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ASV Hamm-Westfalen: Wichtige Erkenntnisse im Trainingslager

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Von: Günter Thomas

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Letztes Einheit in Halberstadt: Anschließend ging es für den ASV-Tross nach Hause.
Letzte Einheit in Halberstadt: Anschließend ging es für den ASV-Tross nach Hause. © Kottmann

Fünf Tage verbrachte Handball-Bundesliga-Aufsteiger ASV Hamm-Westfalen in Halberstadt im Trainingslager. Mit müden Beinen und einigen wichtigen Erkenntnissen kehrte das Team am Freitag zurück.

Halberstadt – Eine letzte intensive Einheit absolvierten die Spieler des Handball-Bundesligisten ASV Hamm-Westfalen am Freitagmorgen noch im Trainingslager in Halberstadt, ehe sie die Koffer packten und die Heimreise aus Sachsen-Anhalt antraten. In den Bullis, mit denen der ASV-Tross unterwegs war, herrschte eine entspannte Stille. Schlafen, Kräfte tanken, Regeneration war angesagt – schließlich hatten die Spieler acht Schweiß treibende Übungseinheiten und ein Testspiel gegen den TSV Hannover-Burgdorf in den vergangenen fünf Tagen hinter sich gebracht. Laut Trainingsplan stand sogar ein freies Wochenende an.

„Freies Wochenende – nun ja“, relativierte ASV-Coach Michael Lerscht allerdings selbst. Denn am Freitagabend stand noch ein Sponsorentreffen und am Sonntag das ASV-Familienfest auf dem Kalender. Immerhin: Die Sporttasche darf bis Montag im Schrank bleiben.

„Wir haben in diesen fünf Tagen gemacht, was wir vorhatten“, sagt Lerscht. „Wir haben uns inhaltlich in den Einheiten mit der Angriffsthematik beschäftigt. Da sind wir einen Schritt vorwärts gekommen. Gerade, was die Basics angeht, die Schulung und Verinnerlichung der Abläufe. Wer bei den Spielzügen wie und wohin zu laufen hat – und warum. Das Haus baut sich so langsam auf.“

Als Mannschaft zusammengewachsen

Was ebenso wichtig ist: Spieler, Trainer und Betreuer haben sehr viel Zeit miteinander verbracht, die sie dazu genutzt haben, sich besser kennenzulernen, als Mannschaft zusammenzuwachsen. „Das“, so Lerscht, „hat allen sehr gut getan.“

Zudem gab es die sportlich positive Erkenntnis, nachdem der Aufsteiger auch im zweiten Vergleich mit einem der neuen Ligakonkurrenten lange mitgehalten hat, „dass wir an diesen Gegnern dran sind“, sagt Lerscht. „Auch an einer Mannschaft wie Hannover. Klar ist da noch Entwicklungspotenzial. Aber die Jungs adaptieren das Niveau, sind da. Diese Erkenntnisse sind gut für uns.“

Sowohl beim 30:31 gegen den Bergischen HC am vergangenen Samstag als auch beim 28:32 gegen die Recken aus Hannover lag der ASV Mitte der zweiten Halbzeit noch in Führung – am Ende reichten Kraft und Konstanz nicht für einen Erfolg.

Die Abwehrarbeit war während des Trainingslagers nicht mehr Inhalt der Einheiten – es ging nur darum, die erlernten Abläufe der vom Trainer bevorzugten 6:0-Deckung weiter zu verinnerlichen. „Vielleicht“, so Lerscht, „werden wir noch ein zweites System einführen – aber nur, wenn die Zeit reicht.“

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