Handball

Gummersbach führt den ASV vor

Keine gute Wurfquote hatte der ASV in Gummersbach. Hier Marian Orlowski beim Versuch.
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Keine gute Wurfquote hatte der ASV in Gummersbach. Hier Marian Orlowski beim Versuch.

Der ASV Hamm-Westfalen ist in der 2. Handball-Bundesliga nach zuletzt 7:3-Punkten wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Beim Tabellendritten VfL Gummersbach gab es am Abend eine verdiente 21:30 (9:17)-Niederlage. 

Gummersbach - Der 12-malige Deutsche Meister verdiente sich hingegen nach zuletzt 4:6-Punkten zwei wichtige Argumente im Kampf um die Rückkehr in die HBL. Auf ein Spiel, das höchsten Zweitliga-Ansprüchen genügt, hatte Michael Lerscht, der lediglich auf Dauerpatient Sören Südmeier und Winterzugang Mikkel Beck verzichten musste, gehofft. Das aber bekam er ausschließlich vom Gegner geboten. Die klare Niederlage deutete sich irgendwie schon in der Anfangsphase an. Die Gastgeber machten sofort deutlich, dass sie sich für die 25:27-Niederlage im Hinspiel revanchieren wollten.

Der ASV hielt zunächst noch Anschluss und verkürzte durch Jo Gerrit Genz, Merten Krings und Jan Brosch auf 3:5, doch sah sich Michael Lerscht wenig später gezwungen, seine Auszeit zu nehmen. Krings verkürzte zwar auf 4:7, doch insgesamt gelang es den Hammern nicht, Lücken in der VfL-Deckung zu finden. Die agierte mal in einem 6:0, dann mal im 5:1 mit dem vorgezogenen Julian Köster gegen den Hammer Mittelmann.

Kein Durchkommen für den ASV

Lerscht versuchte es sogar mit einem siebten Feldspieler für Keeper Felix Storbeck und zwei Kreisläufern – dies aber ohne Erfolg. Tin Kontrec und Torhüter Matthias Puhle trafen nach Ballgewinnen in den verwaisten Hammer Kasten. Danach versuchte es Lerscht wieder konventionell mit Jan von Boenigk und Jan Pretzewofsky im Rückraum, aber gegen den Gummersbacher Mittelblock mit Tin Kontrec an der Seite von Timm Schneider war kein Durchkommen, auch wenn der ASV durch Brosch und Pretzewofsky noch einmal auf 7:12 verkürzten.

Während bei den Gästen bis zum Seitenwechsel nur noch Jo Gerrit Genz zum 8:14 traf und dann zweimal – darunter mit einem Siebenmeter – ebenso an Puhle scheiterte wie Schwabe und Prezewofsky, ging das Spiel immer mehr in nur eine Richtung. Schröter und Stüber mit je zwei Treffern sowie Köster erhöheten aus Sicht der Gastgeber auf 17:8, bevor Florian Schoeße mit seiner Torpremiere in der 2. Liga die erste Halbzeit beendete.

VfL behauptet den Vorsprung

Nach dem Seitenwechsel traf zunächst Alex Rubino für die Gäste, doch der VfL hielt in der Folge den deutlichen Vorsprung, Immerhin verkürzte der ASV durch Marian Orlowski und Merten Krings auf 13:20, vergab aber wenig später bei einer Zeitstrafe von Timm Schneider durch Marten Franke. Dafür erzielte auf der Gegenseite Jonas Stüber vom Kreis aus das 21:13.

Der VfL wirkte allerdings nicht mehr ganz so souverän wie in der ersten Halbzeit, kassierte durch eine Rückhand von Jakob Schwabe den 14 Gegentreffer und spielte wegen einer weiteren Zeitstrafe für Kontrec in doppelter Unterzahl. Egal: Fynn Herzig traf zum 22:14.

Nach 46:31 Minuten führte der VfL das erste Mal sogar mit neun Toren (24:15); Zeit für Michael Lerscht, in seiner Auszeit noch einmal korrigierend einzugreifen. Aber es traf der VfL – und das durch Fynn Herzig zum 26:17 in doppelter Unterzahl (53.). Biebe zu erwähnen, dass der VfL schließlich auch noch mit zehn Toren in Führung ging Mathis Haseler sorgte dafür mit Beginn der 55. Minute. Bruno Eickhoff traf sogar noch zum 30:19, ansonsten war aus diesem eigentlichen Spitzenspiel längst die Luft raus.

Der ASV bestreitet sein nächstes Punktspiel am kommenden Sonntag in Dessau, bevor am Mittwoch, 31. März, das Heimspiel gegen Spitzenreiter HSV Hamburg auf dem Programm steht (19.15 Uhr, Westpress Arena). Den Gummersbachern bietet sich die große Chance, sich im Aufstiegskampf mit einem Heimsieg gegen den TV Emsdetten weiter zu positionieren.

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