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ASV Hamm-Westfalen trifft auf den Ex-Klub des Trainers

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Von: Günter Thomas

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Emotionen programmiert: Trainer Michael Lerscht trifft mit dem ASV auf seinen Ex-Klub TuS Ferndorf.
Emotionen programmiert: Trainer Michael Lerscht trifft mit dem ASV auf seinen Ex-Klub TuS Ferndorf. © Reiner Mroß

Seit seinem Wechsel im Sommer 2020 zum ASV Hamm-Westfalen ist Michael Lerscht nicht mehr als verantwortlicher Trainer für das sportliche Schicksal des TuS Ferndorf zuständig. Entsprechend müht sich der Coach, das direkte Aufeinandertreffen seines neuen mit dem alten Klub am Samstag (19.15 Uhr/Westpress Arena) so nüchtern wie möglich zu sehen.

Hamm – „Natürlich sind Spiele gegen Ferndorf immer etwas Besonderes für mich“, sagt der ASV-Trainer, der 16 Jahre lang als Aktiver und seit 2016 als Trainer für die Siegener tätig war. „Aber mittlerweile sind ja schon einige Spieler dort, die nicht mehr das Vergnügen hatten, mit mir zusammenzuarbeiten.“

Dreimal trafen der ASV und Ferndorf seit dem Lerscht-Wechsel bislang aufeinander – und nur zur Premiere mussten die Hammer eine schmerzliche 21:27-Niederlage in der Sporthalle Stählerwiese einstecken. Danach folgte noch in der Saison 2020/21 mit 32:30 die geglückte die Revanche in eigener Halle. Und im Hinspiel der laufenden Serie setzte sich der ASV am 30. Oktober auswärts mit 28:24 durch.

Doch die vergangenen Ergebnisse interessieren Lerscht vor dem Rückspiel nur am Rande. Schließlich gilt es gegen den Ex-Verein nach der eigenen 28:33-Niederlage vom Mittwoch in Dresden möglichst wieder zurück in die Spur zu kommen. „Unser wichtigster Blick ist daher der auf die eigene Leistung“, betont Lerscht. „Wir sind uns darüber bewusst, dass das keine optimale Performance in Dresden war. Die Mannschaft hat Bock drauf, das jetzt wieder besser zu machen, von der ersten Sekunde an präsent zu sein.“

„Kämpferische und unangenehm zu spielende Mannschaft“

Dass die Gäste mit ihrem Trainer Robert Andersson alles in die Waagschale werfen werden, um das zu verhindern, weiß der ASV-Coach. „Ferndorf ist immer schon eine kämpferische und unangenehm zu spielende Mannschaft gewesen. Das müssen wir wissen“, warnt er sein Team. Und auch neben seiner Kampfkraft hat der Gast einiges zu bieten. „Sie sind defensiv vielleicht nicht mit klassischer Größe unterwegs wie wir das zum Beispiel mit Jan Brosch, Matej Mikita oder Benjamin Meschke sind. Dafür sind sie im Innenblock mit Valentino Duvancic und Mattis Michel kleiner, aber sehr giftig aufgestellt. Wir werden schnelle Beine brauchen und uns und den Ball gut bewegen müssen.“

Zumal der TuS auch ähnlich wie zuletzt Dresden „auf das Tempo drücken wird“, so Lerscht. „Da werden wir unseren Rückzug gut organisieren müssen.“ Das gelang in Dresden teilweise nicht so gut. Bezeichnend dafür war eine Unterzahlphase in der ersten Halbzeit, als dem ASV zwar in diesen zwei Minuten im Angriff zwei Treffer gelangen – auf der anderen Seite kassierte das Team aber umgehend schnelle Gegentreffer ins leere Tor, weil der Wechsel von Torhüter Vladimir Bozic zurück zwischen die Pfosten nicht schnell genug gelungen war. „Zudem werden wir uns auf viele Eins-gegen-Eins-Duelle, gepaart mit viel Wurfgefahr, über Andreas Bornemann oder Christoph Neuhold einstellen müssen“, weiß Lerscht. Der eine – Bornemann auf Rückraumrechts – wird ab diesem Sommer die Hammer Farben tragen – und der andere – Neuhold im linken Rückraum – hat dies bereits von 2016 bis 2018 getan. „Dass Andi Bornemann in der kommenden Saison für uns spielen wird, das juckt beide Parteien in diesem Moment nicht“, ist sich Lerscht sicher. „Natürlich werde ich auch mit ihm ein paar Worte wechseln. Mehr aber auch nicht.“

Seinem eigenen Team hat Lerscht am Donnerstag nach dem Spiel in Dresden eine „lockere Einheit, um die Müdigkeit aus den Beinen zu schütteln, verordnet“ und am Freitag die Zügel etwas angezogen. „Personell werden wir, denke ich, unverändert zum Auftritt gegen Dresden antreten“, sagt Lerscht. Das heißt, weiterhin ohne Abwehrspezialist Markus Fuchs und Mittelmann Sören Südmeier (beide verletzt), dafür wieder mit Florian Schöße und anstelle von David Jurisic Kreisläufer Lars Kooij.

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