Handball

ASV mit kühlem Kopf in der Wilhelmshavener Nordfrost Arena

Warm machen in der Wilhelmshavener Nordfrost Arena ASV Hamm-Westfalen
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Warm machen in der Wilhelmshavener Nordfrost Arena.

So mache Auswärtsreisen Spaß: Mit kühlem Kopf sorgte der ASV Hamm-Westfalen in der Partie der 2. Handball-Bundesliga bei Wilhelmshavener HV für frostige Stimmung in der Nordfrost Arena - und mit 27:24 (11:9) für den zweiten Saisonsieg im zweiten Spiel.

2433 Zuschauer fasst die Wilhelmshavener Nordfrost Arena - zu Corona-Zeiten durfte der frühere Erstligist immerhin 500 Fans in die Halle lassen. Viele Zuschauer, die vor der Halle auf Einlass hofften, mussten allerdings wieder den Heimweg antreten, ohne das Geschehen auf der Platte live verfolgen zu können.

Schon beim Warm machen war klar, dass der ASV weiterhin würde auf Marten Franke und Marian Orlowski verzichten müssen. Beide mussten wie befürchtet verletzungsbedingt passen.

Es war zunächst eine torarme Partie, die die Zuschauer zu sehen bekamen, weil auf der einen Seite die Gastgeber mit viel Schusspech (allein viermal Pfosten oder Latte in den ersten sieben Minuten) und gegen einen von Beginn an sehr aufmerksamen Felix Storbeck im Hammer Tor starteten. Und weil sich auf der anderen Seite der Gast gegen die gut gestaffelte WHV-Abwehr um den ehemaligen ASVer Stanko Sablic schwer tat, die nötigen Lücken zu finden. Bezeichnend, dass der ASV nach dem Führungstreffer durch Sören Südmeier (4.) für den zweiten Treffer gleich drei Anläufe benötigte, ehe Fabian Huesmann von Linksaußen zum 2:0 traf (6.).

Eine Aktion , die dem Lerscht-Team die nötige Sicherheit gab. Ruhig und bedacht spulte der ASV nun sein Programm ab, wartete im Angriff lange auf seine Chancen und wurde defensiv zunehmend sicherer. So blieb der frühe Vorsprung konstant, wuchs zwischenzeitlich sogar einmal auf drei Tore (9:6/21.).

Verdiente 11:9-Pausenführung für die Gäste

Als Wilhelmshaven dann nach zwei schnellen Treffern drohte, ins Rollen zu kommen, nahm Lerscht seine erste Auszeit. Die Botschaft für eine knappe Minute Redezeit: Ruhe bewahren, Lücken erspielen. Zumindest bis zur Pause hielt so der Vorsprung (11:9).

Mit kühlem Kopf wollten die Gäste dem zu erwartenden Druck des Aufsteigers auch nach dem Wechsel begegnen. Was mit einer starken Abwehraktion und dem folgenden Tempogegentoß von Jan Pretzewofsky zum 12:9 auch gelang. Selbst, als danach Wilhelmshaven erneut zwei schnell Treffer in Folge gelangen, behielt der ASV die Ruhe - nach 39 Minuten stand es 16:13 für den Gast, und Pretzewofsky hätte per Gegenstoß sogar den 17. Treffer erzielen können, traf aber nur die Latte.

Als Markus Fuchs mit einer Energieleistung und David Spiekermann auf 19:14 erhöhte (42.) standen die Weichen auf Gästesieg. Doch der Aufsteiger kam noch einmal zurück - auch weil Huesmann beim Stand von 21:17 erstmals vom Siebenmeterstrich scheiterte (48.). Beim 21:19 (51.) war der WHV noch einmal auf Tuchfühlung. Mehr ließen die clever agierenden Hammer nicht zu, die drei Minuten vor dem Ende durch Jan Brosch wieder auf fünf Tore-Vorsprung stellten (21:26) und die Partie sicher nach Hause fuhren.

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