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ASV Hamm-Westfalen II geht mit vier Neuzugängen in die Saison

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Von: Günter Thomas

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Steht in der kommenden Saison für den ASV Hamm-Westfalen II im Tor: Ben Wollert.
Steht in der kommenden Saison für den ASV Hamm-Westfalen II im Tor: Ben Wollert. © imago

Die Staffeleinteilung steht, der Kader auch: Für Handball-Drittligist ASV Hamm-Westfalen II könnte die Saison bereits losgehen. Trainingsstart mit vier Neuzugängen ist aber erst am Donnerstag, 14. Juli.

Hamm – Kurz bevor für Trainer und Spieler der Drittliga-Mannschaft des ASV Hamm-Westfalen die Urlaubszeit beginnt, hat der Deutsche Handball-Bund (DHB) die Gruppeneinteilung für die 3. Bundesligen in der Saison 2022/23 vorgenommen. Das Ergebnis liest sich aus Sicht der Hammer, die in der Staffel West antreten werden, mehr als zufriedenstellend. „Für uns ist das super, weil wir keine großartig weiten Fahrten wie nach Aurich oder Wilhelmshaven mehr vor der Brust haben“, sagt Michael Reiners, der beim Erstliga-Aufsteiger Sportlicher Leiter für die Leistungsteams unterhalb der 1. Mannschaft ist. „Und viele der Mannschaften in der Liga kennen wir.“

Der Topfavorit auf den Aufstieg dürfte auch schnell gefunden sein. Denn Zweitliga-Absteiger TV Emsdetten hat seinen Kader überwiegend gehalten und den Wiederaufstieg nach außen bereits kommuniziert. Mit Ortsnachbar Ahlener SG, GWD Minden II, SG LIT 1912 II, TuS Spenge und Team Handball Lippe II sind weitere westfälische Mannschaften in der Gruppe und damit angenehm kurze Auswärtsfahrten garantiert. Neu dazu kommen die Aufsteiger TV Aldekerk (nahe der niederländischen Grenze) und VfL Gladbeck.

Auch der Spielmodus wird in der kommenden Saison wieder der gewohnte sein – es wird keine Auf- und Abstiegsrunde mehr geben, wie in der gerade abgelaufenen Serie. „Diese Regelung jetzt finde ich auch gut, denn die Tabelle lügt nicht“, freut sich Reiners. „Wenn ich die Chance kriege, in der Abstiegsrunde alles nochmal auf den Kopf zu stellen, ist da irgendwas nicht richtig.“

68 Teams auf fünf Staffeln verteilt

68 Teams sind auf fünf Staffeln aufgeteilt. Zwei Staffeln werden mit jeweils 13 Mannschaften gespielt, drei – darunter die 3. Liga West – umfassen 14 Teams. Zwei Mannschaften steigen am Ende der Spielzeit in die 2. Bundesliga auf, bis zu 17 Teams in die Oberligen ab. Angestrebt ist für die Saison 2023/24 eine Stärke von 64 Mannschaften in der 3. Liga Männer. „Es wird spannend, zu sehen sein, wie die Absteiger 16 und 17 ermittelt werden“, sagt Reiners. Darüber sollen die Vereine am kommenden Dienstag informiert werden. Dann findet der Staffeltag statt. Bei je drei Absteigern aus den fünf Gruppen kämen nur 15 Vereine zusammen, die zwei weiteren könnten über eine Abstiegsrunde ermittelt werden.

Mit der Abstiegsregion wollen die Hammer auch in der kommenden Spielzeit nichts zu tun haben. „Mannschaft und Trainer haben das im vergangenen Jahr sehr gut gelöst, wir waren als Tabellendritter ja nie in Gefahr, in die Abstiegsregion zu geraten“, so Reiners.

Der Spielplan ist bereits erstellt, die Vereine müssen aber noch den Schlüsselzahlen zugeordnet werden. Dies wird ebenfalls am Dienstag geschehen. „Drei Wünsche durften wir da abgeben“, sagt Reiners. „Wir wollen ja verhindern, dass sich die Termine mit der ersten Mannschaft oder unseren Bundesliga-A-Junioren überschneiden.“

Um zum Saisonauftakt am 3./4. September fit zu sein, werden Coach Dirk Schmidtmeier und sein neuer Co-Trainer Rob de Pijper die Mannschaft am Donnerstag, 14. Juli, zum ersten Training bitten bitten. „Sieben Wochen Vorbereitung sollten genügen“, sagt Reiners, der trotz der starken vergangenen Serie ein bescheidenes Ziel angibt: „Das lautet wie immer, die Klasse halten – dafür müssen wir mindestens Platz zehn erreichen.“

Drei Spieler aus dem Nettelstedter Nachwuchsbereich

Der Kader, mit dem das gelingen soll, wird vier Neuzugänge aufweisen:

Preben Barthold: Der gebürtige Fröndenberger kommt aus der A-Jugend der JSG Lit 1912, dem Nachwuchsbereich des Bundesliga-Absteigers TuS N-Lübbecke. Der 19-Jährige ist gelernter Linksaußen.

Ben Wollert: Der gebürtige Gronauer spielte in der vergangenen Saison ebenfalls für den Nettelstedter Nachwuchsbereich in der A-Jugend-Bundesliga, die von Niels Pfannenschmidt, ehemaliger Trainer der ersten Mannschaft des ASV, gecoacht wird. Der 19-Jährige war zudem 3. Torhüter des Nettelstedter Bundesligateams.

Mark Artmeier: Auch der 21 Jahre alte Rechtsaußen stand in Nettelstedt unter Vertrag, gehörte zum erweiterten Erstligakader. Er wechselte dann aber in der vergangenen Serie zum Oberligisten TuS Möllbergen.

Niko Bratzke: Den Wechsel des 19-Jährigen U19-Europameisters vom VfL Eintracht Hagen vermeldete der ASV bereits im April. Der aus Schwerte stammende Mittelmann gehört zum erweiterten Erstligakader, soll aber vornehmlich in der 2. Mannschaft eingesetzt werden.

Den ASV II verlassen haben dagegen Tim Faber (TuRa Bergkamen), Julian Fulda (HSG Hanau), Florian Schöße (TSG Altenhagen-Bielefeld), Sebastian Loos (Karriereende) und Tobias Filthaut (Ziel unbekannt).

Die 3. Bundesliga West: TSV GWD Minden II, SG LIT 1912 II, TV Emsdetten (A), Ahlener SG, ASV Hamm Westfalen II, Team HandbALL Lippe II, TuS Spenge, Bergische Panther, HSG Krefeld Niederrhein, Longericher SC Köln, TuS 82 Opladen, SGSH Dragons, TV Aldekerk (N), VfL Gladbeck (N)

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