ASV startet gegen Aue in den letzte Phase der Zweitliga-Spielzeit

ASV: Saisonendspurt als Mammutaufgabe

Zwölf Tage ist für den ASV das letzte Spiel gegen Hüttenberg her. Bis zum Saisonende folgen für die Hammer (hier Florian Schöße) nun allerdings acht Partien in 25 Tagen
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Zwölf Tage ist für den ASV das letzte Spiel gegen Hüttenberg her. Bis zum Saisonende folgen für die Hammer (hier Florian Schöße) nun allerdings acht Partien in 25 Tagen.

Für die Handballer des ASV Hamm-Westfalen ist der letzte Monat der Zweitliga-Saison angebrochen. Häufig trudelt die Spielzeit zu diesem Zeitpunkt eher aus, doch diesmal blicken die Hammer auf einen pickepackevollen Terminplan. Acht Begegnungen – zwei bis vier mehr als jedes andere Team – müssen sie bis zum 26. Juni, dem Abschlussspiel beim TuS Fürstenfeldbruck, noch absolvieren. Ein Mammutprogramm, das mit dem Heimspiel am Mittwoch gegen den EHV Aue um 19.15 Uhr beginnt.

Hamm – „Normalerweise ist die Saison in zehn bis zwölf Tagen beendet. Das ist schon atypisch und wird sich hoffentlich nicht wiederholen“, sagt ASV-Coach Michael Lerscht. In dieser Phase der Saison zieht er eigentlich die Trainingsintensität nach eigenen Angaben noch einmal an, damit seine Akteure noch etwas in die Sommerpause mitnehmen.

Nun schaut es angesichts des Programms vollkommen anders aus. Neben den Spielen in Drei- und Vier-Tage-Takt stehen regenerative Einheiten im Vordergrund, dazu Gegnervorbereitung und Taktik. „Wir können ja schon die ganze Zeit nicht an der Entwicklung arbeiten“, spricht Lerscht von einer für ihn als Coach schwierigen zweiten Saisonhälfte. Die Quarantäne inklusive der nur schrittweisen Rückkehr seiner Spieler in den Trainingsbetrieb waren alles andere als optimale Bedingungen, davor hatten die Hammer schon einmal mehrere englische Wochen am Stück zu bestreiten.

Der Kader ist wieder voller

Immerhin, der zur Verfügung stehende Kader macht Lerscht vor der Aufgabe gegen den sechsplatzierten EHV Aue Mut. Marian Orlowski, Marten Franke und Markus Fuchs kehren im Vergleich zum 26:26-Unentschieden vor zwölf Tagen gegen den TV Hüttenberg zurück ins Team, dem erneut Lars Gudat angehören wird. „Wir müssen uns als Mannschaft freischwimmen. In der Formation standen wir sechs, sieben, acht Wochen nicht auf dem Feld“, sagt Lerscht.

Fehlen wird der langzeitverletzte Sören Südmeier, der in dieser Saison auch nicht mehr zum Einsatz kommen wird, obwohl ihm der Trainer gute Fortschritte attestiert. In der Vorbereitung soll er wieder einsteigen.

ASV will Plätze in der Tabelle gutmachen

Die Marschroute für die Partie gegen den EHV ist derweil klar. „Wir müssen punkten“, fordert Lerscht. Sein Team ist aufgrund von lediglich drei Zählern seit Mitte April – in allerdings auch nur vier Partien – auf Rang 15 abgesackt. „Für uns geht es jetzt darum, die Tabelle gerade zu rücken“, möchte Lerscht mit dem ASV wieder weiter nach oben klettern. Mit Ausnahme von Spitzenreiter Hamburg sieht er alle noch ausstehenden Gegner auf Augenhöhe.

So auch das Team aus dem Erzgebirge, das acht Punkte mehr auf dem Konto hat. Im Hinspiel unterstrichen die Hammer, dass sie nicht schlechter als die Gäste sind. Vier Sekunden vor Schluss glich Jan Brosch zum 26:26-Endstand aus.

Hinspiel: Katastrophenstart und Aufholjagd

Vorausgegangen war allerdings ein kurioses Spiel, in dem der ASV nach einer Viertelstunde mit 1:10 zurücklag. Die Hammer kamen in Aue zunächst überhaupt nicht mit der aggressiven Deckung und dem vorgezogen agierenden Sebastian Paraschiv zurecht. „Danach haben wir 35 Minuten guten Handball gespielt und zum 19:19 ausgeglichen. Anschließend war es ein klassisches Unentschiedenspiel“, erinnert sich Lerscht und nennt die ersten 15 Minuten ein „mahnendes Beispiel“.

Auf die 5:1-Deckung setzt Aue weiterhin. „Die spielen sie auch gut. Wir müssen uns aber auch darauf einstellen, wenn sie auf 6:0 umstellen oder damit beginnen“, sagt der ASV-Coach.

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