HSV würde mit Sieg in die 1. Liga zurückkehren

ASV reizt in Hamburg die Rolle des Spielverderbers

Im Hinspiel hielt der ASV (hier mit Jo Gerrit Genz) lange gut mit dem Favoriten mit. 
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Im Hinspiel hielt der ASV (hier mit Jo Gerrit Genz) lange gut mit dem Favoriten mit. 

Für die einen könnte diese Partie zum emotionalen Höhepunkt der Saison werden. Für die anderen bleibt, nachdem die Saison eigentlich längst abgehakt ist, allenfalls der Reiz, als Spielverderber aufzutreten.

Hamm – Fest steht: Wenn der HSV Hamburg am Dienstag um 20 Uhr in der Barclaycard Arena den ASV Hamm-Westfalen zum Nachholspiel in der 2. Handball-Bundesliga empfängt, wird es emotional hoch hergehen. Schließlich erwarten die Gastgeber zum möglicherweise finalen Akt auf ihrem Weg zurück in die 1. Liga bis zu 2 700 Fans.

„Diese Zuschaueranzahl ist in dieser Saison einmalig – und wird es auch bleiben“, freut sich ASV-Trainer Michael Lerscht auf diese Partie, auch wenn sich das Publikum in der riesigen Multifunktionshalle, die bei Sportveranstaltungen bis zu 13 000 Besuchern Platz bietet, ein wenig verlaufen wird. „Da wird viel Druck und Dampf von der Tribüne auf uns zukommen. Schließlich will Hamburg den finalen Punkt einfahren, den es noch braucht, um den Aufstieg in trockenen Tüchern zu haben. Die werden Vollgas geben, um feiern zu können.“

„Fahren nicht dahin, um uns drei Fässer Bier abzuholen“

Doch auch die Hammer Spieler sind noch motiviert, was ihr 31:22-Kantersieg im letzten Saison-Heimspiel gegen den VfL Lübeck-Schwartau am Samstag belegt hat. „Klar, Hamburg will aufsteigen, aber wir fahren da nicht hin, um uns drei Fässer Bier abzuholen“, verspricht ASV-Kapitän Jakob Schwabe. „Ich habe in der Barclaycard-Arena jedenfalls noch nie verloren.“

Entsprechend konzentriert sind die Hammer dann auch nach dem lockeren Heim-Ausklang nach dem Spiel am Samstag mit der Mannschaft und dem freien Sonntag am Montag in die Vorbereitung auf das Spiel gegangen. „Der HSV agiert viel in der Kleingruppe mit Kreiskooperationen, ist stark in den Zweikämpfen“, sagt Lerscht. „Auch die Torhüterleistung war zuletzt stark. Und mit Wullenweber oder Forstbauer sind sie im Angriff sehr gut besetzt. Aber wir haben dort ja nichts zu verlieren.“

Im Hinspiel, das am 31. März nachgeholt wurde, hielt der ASV bis zur 50. Minute ein 22:22-Unentschieden, ehe die Partie noch mit 29:32 verloren ging. Da bekamen die Hammer Mittelmann Leif Tissier und Kreisläufer Niklas Weller nicht in den Griff.

Die Hammer selbst mussten damals verletzungsbedingt auf beide etatmäßigen Mittelleute verzichten. Merten Krings ist am Dienstag wieder dabei, während Sören Südmeier, wie Marian Orlowski und Jan Pretzewofsky, weiter ausfällt.

2700 Zuschauer zugelassen - Wissenschaftliche Studie

Ursprünglich sollte die Partie bereits um 18 Uhr beginnen, aufgrund der erlaubten Zuschauerzahl haben die Hammer der späteren Anwurfzeit zugestimmt. Da dieses Spiel einer wissenschaftlichen Studie des Frauenhofer Instituts dient, müssen sich alle Zuschauer zur Teilnahme an einer kurzen Umfrage nach dem Spiel verpflichten und einen weiteren Corona-Test sieben bis zehn Tage nach der Veranstaltung machen.

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