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ASV: Glatter Sieg nach Rumpelstart gegen Rimpar

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Von: Günter Thomas

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Begann gegen Rimpar: Gerrit Genz.
Begann gegen Rimpar: Gerrit Genz. © Reiner Mroß/Digitalbild

35 Minuten lang tat sich Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen vor 1093 Zuschauern im Heimspiel gegen den Liga-15. DJK Rimpar schwer - dann erhöhte der Tabellenfünfte das Tempo deutlich und fuhr einen sicheren 35:28 (16:16)-Sieg ein.

Die Gastgeber starteten mit demselben Kader wie zuletzt in Rostock: Für Matei Mikita, der in dieser Woche wieder begonnen hatte, individuell zu trainieren, hatte es noch nicht wieder gereicht.

Lerscht hatte zudem wieder auf den Außenpositionen rotiert und ließ Kapitän Fabian Huesmann auf der linken sowie Tim Wieling auf der rechten Seite beginnen. Zudem starteten Felix Storbeck im Tor und Gerrit Genz auf Rückraumrechts.

Leicht hatten es die Hammer allerdings nicht, um gegen die Würzburger Vorstädter ins Spiel zu kommen. Zwar lag das Team nach dem 0:1 durch Dominik Schömig stets in Führung, und hatte sich nach zehn Minuten sogar eine 6:4-Führung erarbeitet. Danach lief aber vor allem in der Defensive nicht mehr viel zusammen. Bis zum 12:11 (19.) verteidigte der Tabellenfünfte einen knappen Vorsprung, allerdings in erster Linie, weil die Rimparer Haupttorschützen Patrick Schmidt und Steffen Kaufmann noch nicht richtig warm geworfen waren. Als die Gäste dann allerdings mit einfachen Kreuzbewegungen ihre Torschützen vor dem Hammer Tor völlig blank spielten und einen 4:1-Zwischenspurt hinlegten, stand es 13:15 - und Lerscht hatte genug gesehen. 15 Gegentore nach 22 Minuten waren deutlich zu viel.

Eine laute Ansprache in der Auszeit - danach lief es deutlich besser. Nur noch einen Gegentreffer ließ die Hammer Deckung, hinter der nun Vladimir Bozic das Tor hütete, bis zur Pause zu. Auf der anderen Seite reichte es zumindest, um wieder zum 16:16-Pausenstand auszugleichen.

Doch während der ASV in den vergangenen Partien stets hellwach aus der Kabine kam, blieb es dieses Mal noch ei paar Minuten lang zäh. Einfache Fehler bei eigenem Ballbesitz auf beiden Seiten hielten die Partie weiter offen - doch zwei schnelle Treffer in Folge durch Dani Baijens und Jan von Boenigk (19:17/36.) sorgten zumindest für einen Zwei-Tore-Vorsprung und damit für deutlich mehr Sicherheit beim Gastgeber.

Der danach enorm an Tempo zulegte: Nur acht Minuten, ein paar Bozic-Paraden und fünf Tempogegenstöße später war die Partie entschieden. Hamm lag plötzlich mit sechs Treffern vorne (45.) - von der anfänglichen Müdigkeit war nicht mehr viel zu bemerken. Die Fans hatten Spaß am Spiel gefunden, spendeten Szenenapplaus und feierten ihre Mannschaft.

Auch nach 50 Minuten betrug der Vorsprung noch fünf Treffer - und ein weiterer per Kempa-Trick durch Fabian Huesmann ließ die Halle noch einmal richtig toben.

Rimpar versuchte noch einmal alles, um heranzukommen, agierte jetzt in der Deckung extrem weit vorgezogen. Enger wurde die Partie aber nicht mehr. Im Gegenteil: Nachdem Schömig von Außen nur den Pfosten getroffen hatte und Bozic kurz darauf seine nächste Parade verbuchte, vergrößerte Huesmann den Vorsprung per Siebenmeter gar auf sieben Treffer (33:26/54.).

Kurz danach war die Partie für Markus Fuchs beendet. Der Defensivspezialist hatte seine dritte Zeitstrafe erhalten und damit die Rote Karte gesehen. Am Hammer Sieg änderte das aber nichts mehr.

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