Handball

ASV Hamm-Westfalen: Grell auf Großwallstadt

Will gegen Großwallstadt an seine starke Leistung gegen Nordhorn anknüpfen: ASV-Rückraumakteur Marian Orlowski.
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Will gegen Großwallstadt an seine starke Leistung gegen Nordhorn anknüpfen: ASV-Rückraumakteur Marian Orlowski.

In der Meisterschaft hat Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen gerade einen beeindruckenden Sieg über die HSG Nordhorn-Lingen abgeliefert. Jetzt will das Team auch in der 2. DHB-Pokalrunde gegen Ligakonkurrent TV Großwallstadt weiterkommen - mit einem wiedererstarkten Marian Orlowski.

Hamm – Als Marian Orlowski nach dem überzeugenden 35:30-Erfolg über Erstligaabsteiger HSG Nordhorn-Lingen mit den Kollegen des Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen durch die Hammer Handball-Arena hüpfte, schien es, als wäre ein großer Ballast von seinen Schultern gefallen. Nach drei Spielen, die sowohl für die Mannschaft als auch für ihn selbst eher durchwachsen verlaufen waren, hatte der Rückraumlinke am Sieg über den Favoriten maßgeblichen Anteil gehabt. Sieben Treffer erzielte Orlowski, stand zudem sicher in der Deckung. Eine Leistung, die bei dem 28-Jährigen Lust auf die weiteren Aufgaben in dieser Saison gemacht hat, die er gemeinsam mit der Mannschaft möglichst ähnlich überzeugend lösen möchte. Erste Gelegenheit dazu bietet sich bereits am Mittwoch, wenn der ASV in der zweiten Runde des DHB-Pokals Ligakonkurrent TV Großwallstadt erwartet (19.15 Uhr/Westpress Arena). „Pokal ist etwas anderes“, weiß Orlowski zwar. „Aber es ist auch etwas Besonderes. Da sollten wir diese Stimmung aus dem Nordhorn-Spiel einfach mitnehmen.“

Denn gegen den Topfavoriten auf den direkten Wiederaufstieg entfachte das ASV-Team ein Feuer, das den Funken direkt auf die 1116 Zuschauer in der Halle überspringen ließ. Konzentriert, spielfreudig – und vor allem entschlossen ging die Mannschaft von Trainer Michael Lerscht in die Partie und setzte das prominent besetzte Gästeteam unter Druck. „Gehofft, dass es so läuft, haben wir“, sagt Orlowski. „Wir haben von der ersten Minute an richtig Bock gehabt auf dieses Heimspiel und ab der ersten Minute Dominanz ausgestrahlt. Und wir hatten eine gute Effektivität im Angriff.“

Mit nötigem Drang zum Tor

Und das dieses Mal auch von der halblinken Position aus, die Orlowski bekleidet. Denn während der Rückraumlinke in den ersten drei Saisonbegegnungen zögerlich und verunsichert wirkte, zeigte er gegen die HSG den nötigen Drang zum Tor und die Galligkeit beim Abschluss. Ganze sechs Treffer – drei gegen Dormagen, einer in Essen, zwei gegen Aue – standen nach den ersten drei Partien auf dem Konto Orlowskis, der im Sommer 2020 vom TuS N-Lübbecke nach Hamm zurückgekehrt war. Zu wenig für einen Akteur mit seinen Offensivstärken, was auch er selbst so sieht: „Ich wollte, dass so ein Spiel passiert, habe die ganze Woche daran gearbeitet“, betont der geborene Lüdenscheider. „Jetzt hat es funktioniert, wie ich es mir vorgestellt habe. Das war wichtig für mich und für uns, dass wir gegen den Aufstiegsfavoriten gewonnen haben.“

Für Michael Lerscht hat die Formdelle, die Orlowski zum Saisonstart durchmacht, klare Ursachen. Sie mit Verunsicherung zu erklären, lässt der Coach dabei nicht gelten. „Wir haben im Sommer mit Dani Baijens einen neuen Mittelmann dazubekommen, haben in die Statik der Mannschaft eingegriffen“, betont Lerscht. „Die Situationen auf der Platte wählen wir dadurch ein bisschen anders als im vergangenen Jahr. Da müssen Spieler wie Marian und auf der anderen Seite Gerrit Genz den Weg mitgehen. Die Jungs haben das heute geliefert – und sie haben auf dem Feld viele gute Entscheidungen getroffen.“ Auch Genz hatte auf der anderen Angriffsseite in dieser Saison Anlaufprobleme, blieb in den ersten Partien wie Orlowski blasser als gewohnt und schwamm sich gegen Nordhorn mit ebenfalls sieben Treffern frei.

Ohnehin kann jeder Einzelne nur glänzen, wenn das Team funktioniert. Das weiß auch Orlowski, der die taktischen Vorgaben für sein Team gegen Nordhorn daher perfekt umgesetzt sah: „Wir wollten vorne eine breite Spielanlage haben, möglichst viele Räume schaffen“, sagt er. „Das haben wir gut hinbekommen. Wir haben die Angriffe lange ausgespielt, Chancen herausgearbeitet, wenig Lustwürfe gemacht.“ So darf es gegen Großwallstadt weitergehen.

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