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ASV holt einen weiteren A-Lizenz-Trainer

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Von: Rainer Gudra

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Jugendkoordinator Jens Gawer (Bild) ist froh, mit Sebastian Hosenfelder einen weiteren qualifizierten Trainer für den ASV gewonnen zu haben.
Jugendkoordinator Jens Gawer (Bild) ist froh, mit Sebastian Hosenfelder einen weiteren qualifizierten Trainer für den ASV gewonnen zu haben. © Robert Szkudlarek/Digitalbild

Der ASV Hamm-Westfalen möchte in seiner Nachwuchsarbeit den nächsten Schritt nach vorne machen. Dafür verpflichtete der Handball-Zweitligist mit Sebastian Hosenfelder einen weiteren A-Lizenz-Trainer

Hamm - Sebastian Hosenfelder ist nach Chefcoach Michael Lerscht und Micky Reiners der dritte A-Lizenz-Trainer beim ASV. „Es gibt nicht so viele Vereine, die so viele Trainer mit dieser Lizenz haben“, sagt der Neue, der bereits ab dem 1. April „überall reinschnuppern“ will.

Frischer Wind beim ältesten Nachwuchs

Der 41-Jährige löst beim ältesten Nachwuchs Rob de Pijper ab. „Rob hat die Mannschaft drei Jahre betreut und in die Oberliga geführt, in der sie eine gute Rolle spielt“, sagt Jens Gawer in seiner Funktion als Jugendkoordinator, und ergänzt: „Aber es ist gut, wenn ab und an mal einer frischen Wind und neue Gedanken reinbringt. Wir wollen in unserer Entwicklung weiter fortschreiten.“

Auf die Dienste von Rob de Pijper bauen die ASV-Verantwortlichen weiterhin – es ist gelungen, ihn zu halten. „Das war uns sehr wichtig, auf seine große Erfahrung wollen wir nicht verzichten“, sagt Gawer. In welcher Funktion das sein wird, ist wohl weitgehend geklärt, aber noch nicht spruchreif.

„Sebastian Hosenfelder ist ein Trainer, der uns in unserer Entwicklung voranbringen wird“, sagt Gawer, der auch Co-Trainer von Michael Lerscht und Coach der B1-Jugend ist. „Wir hatten mit Sebastian sehr tolle Gespräche und haben gleich gemerkt, dass wir inhaltlich nahe beieinander sind. Er hat eine tolle ruhige Art und eine tolle Philosophie, die auf Teamarbeit beruht“, sagt Gawer.

Entwicklung der jungen Spieler im Blick

Auch für Hosenfelder, mit dem Micky Reiners Kontakt aufgenommen hatte, waren die Gespräche schnell zielführend. „Beim ASV haben sie einen sehr realistischen und sehr ähnlichen Blick wie ich. Wichtiger als der Tabellenstand, der sich ja meistens automatisch ergibt, ist die Entwicklung der Spieler – mit möglichst vielen in Richtung zweite oder mit ganz großer Entwicklung auch für die erste Mannschaft.“

Hosenfelder ist ein Gelsenkirchener Junge, der bei Schalke 96 groß geworden ist und zuletzt sechs Jahre lang hauptamtlich als Koordinator und Manager beim FC Schalke 04 tätig war, den er als Trainer von der Landes- bis in die Oberliga geführt hatte.

„Wir haben als Handball-Standort ja schon eine gewisse Sogwirkung, und wir haben einen Bahnhof, der Anfahrtpunkt für Spieler aus allen Himmelsrichtungen ist. Durch Sebastian könnte sich jetzt noch der eine oder andere Spieler zusätzlich aus dem Ruhrgebiet angesprochen fühlen“, hofft Gawer auf weitere Zugänge für die drei Leistungsteams.

Große Ziele werden angepeilt

Seine neue Mannschaft ist Hosenfelder nicht unbekannt, „zumindest den Altjahrgang der jetzigen B-Jugend kenne ich gut“. Mit den Spielern, die auch in der kommenden Saison in der „A“ spielen werden, will er schnellstmöglich Kontakt aufnehmen. „Ich freue mich darauf, denn wir werden eine sehr attraktive Mannschaft haben,“ sagt der Neue. „Und wir können große Ziele erreichen.“ Wobei die aktuelle B-Jugend als Tabellenführer der Oberliga nach dem 28:23 gegen GWD Minden die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur A-Jugend-Bundesliga so gut wie sicher hat, und Stand heute auch um die Deutsche Meisterschaft in ihrer Altersklasse mitspielen wird.

Nicht zuletzt ist der Blick auch auf das Jugendzertifikat des Deutschen Handball-Bundes gerichtet, mit dem Vereine mit vorbildlicher Nachwuchsarbeit ausgezeichnet werden. „Da sind wir ganz nahe dran“, weiß Gawer.

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