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ASV Hamm-Westfalen: Partystimmung nach Sieg im Topspiel gegen den ThSV Eisenach

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Von: Günter Thomas

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Hielt stark: ASV-Keeper Felix Storbeck.
Hielt stark: ASV-Keeper Felix Storbeck. © Reiner Mroß

Die Botschaft war unmissverständlich: Werdet zu Legenden, hatte der ASV-Fanklub per Botschaft auf einem Transparent in der Westpress Arena in der Halbzeit des Topspiels der 2. Handball-Bundesliga zwischen dem Tabellenzweiten ASV Hamm-Westfalen und dem Ligavierten ThSV Eisenach von seinem Team gefordert. Mit dem 24:19 (13:8)-Sieg vor 1620 Zuschauern haben die Gastgeber zumindest einen wichtigen Schritt in diese Richtung getan. 

ASV-Coach Michael Lerscht musste weiterhin auf Vize-Kapitän Markus Fuchs verzichten. Dafür stand Linksaußen Alexander Reimann wieder im Kader.

Entgegen der eigenen Befürchtungen im Vorfeld war der ThSV Eisenach in bester Formation angereist – und mit einem Fanbus, dessen Besetzung dafür sorgte, dass sich auch die Gäste nicht über mangelnde Unterstützung zu beklagen brauchten.

Auf dem Feld wurde von Beginn an viel geboten: Technisch, kämpferisch, emotional – und vor allem taktisch. Eisenach, das aus den vergangenen 16 Begegnungen 14 für sich entschieden hatte und zuletzt sechs Partien in Folge gewann, startete wie erwartet mit einer schwierig zu bespielenden 5:1-Deckung, aus der heraus Fynn Hangstein, Mittelmann des ThSV, in der vorgezogenen Position für viel Verwirrung im Hammer Aufbauspiel sorgte. Die Folge: Zu viele Fehler, wenig Tore und der bessere Start für den Tabellenvierten aus der Wartburgstadt. Nach acht Minuten stand es 1:3 – nur Gerrit Genz hatte bis zu diesem Zeitpunkt für die Gastgeber getroffen.

Doch mit zunehmender Spielzeit stellte sich der ASV besser auf das Spiel der Eisenacher ein, gewann an Sicherheit und schaffte nach 14 Minuten erstmals wieder den Ausgleich. Kurz darauf meldete sich auch ASV-Keeper Felix Storbeck im Spiel an. Nach seiner ersten Parade traf Genz beim Gegenstoß noch die Latte, den zweiten setzte der Halbrechte kurz danach zur ersten Hammer Führung seit dem 1:0 (6:5/16.).

Den Schlüssel zum Sieg gefunden

Danach schien es, als hätten die Hausherren den Schlüssel zum Sieg gefunden. Denn zunächst legten Huesmann und Marian Orlowski zum 8:5 nach. Eisenach hatte dagegen eine zehnminütige Torflaute zu überstehen, aus der es erst mit Hilfe einer Zeitstrafe gegen Matej Mikita herauskam. Willy Weyhrauch traf zum 8:6 (23.).

Doch die Gastgeber waren jetzt im Spiel. Weitere starke Defensivaktionen sorgten dafür, dass auch vorne die Tore einfacher herausgespielt werden konnten. Und so schraubte der ASV seinen Vorsprung bis zur Pause auf komfortable fünf Tore (13:8). Ein Spielstand, der die Fans für den zweiten Durchgang hoffen ließ.

Und die zweite Hälfte begann, wie die erste aufgehört hatte: Zunächst parierte Storbeck einen Wurf von Hangstein stark, dann stürmte Huesmann per Tempogegenstoß zum 14:8 (33.). Jan von Boenigk legte zum 15:9 nach (35.) – erstmals betrug der Vorsprung sechs Tore.

Durch war die Partie damit allerdings noch nicht. Eisenach gab sich nicht geschlagen, kam mit einem 5:2-Lauf zurück in die Partie. Doch in der anschließenden prekären Phase mit doppelter Unterzahl behielt der ASV die Nerven und entschied diese sogar mit 2:1 für sich. Dennoch: Nach 46 Minuten stand es 19:16 – nichts war entschieden.

Um so beruhigender für die ASV-Fans, dass Huesmann direkt nach dem folgenden Team-Timeout der Gäste nach einem Ballgewinn in der Abwehr zum 20:16 ins leere Tor traf. Das Publikum tobte.

Mit einer Roten Karte gegen Benny Meschke nach einem Gesichtstreffer gegen Jannis Schneibel (51.) begann die Schlussphase – in der spätestens der Doppelschlag durch Dani Baijens und Kapitän Huesmann zum 24:18 (55.) die Hammer Party einläutete.

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