1. wa.de
  2. Sport
  3. Hamm

ASV: Schwere Aufgabe in Lübeck

Erstellt:

Von: Günter Thomas

Kommentare

Viel Arbeit wartet auf die ASV-Spieler Tim Wieling (von links), Dani Baijens, Alexander Engelhardt und Matej Mikita in Lübeck.
Viel Arbeit wartet auf die ASV-Spieler Tim Wieling (von links), Dani Baijens, Alexander Engelhardt und Matej Mikita in Lübeck. © Reiner Mroß

Durch die 30:32-Niederlage in eigener Halle gegen den VfL Eintracht Hagen hat der ASV Hamm-Westfalen den Sprung auf Tabellenrang zwei in der 2. Handball-Bundesliga verpasst. Mit einem Sieg am Mittwoch beim VfL Lübeck-Schwartau (19.30 Uhr/Hansehalle) kann die Mannschaft aber Tuchfühlung zu den Aufstiegsrängen halten.

Hamm – Die Heimniederlage gegen Eintracht Hagen tat weh und brachte Mannschaft und Verantwortliche des ASV Hamm-Westfalen auch im Nachhinein noch ins Grübeln. Schließlich hätte ein Sieg im Derby über den Tabellennachbarn Rang zwei der Tabelle bedeutet. Doch wie schon zuvor beim letzten Heimspiel gegen Spitzenreiter VfL Gummersbach entführten am Ende die Gäste die Punkte. Für Michael Lerscht war die Niederlage zwar ärgerlich – den Blick auf das Tableau will er aber kategorisch vermeiden. „Das wäre ein großer Fehler, falls es jemand macht“, sagt der ASV-Trainer. „Wir sollten uns grunsätzlich nicht mit der tabellarischen Situation beschäftigen – wir haben gerade einmal November und müssen zusehen, dass wir jetzt gut durch den Dezember kommen und möglichst viele Punkte sammeln – unabhängig davon, wofür das dann tabellarisch steht. Aber natürlich war es ein schwieriges Thema vor dem Hagen-Spiel. Jetzt ist die Momentaufnahme wieder etwas anders.“

Sechs Begegnungen warten im letzten Monat des Jahres noch auf das Lerscht-Team, beginnend mit der schweren Aufgabe am Mittwoch beim VfL Lübeck-Schwartau (19.30 Uhr/Hansehalle). Anreisen werden die Hammer im Unterschied zu anderen bisher absolvierten weiten Auswärtsaufgaben in Coburg oder Rostock erst am Spieltag. „Das ist die weiteste Fahrt, die wir ohne Übernachtung machen werden“, sagt Lerscht. „Mit 370 Kilometern liegt Lübeck knapp unter der gesetzten Grenze, ab der wir einen Tag früher anreisen.“

Auch sportlich dürfte die Partie wieder an einer Grenze pendeln – der zwischen Sieg und Niederlage. Die Gastgeber sind mit 12:12 Zählern als Tabellenneunter nicht optimal in die Saison gestartet. „Doch wenn sie den gesamten Kader zur Verfügung haben, ist das eine gute Mannschaft“, zollt Lerscht dem Gegner Respekt. „Die haben einige Spieler, die uns ganz schön weh tun können.“

Große Lübecker Stärke ist das Tempospiel

Größte Stärke des Teams von Trainer Piotr Przybecki ist das Tempospiel, das der ASV unterbinden muss, wenn er eine Chance haben will. „Lübeck hat viel Geschwindigkeit und ist stark in den 1:1- oder 2:2-Situationen“, so Lerscht. „Spieler wie Matej Klima, Markus Hansen, Mex Raguse oder Niels Versteijnen gehen vorweg, um Entscheidungen herbeizuführen – das müssen wir systemisch gut verteidigen.“

Dass Lübeck in der Tabelle nicht so gut dasteht wie erhofft, hat auch mit der Verletzungsproblematik zu tun, die den Kader beschäftigt. So hat Mittelmann Klima in den ersten Begegnungen noch gefehlt. „Und das ist schon ein Unterschied, ob der spielt oder nicht“, sagt Lerscht. „Das ist ein toller Angreifer mit viel Power im Körper und im 1:1 nur schwer zu verteidigen. Das hat er im Sommer schon im Testspiel gegen uns gezeigt.“ Auch der zweite Spielmacher, Markus Hansen, war verletzt, Linksaußen Joscha Ritterbach, Ex-ASVer, fehlt ebenfalls seit Wochen. Nach 2:6 Punkten zum Auftakt ist das Team jetzt gefestigt. Was der überzeugende 29:27-Erfolg zuletzt bei Tusem Essen unterstreicht.

Im Hammer Lager ist die personelle Lage relativ entspannt. Matej Mikita saß gegen Hagen auf der Bank: „Ich denke, dass er ein paar Minuten kriegen wird“, so der Trainer, der hofft, dass auch Sören Südmeier trotz Fußproblemen mehr eingesetzt werden kann. „Ansonsten haben wir alle Jungs zusammen.“

Auch interessant

Kommentare