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ASV Hamm-Westfalen: Kämpferisch aufopferungsvolle Leistung reicht nicht gegen Erlangen

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Von: Günter Thomas

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Kaum ein Durchkommen gab es in Durchgang eins für Andreas Bornemann und den ASV.
Kaum ein Durchkommen gab es in Durchgang eins für Andreas Bornemann und den ASV. © Reiner Mroß/Digitalbild

Kämpferisch top - aber zu viele technische Fehler. Der ASV Hamm-Westfalen bleibt in der Handball-Bundesliga auch nach dem vierten Spieltag ohne Punkt. In eigener Halle verlor das Team gegen den HC Erlangen mit 29:32 (15:20). Die Gäste schraubten ihr Startkonto dagegen auf sensationelle 8:0 Punkte.

Die Partie begann für den ASV, wie drei der vier bisherigen: Die Hausherren gerieten gleich zu Beginn deutlich in Rückstand. 0:4 stand es in der sechsten Minute, ehe ASV-Kapitän Fabian Huesmann das erste Hammer Tor zum 1:4-Zwischenstand gelang – Die Zuschauer hatten sich sechs Minuten gedulden müssen, weil Erlangen, schnell, variabel und entschlossen im Angriff agierte. Und in der Deckung machte die offensive Auslegung des HCE den Gastgebern mächtig Probleme. Kein Druck, kein Durchkommen.

Erst langsam schwamm sich der Aufsteiger etwas frei, schaffte es aber weiter vor allem nicht, Spielmacher Nico Büdel, Kreisläufer Tim Zechel und den Halblinken Simon Jeppsson in den Griff zu bekommen. Jeppsson kam zu oft zu nah ans Tor und ließ so Felix Hertlein, der im ASV-Tor begann keine Chance. Wenn die Hammer Deckung zu weit herausrückte, kam das Anspiel an den Kreis mit Ansage.

Im Angriff lief auch nur wenig zusammen. Immerhin: Die Hammer setzten der spielerischen Überlegenheit der Gäste immense Kampfkraft entgegen. Und mit der Hereinnahme von Savvas Savvas für Yonatan Dayan auch Entschlossenheit im Abschluss. So gelang es dem Lerscht-Team, den Rückstand bis zur 16. Minute auf 6:8 zu verkürzen.

Doch Erlangen blieb ruhig, reagierte mit drei Treffern in Folge und nahm der Hammer Hoffnung schnell wieder die Nahrung. Und dieser Fünf-Tore-Vorsprung hatte auch zur Pause beim 15:20 noch Bestand – selbst, als Lerscht versuchte, mit einem siebten Feldspieler für mehr Druck im Angriff zu sorgen.

 Mit zwei Treffern durch Marian Orlowski und Tim Wieling per Gegenstoß kam der ASV perfekt aus der Kabine und verkürzte den Rückstand auf drei Tore – doch der anschließenden Zeitstrafe gegen Markus Fuchs war diese Euphorie schnell wieder verflogen.

Noch einmal gelang es, den Rückstand auf vier Tore zu verkürzen (20:24/37.), dann legte der Gast erneut drei Treffer zum 20:27 (40.) nach. Die Chancen, die Partie noch einmal eng zu gestalten sanken zunehmend – zumal der Aufsteiger auch in Offensiv-Überzahl lange für seine Chancen arbeiten musste und sich zudem zu viele leichte technische Fehler leistete.

Um so bemerkenswerter, dass die Mannschaft der Gastgeber trotz der Rückschläge nicht den Mut verlor. Nach 50 Minuten war sie erneut auf vier Tore herangekommen – und der frisch hereingekommene Alexander Schulze verkürzte von außen sogar auf 25:28 (51.). Gästetrainer Raul Alonso nahm die Auszeit – und holte sich kurz danach wie sein Kollege die Gelbe Karte ab.

 Mait Patrail hatte fünf Minuten vor dem Ende sogar die Chance, noch einmal auf zwei Tore zu verkürzen – er scheiterte an Klement Ferlin im Erlanger Tor – danach war die Partie nach einem Treffer ins leere Hammer Tor durch.

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