Handball

ASV-Generalprobe vor leeren Rängen

Sören Südmeier ASV Hamm-Westfalen
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Steht wieder im ASV-Kader: Sören Südmeier

Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen muss seine Saison-Generalprobe gegen Drittligist VfL Eintracht Hagen am Freitag (19.15 Uhr/Westpress Arena) ohne Zuschauer bestreiten.

Hamm – Als die Hoffnungs-Seifenblase geplatzt war, machte sich bei Thomas Lammers erst einmal der Frust breit. 300 Zuschauer hätte der Geschäftsführer des Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen zur Saison-Generalprobe am Freitag gegen Drittligist VfL Eintracht Hagen in die Westpress Arena lassen dürfen (19.15 Uhr). Knapp 1000 wären es eine Woche später im ersten Ligaspiel gegen den Nachbarn TV Emsdetten gewesen. Doch von diesem Gedanken musste sich Lammers nach den neuesten Einschränkungen verabschieden. „Wir hatten für das Hagen-Spiel schon 200 Karten verkauft. Das wäre nett gewesen“, sagt der Geschäftsführer, der sich mit dem erneuten Zuschauer-Lockdown nur schwer arrangieren kann. „Aber was richtig weh tut, ist, dass wir auch gegen Emsdetten eine Woche später definitiv ein Geisterspiel haben werden.“

Eine Verlegung der Partie gegen den TVE ist keine Option. Die Handball Bundesliga (HBL) hat im Vorfeld der Saison bewusst einkalkuliert, dass es zu Spielen ohne Zuschauer kommen kann. Allerdings steigen derzeit auch im Kreis Steinfurt die Fallzahlen deutlich, nachdem es in einem Emsdettener Fleischbetrieb zu einem Corona-Ausbruch gekommen ist.

Prinzip Hoffnung

Immerhin hatte Lammers noch keine Tickets an die Dauerkartenbesitzer ausgegeben, „weil wir noch in der Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt in den letzten Zügen waren, um den Saalplan freizubekommen. Das war dann aber Ende der vergangenen Woche kein Thema mehr, als das Pandemie-Level wieder gestiegen ist“, so Lammers. Jetzt gilt einmal mehr das Prinzip Hoffnung im Hammer Osten, dass sich eben dieses Level schnell wieder auf niedrigem Niveau einpendelt und die Beschränkungen ab dem 6. Oktober wieder aufgehoben werden, damit zumindest zum zweiten Heimspiel gegen den VfL Gummersbach am 17. Oktober Zuschauer in die Halle gelassen werden dürfen.

Für Trainer Michael Lerscht steht trotz der bedenklichen Pandemie-Entwicklung der sportliche Aspekt im Vordergrund. Die Spieler gerade gegen Emsdetten trotz Geisterkulisse zu emotionalisieren und auf die sich ständig verändernden Rahmenbedingungen des Wettbewerbs zu fokussieren, ist seine Aufgabe. „Wir können nur beeinflussen, was auf dem 20 mal 40 Meter großen Feld geschieht“, sagt der Coach. „Auch wenn es schade für die Jungs ist, dass sie vor null und null Fans spielen müssen. Wir sind uns unserer Verantwortung aber bewusst.“

Personelle Lage weiter angespannt

Gegner Hagen ist für Lerscht genau der richtige Prüfstein, der „gute Ergebnisse und viel körperliche Power mitbringt und gegen den wir sehen können, wo wir stehen“. An der Aufstellung wird der Trainer erneut basteln müssen. Denn Merten Krings und Jan von Boenigk fallen definitiv aus. Jan Pretzewofsky, Marian Orlowski und Sören Südmeier werden im Kader stehen.

„Ob und wieviel sie dann spielen können, werden wir kurzfristig mit dem Trainerteam und den Jungs bewerten“, so ASV-Coach Lerscht, der mit Blick auf den Auftakt gegen Emsdetten auf jeden Fall „Vernunft walten lassen“ will.

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