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ASV Hamm-Westfalen: Neuzugang auf Rückraum rechts

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Von: Günter Thomas

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Neuzugang des ASV Hamm-Westfalen: Andreas Bornemann kommt vom TuS Ferndorf.
Neuzugang des ASV Hamm-Westfalen: Andreas Bornemann kommt vom TuS Ferndorf. © imago

Die Kaderplanung beim ASV Hamm-Westfalen nimmt Form an. Und bringt einschneidende Veränderungen für den Rückraum des Handball-Zweitligisten. Nach Savvas Savvas, der künftig auf der linken Seite zum Einsatz kommen wird, hat der ASV nun auf der anderen Angriffsseite für klare Verhältnisse gesorgt.

Hamm – Ab dem 1. Juli wird Andreas Bornemann für zwei Jahre den Kader auf Rückraum rechts verstärken. Bornemann spielt aktuell beim Hammer Ligakonkurrenten TuS Ferndorf. Für Jo Gerrit Genz stehen dagegen in Sommer die Zeichen nach zwei Jahren im Hammer Osten auf Abschied. Der 26-Jährige, der im Juli 2020 vom TuS N-Lübbecke zum ASV gekommen ist, wird sich neu orientieren. „Bei uns ging es erst um die weitere Zusammenarbeit mit den Bestandsspielern. Das hat bei Gerrit nicht funktioniert“, bestätigt ASV-Coach Michael Lerscht, der für die Nachfolge bei seinem Ex-Klub fündig wurde. „Andreas war dann der erste, der mir in den Kopf gekommen ist, weil ich ihn als Mensch gut einordnen kann. Er ist super als Typ und wird gut bei uns reinpassen.“

Die Zuschauer dürfen sich auf einen Spieler freuen, der viel Physis mitbringt. „Sportlich ist er ein schönes Pendant zu Jan von Boenigk. Andreas ist sehr trainingsfleißig, bringt das auf die Platte und kann auf der Halbposition verteidigen“, so Lerscht.

Als das Angebot vom ASV kam, brauchte Bornemann nicht lange, um sich zu entscheiden. „Ich spiele seit acht Jahren in der 2. Liga“, sagt der Linkshänder. „Und Hamm ist ein Verein, der oben mitspielt und daher sehr attraktiv ist“, sagt der 26-Jährige. „Sportlich und im Umfeld läuft hier alles sehr professionell ab, wie man hört.“

Zusammenarbeit mit dem Ex-Trainer

Eineinhalb Jahre arbeitete Bornemann bereits in Ferndorf mit seinem neuen Trainer zusammen. „In unseren sportlichen Vorstellungen, der Philosophie, Handball zu spielen und der Herangehensweise gibt es viele Schnittstellen“, sagt er.

Aufgewachsen ist der Neu-ASVer in Kelkheim im Taunus bei Frankfurt (Main). Die erste Station war die hessische TSG Münster, bei der er in der Jugend acht Jahre gespielt hat, ehe er in den Nachwuchsbereich der Rhein-Neckar Löwen wechselte. Erster Verein im Seniorenbereich war der GSV Eintracht Baunatal (2013 bis 15), es folgten die Stationen beim TV 1893 Neuhausen (2015 bis 2017), Neusser HV (2017), VfL Eintracht Hagen (2017 bis 19) und ab 2019 der TuS Ferndorf.

Mit dem TuS will er in dieser Runde unbedingt noch den Klassenerhalt schaffen. Dass das für den Tabellenletzten nicht leicht wird, angesichts der fünf Punkte Rückstand zum rettenden Ufer, weiß Bornemann, der in den ersten elf Saisonspielen 44 Tore erzielt, danach aber die letzten sieben Begegnungen vor der Winterpause aufgrund einer Knieverletzung verpasst hat. „Ich möchte mich dort auf keinen Fall mit einem Abstieg verabschieden. Deswegen werde ich Vollgas geben und versuchen, mit der Mannschaft die nötigen Punkte zu holen.“

Abschied nach drei Jahren beim TuS Ferndorf

Zumal der TuS ihm auch in den vergangenen Jahren ans Herz gewachsen ist. „Da habe ich viel gelernt und meine Spielzeit bekommen“, betont er. „Die habe ich genutzt, um mich weiterzuentwickeln.“

Jetzt hofft er, sich mit dem Wechsel professioneller aufstellen zu können. In seinem Studium – Umwelt-und Ingenieurwesen an der Uni Kassel – macht er gerade den Bachelor, sportlich soll ebenfalls der nächste Schritt seiner Karriere folgen, in der die erste Liga durchaus vorgesehen ist. „Da will ich hin“, sagt er.

Den neuen Kollegen auf seiner Position kennt er bereits: Mit von Boenigk hat Bornemann in Hagen gespielt. Und gut harmoniert. „Es ist viel Wert, wenn man seinen Mitkonkurrenten schon kennt – und ein gutes Verhältnis zu ihm hat“, sagt Bornemann. Auch mit ASV-Keeper Vladimr Bozic hat er kurz zusammengespielt – die anderen aus dem Hammer Kader kennt er dagegen nur aus den direkten Duellen in den Hallen.

Sich selbst charakterisiert Bornemann, der am Montag 27 Jahre alt wird, als einen Spieler, der Tempohandball bevorzugt, große Wurfkraft aus dem Rückraum besitzt und körperbetont in der Abwehr zu Werke geht: „Das sind die Dinge, die ich mitbringe“, sagt er.

Von Hamm kennt Bornemann bislang noch nicht sonderlich viel. Die Arena vom Probetraining, „und das Einkaufszentrum darunter“, sagt der Hesse, der künftig im Umfeld der Westpress Arena eine Wohnung zu finden hofft. „Dann kommt der Rest von selbst.“

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