Fördergelder sollen bis Mitte November auf dem Konto sein:

Bei ASV-Handballern ist finanziell vorerst der Druck vom Kessel

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Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen muss weiter vor leeren Rängen spielen, bekommt aber durch staatliche Corona-Förderung mehr Planungssicherheit.

Mit dem ThSV Eisenach an diesem Samstag und dem HC Elbflorenz am 21. November hat Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen im Rahmen einer „Englischen Woche“ zwei weitere Heimspiele zu bestreiten. Es sind die Spiele vier und fünf in dieser Saison in der Westpress Arena ohne Publikum. 

Hamm – Dennoch hat ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers derzeit keine schlaflosen Nächte. „Wir haben ein positives Feedback auf unseren Förderungsantrag bekommen, so dass wir für die Tickets, die uns entgehen, eine Ausgleichszahlung bekommen werden. Das ist natürlich sehr erfreulich und nimmt auch ein bisschen den Druck vom Kessel“, sagte Lammers am Donnerstag, 12. November, im Rahmen eines Pressegesprächs mit dem Westfälischen Anzeiger. 

Heimspiele auch im Dezember wohl ohne Fans

Dies erscheint umso wichtiger, weil auch für die Dezember-Heimspiele gegen TuS N-Lübbecke (19.) und HSG Konstanz (26.) keine Aussicht auf Besserung besteht. „Stand jetzt bleibt der RKI-Wert konstant hoch, und schließlich muss er auf unter 50 sinken, damit wir überhaupt eine Chance haben, bei den Behörden einen Antrag auf Zulassung von Zuschauern beantragen zu können“, meinte Lammers und sieht als Konsequenz: „Ich denke, dass wir bis Ende des Jahres Heimspiele ohne Zuschauer haben.“ 

Minimum 200000 Euro fehlen ohne Ticketeinnahmen

Die Bewilligung der staatlichen Fördergelder, bei denen es letztlich um 80 Prozent der entgangenen Ticket-Einnahmen zunächst bis zum 31. Dezember geht, sei aber kein Freifahrtschein nach dem Motto: Hier ist das Geld und gut ist. „Es wird natürlich genau geprüft werden, welche Zahlen wir vorlegen, welche Spiele waren, welche ausgefallen sind. Es werden gewisse Dinge gegengerechnet. Wir müssen sehr detailliert darlegen, was wir beantragen und wofür“, sagte Lammers, und weiter: „Dass wir einen finanziellen Schaden haben, darüber brauchen wir nicht zu reden. Wenn ich bis Ende des Jahres über sieben Heimspiele rede, reden wir Minimum über fehlende Ticketeinnahmen von 200000 Euro.“ 

Geld bis Mitte November auf dem Konto

Die finanzielle Hilfe soll jetzt schnell auf dem Kontoauszug erscheinen. Lammers: „Wir haben bereits einen Bescheid bekommen und wir werden keinen Einspruch einlegen.“ Dies beschleunige das Verfahren: „Das haben wir damals bei der Soforthilfe gesehen, das ging echt fix. Ich denke, dass wir das Geld Mitte November auf unserem Konto haben werden.“ Was unter dem Strich bleiben wird, entscheidet sich aber erst im kommenden Sommer. Lammers: „Es ist nett, wie gesagt, gerade um die Liquidität zu halten. Aber nach hinten hinaus wird es spannend, wenn am 30. Juni die Endabrechnung gemacht wird, was dann wirklich dabei übrig bleibt.“ 

Sponsorenaktion am Samstag gegen Eisenach

Das größere Thema bleiben für ihn die Sponsoren. „Ich bin stolz und auch richtig froh. Da war bisher nicht ein Sponsor, der mal gesagt hat: Bei euch ist nichts los und ich muss mal 20 Prozent der vereinbarten Summe zurück haben. Das war überhaupt nicht so. Mit jedem Spiel ohne Zuschauer wird es natürlich schwieriger. Wir machen am Samstag eine Sponsorenaktion, wo wir uns ihnen mal wieder zeigen wollen. Wir haben alle angeschrieben, haben eine überragende Resonanz. Sie haben den ASV nicht vergessen, sondern sind alle noch mit dabei.“

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