27:27 gegen Aue

ASV startet mit Remis in das harte Restprogramm

Jan-Jörg Wesemann gehörte gegen Aue wieder zu den Stärksten. Hier pariert er gegen Sebastian Paraschiv, der sich gegen Fuchs und Schwabe durchsetzt.
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Jan-Jörg Wesemann gehörte gegen Aue wieder zu den Stärksten. Hier pariert er gegen Sebastian Paraschiv, der sich gegen Fuchs und Schwabe durchsetzt.

Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen ist am Mittwoch mit einem Remis in das brutale Restprogramm mit acht Spielen in 25 Tagen gestartet. Gegen den EHV Aue kam das Team von Michael Lerscht daheim zu einem 27:27-Unentschieden (13:14).

Hamm – Hatte im Hinspiel der ASV vier Sekunden vor dem Ende durch ein Tor von Jan Brosch das Remis gerettet, waren es nun die Erzgebirger, die – ebenfalls exakt vier Sekunden vor dem Ende – durch Adrian Kammloth noch zum Ausgleichstreffer kamen. Ausgerechnet Brosch musste in den letzten 19 Sekunden eine Zeitstrafe abbrummen. Für Aue war es das siebte Spiel in Folge ohne Niederlage, für den ASV ein weiterer wichtiger Punkt, um sich von Platz 15 weiter nach oben zu arbeiten.

Bei den Gastgebern waren Markus Fuchs, Marian Orlowski und Marten Franke wieder dabei, für den verletzten Jan Pretzewofky rückte Routinier Lars Gudat ins Aufgebot, der gegen Ende der Partie einen wichtigen Anteil am Punktgewinn hatte. Die ersten Minuten der Begegnung erinnerten ebenfalls ein wenig an das Hinspiel (26:26), in dem die Auer nach gut 15 Minuten mit 10:1 in Führung lagen. Die Sachsen begannen wieder mit einer 5:1-Deckung mit dem vorgezogenen Sebastian Paraschiv und gingen noch in der ersten Minute durch Arnar Birkir Halfdannsson in Führung. Merten Krings glich aus, doch Kammlodt brachte Aue mit zwei Toren von halblinks wieder mit 3:1 in Führung.

Jan von Boenigk, Marten Franke und Jan Brosch glichen anschließend bis zum 4:4 aus, doch danach trafen für die Gastgeber zunächst nur noch Fabian Huesmann und von Boenigk bei einem halben Dutzend Fehlversuchen. Die Gäste nutzten dies und gingen sogar mit 10:6 in Führung, wobei sich die Gäste vor allem auf ihre Top-Torjäger Kammlodt und und Bengt Bornhorn verlassen. Letzterer erzielte die Tore zum 5:7, 6:8 und 6:10 vom Kreis aus.

Von Boenigk auf Hammer Seite und Halfdansson bei den Gästen sorgten für das 7:11, dann griff Jan-Joerg Wesemann erstmals ein. Gerade für Felix Storbeck auf die Platte gekommen (17.), entschärfte er bei einem Gegenstoß der Auer den Wurf von Kammlodt. Statt 7:12 stand es wenig später 9:11 – auch weil Wesemann zweimal gegen Kammlodt und gegen Kevin Roch pariert hatte.

In der Folgezeit gelang es dem ASV immer besser, die beiden Top-Torschützen der Auer zu verteidigen. Nachdem Huesmann in der 26. Minute mit einem Siebenmeter auf 11:12 verkürzt hate, traf schließlich Merten Krings von halblinks zum 12:12-Ausgleich. Zwar hielt die Führung keine 60 Sekunden, weil Aue durch Halfdansson und Paraschiv traf, doch Florian Schoesses sehenswerter Treffer von halbrechts zum 13:14 eröffnete dem ASV für die zweite Hälfte eine ordentliche Perspektive.

Und darin entwickelte sich auch dank Keeper Jan-Jörg Wesemann und starken Paraden in entscheidenden Situationen ein offener Abtausch, in dem Aue den besseren Start hatte, der ASV aber zunächt durch Huesmann zum 16:16 ausglich und Merten Krings wenig später von halblinks zur ersten Führung der Gastgeber in diesem Spiel einnetzte. Mit dem Einstieg in die Schlussviertelstunde sorgten zunächst der bärenstarke Jan von Boenigk zum 19:19 und Lars Gudat zum 20:20 für Jubel bei den Gastgebern, bevor Gudat im Nachsetzen erneut für die Führung sorgte (21:21/45.). Schließlich traf Gudat auch zum 25:24 und zum 27:26, als er den Ball von Rechtsaußen mit links an Keeper Sveinbjörn Petursson vorbei ins Netz legte. Schließlich konnten sich die Gäste in Überzahl auf ihren Top-Torjäger Adrian Kammlodt verlassen, der mit seinem neunten Tor zum Endstand traf.

Lange Zeit, über das Remis nachzudenken, bleibt den Hammern nicht. Schon am Sonntag folgt das Gastspiel beim Dessau-Rosslauer HV (17 Uhr).

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