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ASV mit großer Gelassenheit ins Heimspiel

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Von: Patrick Droste

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Endlich wieder ein Zweitliga-Spiel des ASV: Beim bislang letzten Auftritt gewannen die Hammer (im Bild Jan Brosch beim Wurf) in heimischer Halle knapp gegen die Eulen aus Ludwigshafen.
Endlich wieder ein Zweitliga-Spiel des ASV: Beim bislang letzten Auftritt gewannen die Hammer (im Bild Jan Brosch beim Wurf) in heimischer Halle knapp gegen die Eulen aus Ludwigshafen. © Robert Szkudlarek

Anfang März standen die Zweitliga-Handballer des ASV Hamm-Westfalen das letzte Mal auf der Platte. Da gewannen sie knapp mit 21:20 gegen die Eulen aus Ludwigshafen, anschließend folgten coronabedingte Spielabsagen. Am Dienstagabend geht es nun endlich weiter. Dann empfängt der ASV um 19.15 Uhr in eigener Halle Aufsteiger HC Empor Rostock.

Hamm - Am 4. März war es, als die Zweitliga-Handballer des ASV Hamm-Westfalen das letzte Mal auf der Platte stehen durften. Da gewannen sie hauchdünn mit 21:20 gegen die Eulen aus Ludwigshafen und wollten in den anschließenden Spielen nur zu gerne nachlegen. Anschließend mussten die beiden nächsten Partien gegen Großwallstadt und Bietigheim coronabedingt allerdings abgesagt werden, ehe es nun am Dienstagabend um 19.15 Uhr zuhause gegen Aufsteiger HC Empor Rostock weitergeht. „Wir kennen das ja jetzt schon und müssen es eh nehmen, wie es kommt“, gibt sich ASV-Trainer Michael Lerscht jedoch unbeeindruckt und macht sich nicht allzu viele Gedanken darüber, dass der Spielrhythmus durch die Ausfälle verloren gegangen ist und dass dies eventuell ein Nachteil für seine Mannschaft sein könnte. „Spätestens dann, wenn die Partie angepfiffen wird, sind uns die Rahmenbedingungen egal. Dann wollen wir alles daran setzen, unser bestmögliches Spiel abzuliefern“, stellt er klar.

Zurück in den Spielrhythmus

Genauso wenig wie mit den in der Corona-Zeit immer wieder vorkommenden Spielabsagen beschäftigt sich der Hammer Coach mit der aktuellen Tabellensituation. Dabei hat der ASV nur drei Minuspunkte mehr als die HSG Nordhorn-Lingen, die auf einem Aufstiegsplatz rangiert. Gleichzeitig hat das Lerscht-Team aber sieben Pluspunkte weniger auf dem Konto und könnte zumindest mit einem Sieg über Rostock den Abstand auf den Ligazweiten verkürzen. Doch das Tableau kümmert ihn derzeit kaum. „Wir haben den Monat März und haben erst 23 von 38 Partien absolviert. Ende Mai würden wir uns, wenn wir dann immer noch oben dabei sind, mit der Situation an der Tabellenspitze beschäftigen“, meint Lerscht, dem es aktuell viel wichtiger ist, den „Rhythmus wieder aufzunehmen und Spiele zu gewinnen.“

Den Anfang wollen die Hammer gegen Rostock machen. Zwar hat der HC Empor zuletzt vier Niederlagen in Folge kassiert und hatte zuletzt mit einigen personellen Problemen zu kämpfen, aber Rückraumspieler Marc Pechstein meint: „Nach den letzten Ausfällen steht noch nicht fest, wer alles spielen kann, aber wir haben verschiedene Varianten trainiert, um in Hamm vielleicht zu überraschen. Auch wenn es schwer wird, wir werden alles geben, um die Punkte mitzunehmen.“

Großer Respekt vor Rostock

Dementsprechend groß ist bei Lerscht der Respekt vor dem Gegner von der Ostseeküste. „Für einen Aufsteiger spielt Rostock eine herausragende Saison. Das Team hat viele Möglichkeiten, um einen Gegner zu ärgern“, betont er. Dazu zählen seiner Meinung nach das gute Gegenstoßverhalten, das hohe Tempo gegen eine 6:0-Abwehr, die Möglichkeiten im 7:6-Spiel oder auch die unterschiedlichen Deckungsvarianten, die Empor beherrscht. „Da müssen wir auf der Hut sein“, meint der Hammer Trainer, der von seinen Schützlingen erwartet, „dass wir schnell hochfahren und den Rhythmus aufnehmen.“

Intensive nächste Wochen

Angesichts des Programms, das den ASV in den kommenden Wochen erwartet, wird dies auch unbedingt nötig sein. Denn bis zum Saisonende am 11. Juni sind es weniger als drei Monate – und die Hammer haben noch 15 Partien zu absolvieren. „Es gibt einige Englische Wochen für uns. Wir werden gut unterwegs sein“, sagt Lerscht, wohl wissend, dass er im Training wenig Zeit haben wird, um mit seinem Team neue taktische Dinge einzustudieren. „Man hat wenig Möglichkeiten, etwas zu entwickeln“, bestätigt er. Dafür wird er weniger Probleme haben, seine Schützlinge zu motivieren, denen es nach Aussage des ASV-Trainers natürlich mehr Spaß macht, auf der Platte zu stehen „als in eine intensive Trainingswoche zu gehen, an deren Ende noch nicht einmal ein Spiel steht. Aber jetzt haben wir viele Partien vor der Brust. Die Jungs freuen sich. Wir haben eine gute Stimmung.“ Und die soll auch nach der Begegnung gegen Rostock weiter gut sein. Das hofft zumindest Lerscht, der sich dann natürlich auch wünscht, Ende Mai mal einen genaueren Blick auf die Tabelle der 2. Bundesliga werfen zu können.

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