1. wa.de
  2. Sport
  3. Hamm

ASV Hamm-Westfalen: Nichts zu holen bei den Füchsen

Erstellt:

Von: Günter Thomas

Kommentare

Eine beeindruckende Einlaufshow lieferten die Füchse Berlin vor der Partie gegen den ASV.
Eine beeindruckende Einlaufshow lieferten die Füchse Berlin vor der Partie gegen den ASV. © Günter Thomas

Nach fünf Minuten lag der ASV Hamm-Westfalen bei den hoch favorisierten Füchsen Berlin am fünften Spieltag der Handball-Bundesliga mit 4:2 in Führung. Eine Momentaufnahme - denn an ihrem klaren 37:26 (19:13)-Erfolg gegen den Aufsteiger ließen die Gastgeber anschließend vor 6421 Zuschauern trotzdem keinen Zweifel aufkommen.

Die Warnung hätten die Verantwortlichen der Füchse Berlin besser auf den Trainerbänken hinterlegt: „Bei der Einlaufshow werden neue Flammensäulen eingesetzt – es wird warm“, hieß es auf Hinweisschildern, die auf den Presseplätzen am Spielfeldrand abgelegt worden waren. Es wurde sogar heiß – denn beide Mannschaften starteten mit viel Tempo und Elan in die Partie.

Während der ASV in drei seiner ersten vier Begegnungen den Start in die Partie verschlafen hatte, gelang es dieses Mal, gleich voll da zu sein – zumindest fünf Minuten lang. Diese Phase gehörte den Gästen. Weil Marian Orlowski, der auf der Spielmacherposition begann, Savvas Savvas, Alexander Schulze und Fabian Huesmann per Siebenmeter die ersten vier Versuche im Netz unterbrachten und die Hausherren im „Fuchsbau“ damit ein wenig überraschten. 2:4 stand es zu diesem Zeitpunkt. Eine Momentaufnahme, die die Gastgeber allerdings nicht sonderlich beunruhigte.

Das Team von Trainer Jaron Siewert spielte fortan deutlich konzentrierter und konsequenter, rührte in der Defensive um Marko Kopljar und Neuzugang Max Darj im Innenblock Beton an – und läutete damit die bereits entscheidende Phase der Partie an. Zwölf Minuten gelang dem Aufsteiger kein Treffer mehr, Savvas, Orlowski und Jan von Boenigk bissen sich an der Füchse-Deckung die Zähne aus – Außen und Kreis kamen kaum einmal zur Geltung.

Auf der anderen Seite fingen die Füchse viele Bälle ab und liefen Gegenstoß nach Gegenstoß. Das Ergebnis: Nach 17 Minuten stand es 10:5 – der nötige Sicherheitsabstand für einen ruhigen Abend war geschaffen.

Gut für die Gäste, dass sie mit Vladimir Bozic einen sicheren Rückhalt zwischen den Pfosten hatte, der allein im ersten Durchgang auf starke neun gehaltene Bälle – darunter ein parierter Siebenmeter gegen die Handball-Legende Hans Lindberg – kam. Dass der Vorsprung der Füchse bis zur Pause dennoch auf sieben Treffer anwuchs (19:13), konnte er aber nicht verhindern – auch, weil sein Gegenüber Dejan Milosavljev ihm mit acht Paraden kaum nachstand.

Beweglicher in der Deckung

Deutlich beweglicher in der Deckung, mit einem Markus Fuchs, der sich im Fuchsbau sichtbar wohl fühlte, kam der ASV aus der Kabine. Im Angriff blieb es allerdings schwierig, weil die Mannschaft sich zwar gute Möglichkeiten herausspielte, im Abschluss aber immer wieder Nerven zeigte.

Zudem häuften sich die technischen Fehler beim Aufsteiger, so dass die Berliner in dieser Phase fast ausschließlich über Tempogegenstöße oder zweite Welle zu ihren Treffern kamen.

Nach 50 Minuten war der Vorsprung des Favoriten so erstmals auf zehn Tore angewachsen. In den letzten Minuten legten die Hausherren gegen die in der Schlussphase offensiv mit Sieben-gegen-Sechs agierenden Hammer nicht mehr bedeutend nach - so dass es am Ende bei einer Niederlage mit elf Toren Unterschied blieb.

Auch interessant

Kommentare