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ASV Hamm-Westfalen: Starke 45 Minuten reichen nicht gegen Gummersbach

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Von: Günter Thomas

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Unter Wert geschlagen: Dani Baijens und der ASV Hamm-Westfalen.
Unter Wert geschlagen: Dani Baijens und der ASV Hamm-Westfalen. © Reiner Mroß/Digitalbild

45 starke Minuten reichten nicht: Der ASV Hamm-Westfalen unterlag im Topspiel der 2. Handball-Bundesliga trotz starker Vorstellung dem Tabellenführer VfL Gummersbach mit 26:31 (12:11) und bleibt damit im Verfolgerfeld. Es war eine Niederlage, die deutlich zu hoch ausgefallen war.

Beim ASV fehlte weiterhin wie befürchtet Matej Mikita. Dafür hatte Trainer Michael Lerscht Noah Moussa und Florian Schöße aus dem Kader der Drittliga-Mannschaft mit in den Kader berufen. Bei den Gästen waren während der Länderspiel-Pause zuletzt gleich drei Akteure operiert worden und fehlten entsprechend: Fynn Herzig (Rückraum Mitte), Alexander Hermann (Rückraumlinks) und Bruno Eickhoff (Kreis).

Es war ein Wahnsinnsspiel, das sich beide Mannschaften im ersten Durchgang lieferten. Der ASV hatte zwar zu Beginn gegen die 5:1-Deckung der Gäste viel Mühe und lag nach fünf Minuten entsprechend mit 0:2 zurück. Dani Baijens mit dem 1:2 (6.), Felix Stirbeck mit einem gehaltenen Siebenmeter gegen Janko Bozovic und Fabian Huesmann per Siebenmeter bügelten das aber innerhalb von zwei Minuten wieder aus.

Gummersbach legte in der Folge bis zum 4:5 (14.) weiter vor, aber schon hier zeigte sich, dass das Topspiel tatsächlich ein Kampf auf Augenhöhe sein würde. Und das, obwohl ASV-Abwehrchef Markus Fuchs schon nach 9:48 Minuten aufgrund einer Abwehraktion gegen Gummersbachs Julian Köster die Rote Karte sah. Eine sehr harte Entscheidung der Unparteiischen Pawel Fratczak/Paulo Ribeiro. Hamm musste seine Abwehr neu strukturieren, spielte mit Wut im Bauch und das gut.

Nach 17 Minuten sorgte Marian Orlowski für die erste Hammer Führung (6:5), und danach sollte es noch besser kommen. Drei Treffer in Folge durch Tim Wieling (2) und Fabian Huesmann sorgten für einen Drei-Tore-Vorsprung - die Halle kochte.

Als dann erst Fabian Huesmann und später Jan Brosch kurz nacheinander Zeitstrafen kassierten (21./22.), war der Vorsprung allerdings auch schnell bis auf einen Treffer wieder aufgebraucht - obwohl das Team die doppelte Unterzahl relativ gut mit einem 0:2 überstand.

Dennoch galt im weiteren Verlauf: Hamm war trotz des Ausfalls des Abwehrchefs richtig gut in der Partie und rettete durch Sören Südmeier per Unterarmwurf drei Sekunden vor der Halbzeitsirene sogar einen knappen 12:11-Vorsprung in die Pause.

Marian Orlowski besorgte zwei Minuten nach der Pause das 13:11 - doch nach 35 Minuten und einem Siebenmetertreffer durch Bozovic war die Partie wieder ausgeglichen (13:13).

Und es blieb knackig: Auch nach 40 Minuten stand es unentschieden (17:17) - dann ging der VfL durch Linksaußen Raul Santos erstmals wieder in Führung. Eine Tendenz, in welche Richtung das Pendel am Ende ausschlagen würde, war nicht zu erkennen. Als direkt danach zunächst Julian Köster für die Gäste traf, der ASV sich den gefühlt ersten leichten Fehler der Partie lieferte und Szymon Dzialakiewicz die nächste Aktion sofort zum 19:21 nutzte, nahm Lerscht sofort die Auszeit.

Die verhinderte allerdings nicht, dass die Gäste in der Folge nach frei vergebenen Möglichkeiten im Angriff und einem Treffer durch Ellidi Vidarsson mit drei Treffern in Rückstand gerieten (20:23/47.) - und damit unter Druck.

Als dann Bozovic per Siebenmeter zum 22:26 traf, standen die Karten nicht mehr gut für die Hausherren. Gummersbach spielte seinen Streifen in Ruhe herunter und fuhr am Ende zwei sichere Punkte ein.

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