Handball

ASV Hamm-Westfalen ringt Gummersbach nieder

Marian Orlowski ASV Hmm-Westfalen
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Erstmals wieder für den ASV im Einsatz: Marian Orlowski.

Als Topspiel der 2. Handball-Liga war die Partie zwischen dem ASV Hamm-Westfalen und dem VfL Gummersbach angekündigt gewesen - und beide Mannschaften erfüllten die Erwartungen. Am Ende eines siedend heißen Duells triumphierte der Gastgeber mit 27:25 (11:13).

Beim Aufwärmen wurde es voll auf der Spielhälfte der Hammer. Rechtsaußen Marten Franke und Marian Orlowski (Halblinks) machten beim Anschwitzen mit. Merten Krings (Daumenbruch) war immerhin davor beim lockeren Fußballspielchen dabei. Für einen Einsatz kam der Mittelmann noch nicht in Frage.

Auch Orlowski musste zunächst auf der Bank Platz nehmen. Diejenigen, die auf der Platte standen, lieferten sich dafür mit den Gästen von Beginn an einen offenen und vor allem sehenswerten Schlagabtausch. Ruhig und bedacht versuchten sich beide Mannschaften im Aufbau Vorteile zu verschaffen. Sören Südmeier beim ASV und Timm Schneider beim VfL setzten auf den Spielmacherpositionen Ruhe, um dann im richtigen Moment das Tempo anzuziehen und ihre Schützen in Position zu bringen.

Bis zum 3:5-Zwischenstand (11.) hatten die Gäste dabei leichte Vorteile, weil sie insgesamt abgezockter, cooler wirkten als die Hausherren, denen der Respekt vor dem großen Namen ein wenig anzumerken war. Als dann jedoch Felix Storbeck den zweiten Siebenmeter der Gummrsbacher durch Raul Santos parierte und David Spiekermann direkt danach zum 5:5 einnetzte (13.), waren die Hammer im Spiel. So gut, dass kurze Zeit später Südmeier und Jan Brosch sogar für eine Zwei-Tore-Führung sorgten (8:6/18.).

Als dann noch Orlowski nach de erneuten Ausgleich bei seiner ersten Aktion auf dem Feld gleich für das 9:8 sorgte (21.) und Gummersbachs Ellidi Snaer Vidarsson zusätzlich eine Zweiminuten-Zeitstrafe bekam, sah es gut aus für den ASV. Doch die Schiedsrichter nahmen den Treffer zurück, und Gummersbach nutzte die Phase, um seinerseits wieder mit zwei Treffern in Führung und in die Pause zu gehen (11:13).

Direkt nach der Pause legte Lukas Blohme zum 11:14 nach - die Hypothek für den zweiten Durchgang lag nun schon bei drei Toren. Hamm musste mehr Risiko nehmen, schneller den Abschluss suchen und hatte zudem in der Defensive Probleme, die starken Schneider und Bozovic in den Griff zu bekommen .

Nach 40 Minuten lag der Rückstand noch immer bei drei Treffern (15:18), ehe Storbeck nun dreimal wichtig parierte, Südmeier die Verantwortung bei zwei Toren übernahm und Huesmann per Gegenstoß und von Außen erfolgreich war. Plötzlich lag Hamm wieder vorn (19:18/43.).

Als dann auch noch Jan Pretzewofsky erfolgreich war und Jan von Boenigk zum 21:19 nachlegte, sah es auf einmal sehr gut für die Gastgeber aus. Ein Eindruck, den das Team-Timeout, das Gästecoach Gudjon Valur Sigurdsson direkt im Anschluss nahm, bestätigte.

Die Entscheidung war das allerdings nicht. Die Gäste glichen nach 48 Minuten wieder aus (21:21), und danach wurde es auf beiden Seiten hektischer. Willkommen in der Crunch-Time, die ein Tempogegenstoß von Santos zum 22:23 einleitete (52.). Bis zum Ende blieb die Partie offen. Fünf Minuten vor dem Ende stand es 25:25.

Gut zwei Minuten vor dem Ende traf von Boenigk zum 26:25. Und als sich Schneider auf der anderen Seite einen technischen Fehler erlaubte, hatten die Hausherren die Chance, mit zwei Treffern entscheidend wegzuziehen. Zumal Santos bei einem Hammer Freiwurf auch noch im angezeigten ASV-Zeitspiel eine Zeitstrafe kassierte. 30 Sekunden vor Schluss nahm ASV-Coach Michael Lerscht die letzte Auszeit - noch immer hatte sich der Spielstand nicht verändert.

Als dann Südmeier zum 27:25 einnetzte, blieb Schneider am Boden liegen - der Pfiff der Unparteiischen blieb aber aus, und der Treffer zählte. Die Entscheidung war gefallen.

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