr/Untermainhalle Elsenfeld) steht im Nachholspiel beim TV Großwallstadt die nächste Hürde im Mächtigkeitsspringen, an dessen Ende bestenfalls der Aufstieg in die 1. Liga stehen soll, auf dem Terminplan. Das erste von zwei noch ausstehenden Aufeinandertreffen mit den Unterfranken, die am vorletzten Spieltag (3. Juni) auch noch in der Westpress Arena antreten müssen.

Die Gastgeber benötigen im Kampf um den Klassennerhalt selbst dringend jeden Punkt. Gerade erst haben sie mit einem deutlichen 27:19-Erfolg beim Ligaschlusslicht EHV Aue die Abstiegsränge verlassen – mit jetzt einem Zähler Vorsprung auf den Tabellen-18. TSV Bayer Dormagen.

„Fünf Wochen Vollgas geben“

„Wir haben wieder zwei Auswärtsspiele vor der Brust, zwei weite Fahrten innerhalb von kürzester Zeit“, sagt ASV-Coach Michael Lerscht, für den es in diesen Tagen vor allem darum geht, die Regenerationsphasen seiner Spieler möglichst lang zu gestalten. „Zum Glück erstreckt sich die englische Woche von Freitag bis Sonntag und ist damit gestreckter – ansonsten heißt es jetzt, fünf Wochen Vollgas geben und das Maximale rausholen. Damit wollen wir in Großwallstadt beginnen.“

Gegen künftigen Teamkollegen

Dass mit Savvas Savvas der aktuell mit 212 Toren zweitbeste Schütze der Liga das Trikot der Großwallstädter trägt, macht die Aufgabe für den ASV nicht leichter. Dass Savvas in der kommenden Saison nach Hamm wechselt, dürfte die Aufgabe auf der anderen Seite auch für den Griechen zu einer speziellen machen. „An so etwas denke ich gar nicht“, sagt Lerscht. „Wir sind alle Sportler und wollen den Erfolg jetzt haben. So wird es bei ihm auch sein. Und er wird sich dort ja auch nicht mit dem Abstieg verabschieden wollen.“

Fakt bleibt, dass der 24-Jährige ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft bleibt, und als solchen „gilt es für uns, ihn auszuschalten. Savvas hat gezeigt, dass er große Qualitäten hat, wir wollen die Aufgabe aber als Gruppe lösen – es gibt keinen speziellen Plan für diesen einen Spieler.“

„Nichts Dramatisches“ im eigenen Team

Zudem habe sich das TVG-Spiel nach dem Ausfall von Linkshänder Tom Jansen im rechten Rückraum verändert. „Jetzt ist da mit Frieder Bandlow mehr Geschwindigkeit drin“, sagt Lerscht. „Und mit Mario Stark aus der Nahwurfzone oder Pierre Busch auf Rechtsaußen werden uns unterschiedlichste Aufgaben gestellt.“

Im eigenen Lager sah Lerscht nach dem Kräfte zehrenden Match am Freitag gegen Lübeck „nichts Dramatisches“, was die personelle Lage angeht. „Bei der Länge der Saison schleppen sich die Jungs mit der einen oder anderen Kleinigkeit herum. Das ist normal. Aber ich hoffe nicht, dass irgendwer nicht spielen kann.“

Auch interessant

Kommentare