1. wa.de
  2. Sport
  3. Hamm

ASV mit Rückenwind nach Dresden

Erstellt:

Von: Günter Thomas

Kommentare

Derzeit kaum zu stoppen: ASV-Mittelmann Dani Baijens (hier eine Szene aus dem Hinspiel) gegen Dresden.
Derzeit kaum zu stoppen: ASV-Mittelmann Dani Baijens (hier eine Szene aus dem Hinspiel) gegen Dresden. © Reiner Mroß

Zwei Tage durften sich die Spieler des Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen über den glücklichen Sieg gegen den HSC Coburg freuen - danach begann die Konzentration auf die nächste schwere Aufgabe am Mittwoch beim HC Elbflorenz Dresden.

Hamm – Es lief nicht gerade gut für den ASV Hamm-Westfalen im Heimspiel der 2. Handball-Bundesliga gegen den HSC Coburg: ASV-Trainer Michael Lerscht hatte in der 37. Minute beim Stand von 16:21 eine Auszeit genommen, die taktischen Vorgaben waren besprochen, als Torhüter Felix Storbeck das Wort ergriff: „Das ist jetzt eine schwierige Phase. Aber da gehen wir durch – wir sind ein geiles Team!“, schwor er seine Mitspieler ein. Gute 20 Minuten später, als das schier Unmögliche geschafft und das Spiel in den Schlusssekunden gewonnen war, durfte sich der ASV-Keeper in seiner Annahme bestätigt fühlen: Das 30:29 war ein Sieg wie ein Sechser im Lotto – einer, der Kräfte frei setzen könnte für die kommenden schweren Wochen in der Liga, die am Mittwoch mit dem Spiel beim HC Elbflorenz Dresden (19.30 Uhr/Ballsportarena Dresden) ihre Fortsetzung finden.

„Dieses Spiel werde ich nicht von meiner Festplatte löschen“, sagte Lerscht. „Bemerkenswert, dass die Jungs an sich geglaubt haben, trotz Spielstand, Roter Karte, Zeitstrafen – das muss man mitnehmen, dass immer was geht.“

Dass es in Dresden über 60 Minuten einer besseren Leitung bedarf, weiß der Coach, denn „solche Spiele gewinnst du vielleicht zwei von 100. Das Glücksgefühl ist aber in diesen englischen Wochen vergänglich.“ Zwei Tage Zeit hatte das Team zur Vorbereitung auf Dresden – zumindest das Selbstvertrauen soll in die Partie beim Ligasiebten mitgenommen werden.

„Dieses Spiel wird extrem schwierig“

Der Gegner ist nach der überraschenden 23:29-Niederlage am Samstag beim Schlusslicht in Dormagen angezählt. An der Schwere der Aufgabe ändere das Ergebnis allerdings nichts, ist sich Lerscht sicher. „Dieses Spiel wird extrem schwierig“, sagt er. „Ich finde, dass Dresden über einen starken Kader verfügt, der gerade in eigener Halle bissig, aggressiv und heiß unterwegs ist. Und mein Kollege Rico Göde wird das Team entsprechend anzünden. Wir werden in einer hitzigen Atmosphäre wieder nur über die Emotionalität zum Sieg kommen können.“

Stärken der Gastgeber hat der Hammer Coach in dessen Umschaltspiel ausgemacht. „Aus dem Gegenstoß generieren sie viele Tore“, sagt er. Initiator des Tempospiels sind der Ex-ASVer Ivar Stavast sowie Dumcius Mindaugas und Sebastian Greß. „Daher müssen wir schnell in den Rückzug kommen, eine gute Organisation haben. Aber Dresden hat viele Waffen zu bieten. Unsere Aufgabe wird es sein, dem HC Elbflorenz das leben so schwer wie möglich zu machen.“

An der eigenen personellen Situation hat sich über das Wochenende nicht viel verändert. Abwehrspezialist und Vize-Kapitän Markus Fuchs wird ebenso weiter verletzungsbedingt ausfallen wie Mittelmann Sören Südmeier. Daher greift Lerscht auch für die Partie in Sachsen wieder auf Spieler aus dem Kader des Drittligateams zurück, wird Florian Schöße und David Jurisic mitnehmen. „So kommen wir wieder auf einen 16 Mann starken Kader“, rechnet der Coach vor, der Kreisläufer Lars Kooij, der zuletzt gegen Coburg im Kader stand, dieses Mal nicht berücksichtigt hat.

Wie üblich bei langen Auswärtsfahrten hat sich der ASV-Tross am Dienstag auf den Weg gemacht und eine Übernachtung in der Nähe von Leipzig eingeplant.

Auch interessant

Kommentare