Handball

ASV muss am 2. Spieltag bei Tusem Essen auf einen wichtigen Spieler verzichten

Verletzt: Jan Brosch.
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Verletzt: Jan Brosch.

Das erste Saisonspiel hat Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen gegen den TSV Bayer Dormagen in eigener Halle erfolgreich gestaltet. Am Freitag folgt nun die Auswärts-Premiere bei Erstliga-Absteiger Tusem Essen (19.30 Uhr/Sportpark Am Hallo).

Hamm – Was haben der HC Elbflorenz Dresden, die SG BBM Bietigheim, die HSG Nordhorn-Lingen und die Eulen Ludwigshafen gemeinsam? Alle vier Teams sind als heiße Aufstiegskandidaten in die Saison der 2. Handball-Bundesliga gestartet. Und alle vier gingen am ersten Spieltag als Verlierer aus der Halle. Ein Umstand, den auch Michael Lerscht, Trainer des ASV Hamm-Westfalen, zur Kenntnis genommen hat, der den Hammer Coach aber nur darin bestätigt, dass die Liga in dieser Saison unglaublich ausgeglichen ist. „Natürlich sind das Überraschungen, ein Statement der Liga“, sagt Lerscht. „Mit diesen Ergebnissen hätte man im Wettbüro reich werden können. Aber das dokumentiert, was wir alle von dieser Saison glauben: Wenn du nicht zu 105 Prozent da bist, wird es schwierig.“

Seine eigene Mannschaft blieb zum Auftakt beim knappen 24:22-Sieg gegen den TSV Bayer Dormagen knapp über dem Strich. Doch schon in der nächsten Partie am Freitag bei Tusem Essen (19.30 Uhr/Sportpark Hallo) dürfte es noch einen Tick schwieriger werden, da zu bleiben. Favorit ist der Erstligaabsteiger, der es sich auf die Fahne geschrieben hat, so schnell wie möglich in die 1. Liga zurückzukehren. „Essen ist eine Topmannschaft, die die harte Hürde in Aue zum Auftakt genommen hat“, lobt der ASV-Coach den kommenden Gegner. „Das wird ein Brett für uns. Essen ist eine Mannschaft, die kurze Schwächephasen sofort bestrafen kann. Das müssen wir für unser Spiel wissen. Und unsere Leistung konsequent auf die Platte kriegen.“

„Nicht so schlimm wie erwartet“

Der Sieg gegen Dormagen hat geholfen, um das Selbstvertrauen der Mannschaft aufzubauen. Er hat aber auch für den ersten personellen Einschnitt gesorgt. Kreisläufer Jan Brosch wird in Essen wohl nicht auf der Platte stehen können. Brosch, der im etatmäßigen Innenblock des ASV eine wichtige Rolle spielt, zog sich am Samstag bei einem Zusammenprall mit Dormagens Ante Grbavac eine Knieblessur zu, humpelte nach 24 Minuten vom Feld und konnte im weiteren Spielverlauf nicht mehr eingreifen. „Für Tusem wird es wahrscheinlich nicht reichen“, ist Lerscht skeptisch, auch wenn er im gleichen Atemzug Entwarnung signalisiert, was die befürchtete längere Pause für den 29-Jährigen betrifft. „Die Schwere der Verletzung ist nicht so schlimm, wie wir erwartet haben. Jetzt müssen wir gucken, wie sein Schmerzempfinden sein wird. Wenn es gut läuft, könnte er gegen Aue schon wieder dabei sein.“ Für Brosch wird Lars Kooij aus der Reserve in den Kader rücken.

Alle anderen Spieler des Kaders werden am Freitag wieder dabei sein. Auch Markus Fuchs, der gegen den TSV nach 17 Minuten die Rote Karte gesehen hatte. Der Abwehrspezialist wird entsprechend wieder seinen angestammten Platz im Innenblock einnehmen. „Mit wem an seiner Seite das sein wird, habe ich noch nicht final entschieden“, sagt Lerscht. Gegen Dormagen haben sowohl Matej Mikita als auch Alexander Engelhardt ihre Sache gut gemacht.

Die Trainingswoche, die er mit seinem Team verbracht hat, bezeichnet Lerscht als „relativ normal. Durch das Freitagsspiel ist die Vorbereitung einen Tag kürzer, da fehlt eine Einheit am Nachmittag. Aber der Auftaktsieg macht sich auch im Training bemerkbar. Und die guten Phasen, die wir gegen Dormagen hatten. wollen wir mit nach Essen tranportieren.“

Im Sportpark „Am Hallo“ erwartet die Hammer eine gewohnt hitzige Atmosphäre – für die Halle ist eine Vollauslastung genehmigt. „Tusem ist eine Topmannschaft, eine der maximal großen Hürden in der Liga, die es zu überspringen gilt. Da müssen wir konstant sein“, warnt Lerscht. „Aber wir wissen, was wir tun wollen, haben einen Plan, von dem wir nicht abweichen werden.“

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