ASV Hamm-Westfalen vor Auswärtsspiel in Dessau-Roßlau

In Dessau erwarten den ASV viele Zweikämpfe

Im Hinspiel besiegelte der frühere Hammer Vincent Sohmann (Mitte gegen Jakob Schwabe, links, und Jan Brosch) die erste Saisonniederlage des ASV.
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Im Hinspiel besiegelte der frühere Hammer Vincent Sohmann (Mitte gegen Jakob Schwabe, links, und Jan Brosch) die erste Saisonniederlage des ASV.

Nach zwei überzeugenden Vorstellungen in Bietigheim (25:20) und gegen Rimpar (28:26) erhielten die Zweitliga-Handballer des ASV Hamm-Westfalen am Mittwochabend einen herben Dämpfer. Eine Niederlage beim Tabellenzweiten VfL Gummersbach ist zwar kein Beinbruch, Höhe und Chancenlosigkeit beim 21:30 sorgten aber für lange Gesichter. „Ich hatte auch gedacht, wir hätten den nächsten Step erreicht“, meinte auch Trainer Michael Lerscht mit Blick auf die vorherigen Ergebnisse.

Hamm – Nach zwei überzeugenden Vorstellungen in Bietigheim (25:20) und gegen Rimpar (28:26) erhielten die Zweitliga-Handballer des ASV Hamm-Westfalen am Mittwochabend einen herben Dämpfer. Eine Niederlage beim Tabellenzweiten VfL Gummersbach ist zwar kein Beinbruch, Höhe und Chancenlosigkeit beim 21:30 sorgten aber für lange Gesichter. „Ich hatte auch gedacht, wir hätten den nächsten Step erreicht“, meinte auch Trainer Michael Lerscht mit Blick auf die vorherigen Ergebnisse.

Der enge Spielplan gibt den ASV-Akteuren aber schnell die Gelegenheit, die Pleite abzuhaken. „Für mich sind das coole Aufgaben, die auf uns warten. Ich finde es gut, dass wir viel spielen können“, so Lerscht. Am Sonntag sind die Hammer beim Dessau-Roßlauer HV 06 zu Gast (17 Uhr/Anhalt-Arena), mit dem sie aus der Hinrunde noch eine Rechnung offen haben.

Ausgerechnet Sohmann

Es war eines dieser Ausgerechnet-Spiele. Denn ausgerechnet, der frühere Hammer Vincent Sohmann fügte seinem ehemaligen Team, für das er in der Saison 2018/2019 aufgelaufen war, mit dem Treffer zum 27:26-Endstand rund eineinhalb Minuten vor Schluss die erste Saisonniederlage zu. Zuvor hatten die Hammer vier Siege eingefahren und waren guter Dinge für den weiteren Saisonverlauf.

Mittlerweile befindet sich der ASV als Zehnter im Niemandsland der Tabelle, einen Rang davor mit einem Plus- und drei Minuspunkten mehr der DRHV. Die Niederlage in Gummersbach hat in Hamm über das zarte Pflänzchen namens aufsteigende Formkurve mit 9:3 Punkten aus den vorangegangenen sechs Spielen wieder einen massiven Schatten gestellt. „Die erste Halbzeit war wirklich nicht gut. Und die Gummersbacher bestrafen das dann halt auch gut. In der zweiten Halbzeit haben wir uns dann immerhin mehr gewehrt“, sagt Lerscht.

Angesichts des vollen Terminplans mit neun Spielen bis Ende April kann der Trainer die Leistung im Nachgang allerdings nicht groß analysieren. Mit Dessau wartet schließlich am Sonntag die nächste Aufgabe. „Akzeptieren und weiter“ – und besser machen also.

Durchsetzungskraft in Kleingruppen

Der Aufsteiger liefert eine stabile Saison ab, die auch Lerscht positiv überrascht. „Ich hätte nicht erwartet, dass Dessau so konstant auf seinem Level durch die Runde spaziert“, meint der ASV-Coach. Zuletzt feierte der DRHV einen 32:20-Kantersieg bei Mitaufsteiger Fürstenfeldbruck. Davor wechselten sich Siege und Niederlagen munter ab.

Dessau geht dabei stets in die Vollen. „Das sind vorne wie hinten viele Zweikämpfe, die auf uns zukommen“, weiß Lerscht. „Das Spiel wird in Kleingruppen entschieden“, hofft er auf die notwendige Durchsetzungskraft seiner Akteure rund um den Kreis. Im ersten Aufeinandertreffen gelang es den Hammern oft erst zu spät, die Gegner zu stoppen. Acht Siebenmeter sprangen deshalb für das Team aus Sachsen-Anhalt heraus. „Das ist auch zu viel. Wir dürfen sie nicht so dicht ranlassen.“

Sohmann verwarf in Hamm seinen, dafür traf Jakub Hrstka die anderen sieben. Mit 128 Treffern ist der tschechische Auswahlakteur Vierter der Torjägerliste. Sohmann (99) und Timo Löser (92) folgen auf den Plätzen elf und 21. Bester Hammer ist Fabian Huesmann mit 89 Toren.

Voller Kader

Der ASV geht nahezu in Bestbesetzung in die Partie. Sören Südmeier (Knochenödem) muss weiter passen, dafür ist Mikkel Beck Jörgensen wieder fit. Da der Spielberichtsbogen schon in Gummersbach voll war, will Lerscht in der Anhalt-Arena gucken, wie er die Einsatzzeiten verteilt.

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