ASV vor dem Auswärtsspiel in Gummersbach

ASV in Gummersbach: Ein Spiel für höchste Zweitliga-Ansprüche

Der ASV um Spielmacher Merten Krings zeigte gegen Rimpar eine überzeugende Vorstellung.
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Der ASV um Spielmacher Merten Krings zeigte gegen Rimpar eine überzeugende Vorstellung.

Von einer „coolen Auswärtsaufgabe“, spricht ASV-Coach Michael Lerscht vor dem Spiel am Mittwoch beim VfL Gummersbach.

Hamm – Als der ASV Hamm-Westfalen am 17. Oktober den VfL Gummersbach im Rahmen des dritten Spieltags der 2. Handball-Bundesliga empfing, waren sich alle Experten sicher, dass es sich um ein Topspiel handeln würde. Eines zweier Mannschaften, die bis zum Saisonende um den Aufstieg in die 1. Liga mitmischen würden.

Der ASV gewann damals nach einer starken Vorstellung mit 27:25 – vom Aufstiegskampf hat sich das Team von Trainer Michael Lerscht mittlerweile dennoch längst verabschiedet. Und selbst der VfL hat trotz eines knappen 24:23-Erfolgs beim TV Hüttenberg den zweiten Rang, der zum Aufstieg berechtigt, aufgrund des schlechteren Torverhältnisses an den TuS N-Lübbecke verloren.

Große Vorfreude beim ASV-Trainer

Wenn beide Mannschaften am Mittwoch in Gummersbach zum Rückspiel aufeinandertreffen (19 Uhr/Schwalbe Arena), geht der Hammer Trainer dennoch davon aus, ein Spiel präsentiert zu bekommen, das höchsten Zweitliga-Ansprüchen genügt. „Gummersbach – das ist mal eine Aufgabe“, hatte Lerscht schon direkt nach dem überzeugenden 28:26-Erfolg am Samstag über die DJK Rimpar geschwärmt.

Auch wenn der VfL zuletzt in der Liga schwächelte und den Kontakt zu Spitzenreiter HSV Hamburg nach einer schwachen Phase mit vor dem Hüttenberg-Spiel 2:6 Punkten ein wenig verloren hat. „Aber die Jungs haben Bock auf diese Partie. Das wird eine coole Auswärtsaufgabe.“

Verletzungssorgen bei Gummersbach werden kleiner

Dass die Nachbetrachtung des Rimpar-Spiels durch die Englische Woche kürzer ausfallen und das Videostudium ausfallen musste, tut Lerscht in Anbetracht der vielen guten Szenen, die sein Team hatte, fast leid. Doch ein Gegner wie der VfL erfordert die volle Konzentration in der Analyse – auch wenn es viele neue Erkenntnisse dabei nicht geben kann. Denn, dass der Traditionsklub über eine bärenstarke erste Garnitur verfügt, ist ligaweit bekannt.

„Sie agieren in der Deckung mit zwei Systemen, einer 6:0 und einer 5:1, wobei Julian Köster, der in der offensiven Abwehr den vorgezogenen Part sehr gut spielt, nach einer Verletzungspause wieder fit ist“, weiß Lerscht, dass sich die personelle Situation, die den Gastgebern zuletzt einige Probleme bereitet hatte, langsam wieder bessert. Auch Fynn Herzig, der wie Köster lange verletzungsbedingt ausgefallen war, stand beim knappen Erfolg in Hüttenberg erstmals wieder auf der Platte.

Im Innenblock verfügt der VfL mit Timm Schneider, Janko Bozovic und Herzig über enorme physische Kraft, so dass „wir für beide Systeme klare Lösungen brauchen“, so der Hammer Trainer. „Wir müssen uns gut bewegen, gemeinschaftlich Handball spielen. Zudem sind beide Außenpositionen mit dem früheren ASVer Lukas Blohme (Rechts) und Raul Santos (Links) gefährlich. „Aber in der Abwehr machen wir das im Verbund mit den Torhütern in den letzten Wochen gut.“

Hammer Außen werden mehr und mehr zum Faktor

Und auch die eigenen Außenpositionen haben sich beim ASV mittlerweile zu einem Faktor entwickelt, der die gegnerischen Teams ins Grübeln bringt. Allein 15 Treffer gelangen Jan Pretzewofsky (Rechtsaußen/8) und Fabian Huesmann (Linksaußen/7) in der Partie gegen Rimpar. „Wir versuchen als Gruppe, immer wieder Potenziale zu erkennen“, sagt Lerscht. „Und wir haben gute Außenspieler – sogar vier davon. Die wollen wir ins Spiel einbinden. Dass sie so kalt vor dem Tor sind, ist gut und sorgt dafür, dass wir breiter aufgestellt sind.“

In personeller Sicht hat sich seit Samstag bei den Hammern nichts geändert. Spielmacher Sören Südmeier wird nach wie vor aufgrund eines Knochenödems fehlen. Der Einsatz des angeschlagenen Winter-Zugangs Mikkel Beck, der Südmeier auf der Mittelposition ersetzen sollte, ist noch offen. „Da werden wir kurzfristig entscheiden“, sagt Lerscht, der ansonsten zwei „ganz entspannte Trainingstage mit der Mannschaft“ hinter sich gebracht hat und einfach nur „glücklich und froh“ ist, dass „wir auch in Lockdown-Zeiten unseren Job weiter machen dürfen.

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