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ASV Hamm-Westfalen: Gegen Göppinger Europacup-Teilnehmer

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Von: Günter Thomas

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Einen schweren Stand hatte Savvas Savvas bislang mit dem ASV in der Bundesliga.
Einen schweren Stand hatte Savvas Savvas bislang mit dem ASV in der Bundesliga. © Reiner Mroß

Seinen siebten Anlauf auf die ersten Punkte in der Handball-Bundesliga startet Aufsteiger ASV Hamm-Westfalen am Samstag zur späten Anwurfzeit (20.30 Uhr/Westpress Arena) gegen Frisch Auf! Göppinngen. Leicht wird es nicht.

Hamm – Vielleicht hatte Hartmut Mayerhoffer schon an den nächsten Gegner in der Bundesliga gedacht, als er nach der Auslosung der Gruppenphase des EHF-Pokals seine erste Einschätzung abgab: „Hammer Gruppe“, urteilte der Trainer von Frisch Auf! Göppingen, der sich mit seinem Team trotz einer 31:33-Niederlage am vergangenen Dienstag beim TBV Lemgo für die Hauptrunde des internationalen Wettbewerbs qualifiziert hatte, weil im Hinspiel ein 28:24-Sieg gelungen war. Allein die Tatsache, dass der Vorjahres-Fünfte der Handball-Bundesliga in dieser Saison international unterwegs ist, zeigt, dass auch den ASV Hamm-Westfalen im Heimspiel gegen eben diese Göppinger am späten Samstagabend (20.30 Uhr/Westpress Arena) ein „Hammer“ erwartet. Oder, um es mit den Worten von ASV-Coach Michael Lerscht zu sagen: „Das wird eine Aufgabe.“

Potenzial und Anspruchsdenken

In der Liga haben die Göppinger einen Stolperstart hingelegt, liegen aktuell mit 5:7 Punkten auf dem zehnten Tabellenrang. „Wie sie ihren Start einordnen, vermag ich nicht zu beurteilen“, sagt Lerscht. „Fakt ist, dass dort nach der guten Arbeit der vergangenen Jahre mittlerweile Potenzial vorhanden ist und ein gewisses Anspruchsdenken herrscht.“

Das sieht man auch an Nachverpflichtungen wie der des portugiesischen Nationalspielers Gilberto Duarte auf Rückraum links, der den verletzten deutschen Nationalspieler Sebastian Heymann vertreten soll. Oder am Beispiel des slowenischen Kreisläufers Blaz Blagotinsek, der für die kommende Saison bereits bei der SG Flensburg-Handewitt unterschrieben hat und der für den ebenfalls ausfallenden Vid Poteko in den Kader geholt wurde.

Dazu kommen mit Tim Kneule (Rückraum Mitte) und Linksaußen Marcel Schiller zwei weitere deutsche Nationalspieler. „Aber das bedeutet für uns ja nichts“, versichert Lerscht. „Als die Rhein-Neckar Löwen gekommen sind, haben wir uns trotzdem einen Plan überlegt. Und so haben wir es dieses Mal auch gemacht.“

Blick auf die Eigenentwicklung

Wenn der aufgehen soll, gilt es für den Aufsteiger, eine Partie zu spielen, in der jeder Einzelne über 60 Minuten über dem Limit agiert. „Du musst dir Lösungsmöglichkeiten überlegen – auch mit Blick auf die Eigenentwicklung“, sagt der ASV-Coach. „Und ich glaube, dass wir in allen Spielphasen Steigerungspotenzial haben – in der Feinabstimmung der Laufwege. Da müssen wir uns immer noch in der Liga anpassen. Aber ich glaube, dass das in einem guten Prozess ist.“

Dass es vor allem im Positionsangriffsspiel hakt, zeigen die bisherigen Begegnungen in der Liga, in denen der ASV nur wenig Lösungen gegen kompakt stehende Formationen, wie sie die Bundesliga bietet, hatte. Auf der anderen Seite macht die Defensivarbeit nach Ansicht des Trainers weiter Fortschritte. „Wir wollen unsere Abwehr akiver betreiben, was gegen Wetzlar schon zu sehen war – unsere 6:6-Positionsabwehr war da schon ordentlich.“

Personell unverändert im Vergleich zur bitteren 23:29-Niederlage gegen die HSG Wetzlar stellt sich der Kader des ASV für die Partie gegen Göppingen dar. Einzig offen ist die Entscheidung, ob Mittelmann Niko Bratzke oder Kreisläufer Lars Kooij den letzten freien Platz im Kader erhält. Ansonsten stehen alle Spieler außer dem langzeitverletzten Björn Zintel zur Verfügung.

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